14.04.2019 - 21:43 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Kreisliga Nord: SV Plößberg strauchelt überraschend

Ernüchterung beim SV Plößberg: Die Walbert-Truppe setzt am 21. Spieltag der Kreisliga Nord das Heimspiel gegen den VfB Mantel in den Sand und verliert den Anschluss zum siegreichen Spitzentrio.

Felix Kraus vom SV Plößberg (rotes Trikot) kommt, hart bedrängt von Simon Fleischmann (VfB Mantel), zum Schuss, aber ein Torerfolg war damit nicht verbunden. Der VfB Mantel entführte mit einem 2:1-Sieg alle drei Punkte vom SV Plößberg.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Erst einmal waren die Plößberger in der laufenden Saison als Verlierer bei einem Heimspiel vom Platz gegangen, und zwar zum Saisonauftakt gegen den FC Weiden-Ost. Nun strauchelte der SV Plößberg (4. Platz/37) auf eigener Anlage zum zweiten Mal. Und dies ausgerechnet in einer so wichtigen Saisonphase und ausgerechnet gegen den VfB Mantel (10./24), einer Mannschaft, die bislang auswärts nicht unbedingt von sich Reden gemacht hatte.

Die Konkurrenz vernahm die Nachricht vom SVP-Ausrutscher gerne und punktete ausnahmslos. Spitzenreiter SpVgg SV Weiden (1./45) landete im Stadtderby gegen den SV Anadoluspor (13./20) mit 2:1 ebenso einen Dreier wie der FC Weiden-Ost (2./43) mit 3:1 gegen den TSV Erbendorf und die SpVgg Vohenstrauß (3./43) mit 3:0 gegen den SVSW Kemnath (11/20). Im Tabellenkeller geht's richtig eng zu. Die DJK Ebnath (14./19) und der TSV Reuth (12./20) holten im Gegensatz zu den Mitbewerbern wenigstens einen Zähler. Man muss kein Prophet sein: Zwischen Kemnath, Reuth, Anadoluspor (alle 20) und Ebnath (19) wird es in den kommenden Wochen ein Hauen und Stechen im Abstiegskampf geben.

SpVgg SV Weiden II - SV Anadoluspor 2:1 (1:1)

Tore:1:0 (6.) Christian Langendorf, 1:1 (33./Eigentor) Tobias Bernkopf, 2:1 (76.) Tobias Bernkopf - SR:Matthias Schubert (SpVgg Neustadt/Kulm) - Zuschauer:100

(otr) Beim mühsamen 2:1-Derbysieg hat die SpVgg SV Weiden II eine klare spielerische Überlegenheit nicht in Treffer umzusetzen vermocht, was nicht zuletzt an der ausnahmslos defensiven Spielweise des Gegners lag. Die seit fünf Spieltagen ungeschlagene Gästemannschaft wurde kalt erwischt, denn schon nach sechs Minuten musste ihr tüchtiger Schlussmann nach einer Ecke den Ball aus dem Tor holen. Christian Langendorf war per Fallrückzieher erfolgreich. Unmittelbar darauf senkte sich eine Flanke von Oktay Devrilen auf den Pfosten des Anadoluspor-Tores. Aus dem Nichts heraus fiel der Ausgleichstreffer. Tobias Bernkopf wollte per Kopfball klären und überlistete mit seinem Rettungsversuch seinen eigenen Torhüter. Die Heimelf diktierte zwar auch nach dem Seitenwechsel das Geschehen, vermochte sich gegen die vielbeinige Gästeabwehr aber nicht entscheidend durchzusetzen. Unglücksrabe Bernkopf machte in der 76. Minute aber sein Missgeschick beim 1:1-Ausgleich wieder wett und bugsierte im Anschluss an einen Freistoß aus einem Getümmel im Fünfmeterraum heraus den Ball über die Linie.

