10.05.2019 - 12:51 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Kreisliga Nord: So spannend wie lange nicht mehr

Kein Team aus dem Führungstrio der Kreisliga Nord gestattete sich am letzten Sonntag eine Blöße. So bleibt der Dreikampf um die Meisterschaft und die Aufstiegsrelegation zwei Spieltage vor Saisonende aufregend wie schon lange nicht mehr.

Mit dem 4:1-Heimsieg gegen den FC Tremmersdorf im Rücken fährt die SpVgg Vohenstrauß (im Bild Stefan Gmeiner) nach Reuth. Ein Sieg dort ist Pflicht, um im Titelrennen zu bleiben. Meisterschaftsfavorit SpVgg SV Weiden II empfängt indes zu Hause den VfB Mantel.
von Erich VölklProfil

Spitzenreiter SpVgg SV Weiden II (54) hat auf eigenem Terrain den Tabellenachten VfB Mantel (30) zu Gast und der Zweitplatzierte SpVgg Vohenstrauß (52) reist zum abstiegsgefährdeten Viertletzten TSV Reuth (24). Auch der Tabellendritte FC Weiden-Ost (50) empfängt mit dem Vorletzten SVSW Kemnath (20) ein vom Abstieg bedrohtes Team. Zwei weitere Mannschaften sind im Kampf um den Klassenerhalt involviert. Schlusslicht SV Anadoluspor (20) erwartet den Zehnten FC Tremmersdorf (28) und der Drittletzte DJK Ebnath (23) empfängt den Namensvetter und Tabellenneunten aus Weiden (29).

SpVgg SV Weiden II

VfB Mantel So. 15.00

„Das 4:1 im Hinspiel sieht deutlicher aus als es war“, warnt Spielertrainer Michael Riester sein Team. „Mantel wird es uns sicherlich nicht leicht machen. Außerdem können sie ohne Druck aufspielen, da sie den Klassenerhalt fix haben. Wir werden wieder über 90 Minuten viel Druck erzeugen müssen, um alle drei Zähler am Wasserwerk zu behalten und unserem Ziel einen Schritt näher zu kommen.“

„Ich bin stolz auf meine Mannschaft", erteilt Gästecoach Tobias Heindl ein dickes Lob an sein Team. „Vor allem auf die Art und Weise, wie sie sich auch in der zweiten Saison nach dem Aufstieg den Ligaerhalt gesichert hat." Die Partie gegen den Tabellenprimus bezeichnet er als ein "Bonusspiel". Bis auf Spielführer Pröls und Schärtl hat er alle Mann an Bord.

TSV Reuth

SpVgg Vohenstrauß So. 15.00

„Auch wenn der Punkt sehr glücklich war, nehmen wir ihn gerne mit“, resümiert Hans Stangl das Remis in Plößberg. „Oft genug hatten wir diese Saison Glücksgöttin Fortuna nicht auf unserer Seite." Gegen den Tabellenzweiten wird Sebastian Schieder berufsbedingt fehlen und Markus Schiener wieder in den Kader zurückkehren. "Wir werden versuchen, die spielerische Überlegenheit der Gäste mit Einsatz wieder auszugleichen.“ Als zusätzliche Motivation verweist Stangl auf den Punktgewinn aus dem Hinspiel.

Mit dem Heimdreier gegen Tremmersdorf blieben die Gäste dem Spitzenreiter auf den Fersen. Da in den letzten beiden Spielen noch alles passieren kann, gilt weiterhin die Devise: Auf die eigenen Aufgaben konzentrieren und beide Spiele gewinnen. In Reuth stellt man sich auf eine extrem schwere Aufgabe und auf aufopferungsvoll kämpfende Gastgeber ein. Trainer Matthias Müller kann wieder auf Pfab zurückgreifen, so dass er bis auf Keeper Müssig voraussichtlich seinen kompletten Kader zur Verfügung hat.

FC Weiden-Ost

SVSW Kemnath So. 15.00

Die Gastgeber haben im Derby am Flutkanal ein gutes Spiel geboten und einen wichtigen Dreier eingefahren. „Auch wenn wir auf fremde Hilfe angewiesen sind, werden wir weiter alles geben, um die nach wie vor vorhandene Chance zu nutzen“, motiviert Trainer Peter Kämpf sein Team. „Kemnath steht mit dem Rücken zur Wand und wird ebenfalls alles daran setzen, um Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln.“ Am Kader bleibt ändert sich nichts.

