Endlich! Ein verrücktes Sportjahr geht zu Ende. Selten war die Sehnsucht nach Normalität, nach banalstem Spielbetrieb, nach einem schnöden Kreisklassen-1:0 größer als in diesem vermaledeiten Corona-Jahr. Wer hätte es vor zwölf Monaten für möglich gehalten, dass Begriffe wie Quarantäne, Cyber-Training, Hygienekonzept, Geisterspiel, Webinar oder Saisonabbruch zum Standardrepertoire der Sportberichterstattung werden?
Die Trauben hingen nicht mehr hoch, niemand hat mehr alles in die Waagschale geworfen, das nächste Spiel war nicht mehr das schwerste - weil es schlicht kaum mehr Spiele gab in den vergangenen Monaten. Das Virus nahm den Sport gnadenlos in den Würgegriff und fraß mir nichts, dir nichts sämtliche (zu Recht!) verpönten Floskeln auf.
Doch kehren die "Wir müssen alles raushauen"-, die "Wir müssen Gras fressen"- und die "Flach spielen, hoch gewinnen"-Parolen nach dem Jahreswechsel wirklich zurück? Geht im Frühjahr alles wieder seinen gewohnten Gang? Daran zu glauben, fällt angesichts der Wucht, mit der Corona nach wie vor auf all die Leichtigkeit des Alltags drückt, sehr schwer. Es wird noch dauern, bis der Sport in der Prioritätenliste wieder nach oben klettert. Zuvorderst gilt es, der Pandemie Herr zu werden, erst danach füllen sich die Hallen, die Fußball-, Tennis- und Sportplätze wieder mit Leben.
Vor genau zwölf Monaten schickten wir uns alle in ein gesundes, neues Jahr 2020. Im Rückblick und angesichts der Entwicklung ein fast schon makabrer Gruß. Daher wünscht Ihnen die Sportredaktion von Oberpfalz-Medien diesmal einen guten, hoffentlich coronafreien Rutsch sowie ein anderes und bald wieder normales Jahr 2021. Getreu dem Motto: Das nächste Jahr ist immer das schwerste.















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