FC Weiden-Ost - TSV Erbendorf 3:1 (0:0)

Tore:0:1 (51./Foulelfmeter) Sandro Hösl, 1:1 (83.) Dominik Forster, 2:1 (88.) Michael Werner, 3:1 (93./Foulelfmeter) Marc Diener - SR:Robert Rem (SV Leonberg) - Zuschauer:80

(gil) Mit einem fulminanten Endspurt sicherten sich die Ostler gegen defensivstarke Gäste aus Erbendorf am Ende drei wichtige Punkte. Der TSV hatte durch Hösl die erste Großchance, aber FC-Keeper Ehring brachte die Hand reaktionsschnell noch an den Ball. Auf der anderen Seite hätte Stadler seine Farben gleich dreimal in Front schießen können, blieb beim Abschluss aber zu unkonzentriert.

Der zweite Durchgang begann äußerst ungünstig aus Sicht der Heimelf. Hösl drang bei einem Konter in den Strafraum ein und wurde gelegt. Den fälligen Strafstoß verwandelte der Gefoulte selber souverän zum 0:1. Und auch im Anschluss blieb die Gästeelf die gefährlichere Mannschaft und hätte durch Wiesent und Hösl den Vorsprung weiter ausbauen können. Da TSV-Keeper Dumler ein Geschoss von Funk gerade noch an den Pfosten lenkten konnte, schien alles auf einen Sieg für die Gäste hinauszulaufen. Doch FC-Coach Kämpf bewies ein glückliches Händchen und wechselte D. Forster ein, der mit seinem ersten Ballkontakt per Kopf nach einer Ecke für den 1:1-Ausgleich sorgte. Nur fünf Minuten später markierte Werner nach einer punktgenauen Flanke von N. Forster überlegt den Führungstreffer für die Heimelf. Den Schlusspunkt in einer ereignisreichen zweiten Halbzeit setzte Kapitän Marc Diener, der nach Foul an Heller im Strafraum, den folgenden Elfmeter sicher zum 3:1-Endstand verwandelte.

SpVgg Vohenstrauß - SVSW Kemnath 3:0 (2:0)

Tore:1:0 (17.) Stefan Gmeiner, 2:0 (42./Elfmeter) Thomas Schieder, 3:0 (86.) Jonas Fritsch - SR:Moritz Schieder (TSV Neunkirchen) -Zuschauer:100 - Gelb-Rot:(65.) Florian Drechsler (SVSW)

(mwr) Mit einem ungefährdeten Heimerfolg gegen harmlose Gäste kehrte die SpVgg Vohenstrauß in die Erfolgsspur zurück. Von Beginn an übernahm die Heimelf das Kommando, Kemnath zog sich weit in die eigene Hälfte zurück. Bereits nach sieben Spielminuten war Gmeiner alleine durchgebrochen und wurde von einem Gäste-Spieler gefoult. Statt der fälligen Roten Karte zückte der Unparteiische für diese Notbremse allerdings nur Gelb. Die SpVgg-Führung fiel zehn Minuten später unter kräftiger Mithilfe des Gegners. Torwart und Abwehrspieler behinderten sich beim Klärungsversuch gegenseitig, Gmeiner war hellwach und staubte ab. In der Folge nahm die Überlegenheit zu, Kemnath kam kaum über die Mittellinie und erspielte sich im gesamten Spielverlauf keine echte Torchance. Kurz vor dem Halbzeitpfiff wurde Neidhardt gefoult, den fälligen Strafstoß verwertete Kapitän Schieder mit etwas Glück zur 2:0-Führung. In der zweiten Hälfte änderte sich an der Kräfteverteilung auf dem Platz wenig. Vohenstrauß spielte gelegentlich zu inkonsequent, so dass zunächst keine weiteren Treffer fielen. In der Schlussphase wurde Fritsch per Querpass von Pfab freigespielt und überwand den Gäste-Schlussmann mit einem Schuss ins lange Eck.