Nach der deutlichen Heimniederlage gegen den Spitzenreiter ist der Blick der Gäste zielorientiert auf die Partie im Weidener Osten gerichtet. „Diese Spiel ist für uns die letzte Chance den Relegationsplatz zu erreichen", motiviert Spielertrainer Christian Ferstl seine Mannschaft noch einmal, alles in die Waagschale werfen. „Wir brauchen unbedingt drei Punkte.“ Natürlich ist ihm und seinem Team bewusst, dass die Aufgabe gegen spielstarke Gastgeber nicht einfach wird.

SV Anadoluspor Weiden

FC Tremmersdorf So. 15.00

Nach der Heimniederlage gegen Erbendorf haben die Gastgeber drei Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz und vier Punkte fehlen zum direkten Klassenerhalt. So gilt es nun gegen Tremmersdorf unbedingt alle einen Heimdreier einzufahren. Fatih Karabiber ist überzeugt, dass seine Mannschaft wieder alles geben wird, um die vermutlich letzte Chance zu nutzen.

„Wir haben in Vohenstrauß gut mitgehalten, konnten aber die guten Chancen nicht nutzen“, analysiert Gästespielertrainer Benny Scheidler die Niederlage, die zudem zu hoch ausgefallen ist. „Gegen Anadoluspor brauchen wir auf jeden Fall noch einen Sieg. Unsere Gastgeber sind sehr abwehrstark und kämpfen in jedem Spiel bis zur letzten Minute. Um den vollen Erfolg mitzunehmen, müssen wir unser gesamtes Potential abrufen.“ Personell kann er aus dem Vollen schöpfen.

DJK Ebnath

DJK Weiden So. 15.00

Zum letzten Heimspiel empfangen die Gastgeber die Namensvetter aus Weiden und hoffen auf Unterstützung ihrer Fans. Von den zahlreichen verletzten Spielern der Sebald-Truppe, könnte Daniel Walther zurückkommen. Auch Urlauber Wolfgang Schinner wäre wieder einsatzbereit. Ob es für Florian Söllner schon wieder reicht oder dieser für eine eventuelle Relegation geschont wird, muss sich zeigen. Gelingt es, die unbequemen Gäste zu schlagen, wäre zumindest der direkte Abstieg vermieden.

„Im Stadtderby gegen Weiden-Ost wäre durchaus ein Punkt drin gewesen“, berichtet Gästecoach Stefan Krebs. „Gegen Ebnath möchten wir nach vier torlosen Partien endlich wieder treffen und einen Sieg einfahren.“ Personell sieht es nicht gut aus.

TSV Erbendorf

FC Dießfurt So. 15.00

„Wir waren die bessere Mannschaft und haben verdient gewonnen“, freut sich TSV-Coach Stefan Rupprecht über den Dreier bei Anadoluspor. „Gegen Dießfurt können wir nun ohne Druck spielen. Wir werden uns bei unseren Zuschauern für die tolle Unterstützung im letzten Heimspiel mit einer guten Leistung bedanken“. Personell wird sich nichts ändern.

Für Dießfurt gilt genauso wie für die Gastgeber, dass man befreit und ohne jeglichen Druck zu Werke gehen kann. Mit sieben Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz kann für Gästecoach Eugenio Wild und seine Mannschaft nichts mehr anbrennen. So freut man sich auf die letzte Auswärtspartie des Jahres und möchte einfach guten Fußball spielen.

SC Kirchenthumbach

SV Plößberg So. 15.00

Von einer mehr als unnötigen Niederlage in Mantel berichtet SCK-Spielertrainer Daniel Klempau. „An diesem Tag standen alle Zeichen gegen uns. Sieben Stammspieler standen nicht zu Verfügung, meine Verletzung in der ersten Halbzeit und eine Rote Karte. Im letzten Heimspiel wollen wir uns natürlich gebührend bei unseren Fans mit einer tollen Leistung verabschieden und das wenn möglich mit drei Punkten.“ Die Kadergestaltung wird sich erst kurzfristig ergeben.

„Obwohl ein halbes Dutzend Stammspieler fehlte, haben wir eine gute Partie abgeliefert. Meine junge Truppe hat alles gegeben, wurde aber durch zwei zweifelhafte Schiedsrichterentscheidungen nicht für ihren Aufwand belohnt“, blickt Gästecoach Harald Walbert auf das Heimremis gegen Reuth zurück. Gegen Kirchenthumbach geht es für beide Mannschaften praktisch um Nichts mehr, so dass er von einem offenen und fairen Spiel ausgeht. Personell wird die Lage nicht besser.

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