18.03.2021 - 12:33 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Ludwig Kreutzer aus Weiden läuft den Jungspunden davon

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425 Kilometer in 45 Tagen? Ludwig Kreutzer aus Weiden hat bei einer digitalen Laufveranstaltung mehr Kilometer abgespult als andere im selben Zeitraum mit dem Auto fahren. Damit schaffte es der 65-Jährige bundesweit auf das Stockerl.

Ludwig Kreutzer aus Weiden belegte bei der Davengo-Winter-Challenge, einer digitalen Lauf-Challenge, bundesweit den dritten Platz.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Knapp zehn Marathons binnen eineinhalb Monaten sind selbst für so passionierte Ausdauerläufer wie Ludwig Kreutzer aus Weiden ein Ding der Unmöglichkeit. Und doch kommt der 65-Jährige auf diese Distanz, zumindest bei der Betrachtung seines Ergebnisses bei einem bundesweiten digitalen Laufwettbewerb. Mit 425,36 Kilometern zwischen dem 29. Januar und dem 14. März schaffte es Kreutzer bei der "Davengo-Winter-Challenge 2021" auf den dritten Platz der Gesamtwertung – als einer der ältesten der über 160 Teilnehmer. "Als ich von dem Wettbewerb hörte, war ich sofort interessiert, da aktuell ohnehin keine Laufveranstaltungen stattfinden. Das Messen mit Läufer-Kollegen aus ganz Deutschland war ein Ansporn für mich", sagte Kreutzer, Gründungsmitglied und Mitorganisator des Nordoberpfälzer Firmen-Laufes.

"Aber nie unter zehn Kilometer, meistens so zwischen zehn und 15 Kilometer. Drunter rentiert sich ja das Duschen nicht"

Ludwig Kreutzer über seine Strecken-Distanzen

Die Zeitnehmer-Firma Davengo, die auch beim Nofi-Lauf stets zum Einsatz kommt, hatte dem Orga-Team fünf Startnummern für den Online-Wettkampf zur Verfügung gestellt. "Den anderen Mitgliedern hat vielleicht der Mut gefehlt", unkte Kreutzer über seine Nofi-Lauf-Mitstreiter. Und so lud sich der Weidener die benötigte App aufs Smartphone, mittels der die Laufstrecken übermittelt und eingepflegt wurden. "So hatte ich den täglichen Vergleich mit den anderen Teilnehmern. In der Anfangsphase lag ich immer in Führung, das hat mich zusätzlich motiviert." Zweimal pro Woche, meistens dienstags und samstags, absolvierte Kreutzer jeweils einen Halbmarathon. Für die Zeit zwischen den knapp 21-Kilometer-Läufen wählte der Marathon-Experte dann kürzere Strecken. "Aber nie unter zehn Kilometer, meistens so zwischen zehn und 15 Kilometer. Drunter rentiert sich ja das Duschen nicht", scherzte der ehemalige Leiter des BRK-Seniorenheims in Weiden.

"Sich mit zum Teil zehn oder 20 Jahre jüngeren Konkurrenten zu reiben, sich mit denen zu pushen, das hat mir großen Spaß gemacht."

Ludwig Kreutzer über seine Motivation

Umso bemerkenswerter ist Kreutzers Platzierung, da seine hauptsächlich aus dem Norden der Republik stammenden Mitstreiter zum Teil wesentlich jünger und professioneller waren. Sieger Niklas Schröder (M45) aus Bremen sei etwa ein Halbprofi mit einer Marathon-Bestzeit von 2:36 Stunden. Auch der Zweitplatzierte Stefan Riedel (M55) aus Flensburg ist ein semi-professioneller Läufer. "Wenn ich gemerkt habe, dass einer am einen Tag mehr gelaufen ist, habe ich am nächsten Tag bei meinem Pensum auch wieder ein paar Kilometer draufgepackt", blickte Ludwig Kreutzer auf den spannenden Wettbewerb zurück. Zu gewinnen gab's übrigens nichts. Das ficht Kreutzer nicht weiter: "Sich mit zum Teil zehn oder 20 Jahre jüngeren Konkurrenten zu reiben, sich mit denen zu pushen, das hat mir großen Spaß gemacht." Auch ganz ohne materielle Belohnung.

Hintergrund:

Zur Person: Das ist Ludwig Kreutzer

  • 65 Jahre alt
  • bis 2019 23 Jahre lang Heimleiter des BRK-Seniorenheims in Weiden
  • Marathonläufer seit 35 Jahren
  • absolvierte bis dato 62 Marathons
  • seine Bestzeit stammt aus dem Jahr 1997: 2:58 Stunden in Regensburg ("Unter drei Stunden: der Traum aller Hobbyläufer")
  • Gründungsmitglied sowie Mitorganisator des Nofi-Laufs

Ludwig Kreutzer stellt laufend die Stadt Weiden vor

Weiden in der Oberpfalz

 

 

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