SV Plößberg - VfB Mantel 1:2 (1:1)

Tore:0:1 (8.) Stefan Pröls, 1:1 (14.) Matthias Freundl, 1:2 (85..) Florian Bertelshofer - SR:Wolfgang Klose (ASV Wunsiedel) - Zuschauer:97

(svp) Mit der ersten Niederlage im Jahr 2019 verabschiedeten sich die Gastgeber vom Kampf um den Relegationsplatz. In der 1. Halbzeit lieferten sich beide Mannschaften ein ausgeglichenes Spiel, wobei sich die Gäste nicht wie ein Abstiegskandidat präsentierten. Sehenswert waren die beiden Tore in den Anfangsminuten. Beim 0:1 versenkte Pröls einen Freistoß unhaltbar für Torhüter Jonas Franz. Minuten später ließ Matthias Freund mit einem Fallrückzieher dem Gästekeeper keinerlei Abwehrchance. Im zweiten Spielabschnitt setzten die Plößberger die Gäste unter Druck, konnten sich aber nicht entscheidend gegen die aufopfernd kämpfende Manteler Abwehr durchsetzen. Die wenigen sich bietenden Tormöglichkeiten wurden überhastet vergeben. Heftige Plößberger Proteste hagelte es, als Tobias Walter mit einem Rempler im Strafraum am Torschuss gehinderte wurde, der Elfmeterpfiff des Schiedsrichters jedoch ausblieb. Als die Heimelf alles auf eine Karte setzte, schlossen die Gäste Minuten vor Spielende einen ihrer wenigen Konter durch den stets gefährlichen Bertelshofer erfolgreich mit dem Siegtreffer ab.

SC Kirchenthumbach - FC Dießfurt 2:1 (0:0)

Tore:1:0 (63.) Tim Fronhöfer, 2:0 (65.) Thomas Freiberger, 2:1 (88.) Simon Schmid - SR: Tobias Brendel - Zuschauer: 140

(str) Bei eisigen Temperaturen erzielte der SC Kirchenthumbach den ersten Dreier im Jahr 2019. Die hochmotivierten Gäste versuchten in den ersten zehn Minuten der Partie mit aggressivem Pressing die Hausherren in deren eigener Hälfte zu binden, konnten daraus jedoch keinen Profit schlagen. Anschließend gestaltete sich die Partie offener. In der 17. Minute konnte sich SCK-Torhüter Wöhrl auszeichnen, als er einen Abschluss von Schmidt aus kurzer Distanz glänzend parierte. Weitere nennenswerte Torchancen waren in einer kampfbetonten ersten Spielhälfte nicht zu verzeichnen. Nach der Halbzeitpause übernahm der SCK zunehmend das Spielgeschehen. In der 63. Minute belohnten sich die Gastgeber. Tim Fronhöfer erzielte mit einem sehenswerten Freistoß aus 25 Metern ins obere Kreuzeck die Führung. Direkt im Anschluss legte Kirchenthumbach nach. Freiberger erzielte per traumhafter Volleyabnahme nach einem Eckball die zu diesem Zeitpunkt verdiente 2:0-Führung. Die Gäste versuchten nun noch einmal alles. In der 88. Minute wurden sie für ihre Bemühungen belohnt, als Schmidt per Kopfball das Anschlusstor erzielte. Die letzten Minuten brachten keine weiteren zwingenden Torchancen für den FCD.

FC Tremmersdorf - DJK Ebnath 2:2 (2:0)

Tore:1:0 (15.) Patrick Dittner, 2:0 (36.) Michael Diepold, 2:1 (50.) Daniel Walther, 2:2 (90.) Daniel Walther - SR: Thomas Masel (SV Heinersreuth) - Zuschauer:120 - Gelb-Rot:Markus Sebald (Ebnath)

(rli) Nach einem Flankenball aus halbrechter Position von Diepold zielte Torjäger Dittner genau und köpfte aus sieben Metern früh zur Tremmersdorfer Führung ein. Nach gut einer halben Stunde wurde der Vorbereiter von Schnödt angespielt, mit einer feinen Täuschung entledigte er sich seines Gegners und schob zur 2:0-Pausenführung ein. Auch in Halbzeit zwei zeigte die Heimelf die bessere Spielanlage, während die Gäste die Grenze des Erlaubten mehrmals überschritten. Der Schiedsrichter zog sich den Unmut beider Seiten zu. Den Anschlusstreffer erzielte Walther, als FC-Keeper Angermann einen Freistoß mit Hilfe des Pfostens entschärfte und der Torschütze am schnellsten reagierte. Diepold und Neukam hatten mit einem Pfosten- und Lattentreffer Pech. Als DJK-Spielertrainer Sebald die Ampelkarte sah, gaben sich die Gäste keinesfalls auf. Die Heimelf verpasste den finalen Treffer und Walther traf mit einem "Alles-oder-nichts-Schuss" aus 20 Metern kurz vor dem Schlusspfiff. Die Heimelf muss von zwei verlorenen Punkten sprechen.

TSV Reuth - DJK Weiden 0:0

SR:Andreas Herath (Speichersdorf) - Zuschauer:80 - Besondere Vorkommnisse:(81.) Niklas Grönwoldt (DJK) verschießt Foulelfmeter

(ang) Nachdem sich beide Teams in der Anfangsviertelstunde weitgehend neutralisierten, gewann das anfänglich nervöse Spiel der Hausherren zunehmend an Konturen. So erspielten sich die in der Abwehr gut sortierten Reuther in der ersten Spielhälfte wesentlich mehr Möglichkeiten, doch scheiterten sie entweder am sehr starken Schlussmann Daniel Hecht oder an unkonzentrierten Zuspielen und Abschlüssen. Gleich nach Wiederanpfiff gab es jeweils eine Riesenmöglichkeit für beide Kontrahenten, die sich in der Folgezeit schwer taten, Ordnung in ihre Aktionen zu bringen. Allerdings zeichnete sich ab, dass die Gäste verstärkt an Übergewicht gewannen und TSV-Keeper Lukas Köllner immer mehr in den Mittelpunkt rückte. Glück für die Gastgeber, dass Niklas Grönwoldt zweimal aussichtsreich das Leder über das Reuther Gehäuse jagte, erst einen Abpraller nach scharfem Freistoß und dann zusätzlich vom Elfmeterpunkt aus, als Hendrik Vietzes Abwehraktion mit dem Strafstoßpfiff hart geahndet worden war. Auf der Gegenseite hatte Torwart Hecht in den zweiten 45 Minuten kaum Nennenswertes zu tun, bis in den Schlussminuten urplötzlich Fabian Höcht und Tobias Fahrnbauer mit einem abgefälschten Schuss nur um Zentimeter scheiterten.

Kreisliga Süd

TuS Rosenberg - SC Luhe-Wildenau 0:3 (0:2)

Tore:0:1 (14./Elfmeter) Ludwig Tannhäuser, 0:2 (45.) Benjamin Urban, 0:3 (90.) Nico Argauer - SR: Elias Küffner (SR-Gruppe Pegnitzgrund) - Zuschauer: 78

Bereits im Hinspiel musste der TuS Rosenberg eine herbe Niederlage einstecken, und im Rückspiel ebenso. In der Anfangsphase war es eher ein vorsichtiges Abtasten beider Mannschaften. Den ersten Fehler machte jedoch die Heimelf und das ausgerechnet auch noch im eigenen Strafraum. Die Folge war ein berechtigter Elfmeter, den Tannhäuser Ludwig zum 0:1 verwandelte. Die Gäste erlaubten sich in der ersten Hälfte ein paar grobe Fehler in der Defensive, aber der TuS Rosenberg konnte dies nicht nutzen. Wieder wurde ein TuS-Fehler kurz vor der Halbzeit eiskalt bestraft und Benjamin Urban erzielte das 0:2. Nach der Pause ein ähnliches Bild. Der TuS Rosenberg versuchte alles, um wieder ins Spiel zu gelangen, blieb jedoch erfolglos. Der SC Luhe Wildenau agierte wie ein Tabellenführer, blieb souverän und war über die gesamte Spielzeit die bessere Mannschaft. Den Schlusspunkt setzte Nico Argauer fast mit dem Schlusspfiff zum 0:3.

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