13.02.2020 - 23:52 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Nachbarduell ein "Sechs-Punkte-Spiel"

Die Derbys zwischen den Blue Devils Weiden und den Selber Wölfen sind immer brisant - diesmal ganz besonders. Beide Teams liefern sich mit Lindau einen Dreikampf um den letzten Play-off-Platz. "Verlieren verboten" lautet die Devise.

In Selb steigt am Freitag um 20 Uhr das wie immer brisante Derby zwischen den Wölfen und den Blue Devils Weiden. Das Bild zeigt eine Szene vom ersten Duell in dieser Saison, das die Oberpfälzer am 11. Oktober unglücklich mit 2:3 nach Verlängerung verloren. Von links: Barry Noe, Goalie Jonas Neffin, der Selber Landon Gare und Adrian Klein.
von Rudolf Gebert Kontakt Profil

Nur zwei statt sechs Punkte: Die unbefriedigende Ausbeute beim Doppel-Vergleich mit dem EV Lindau war für die Blue Devils ein weiterer herber Rückschlag im Kampf um die Play-off-Teilnahme. Acht Spieltage vor Ende der Meisterrunde liegen die Weidener mit 53 Zählern auf Platz zehn, hinter dem EV Lindau (9./54) und den Selber Wölfen (8./55).

"Das ist ein Sechs-Punkte-Spiel. Wenn wir in die Play-offs wollen, müssen wir in Selb gewinnen", ist sich Devils-Trainer Ken Latta der großen Bedeutung des Derbys am Freitag (20 Uhr) bei den Wölfen bewusst. Er rechnet mit einem verbissenen Fight, denn für die Gastgeber gelten die gleichen Voraussetzungen. Auch die Oberfranken dürfen sich keine Niederlage erlauben. Das zweite Match des Wochenendes steigt am Sonntag um 18.30 Uhr in der Hans-Schröpf-Arena gegen den EV Füssen (6./65). Der Aufsteiger ist neben Spitzenreiter Memmingen die große Überraschung.

Die von Ken Latta häufig beklagte fehlende Tiefe im Kader machte sich auch zuletzt gegen Lindau bemerkbar. Die Leistungsträger standen über 30 Minuten auf dem Eis. Im letzten Drittel wurden die Kräfte derart gebündelt, dass Tomas Knotek im ersten Block neben Martin Heinisch und Tomas Rubes stürmte. Ob das auch für das Derby in Selb eine Option ist, will der Devils-Coach kurzfristig entscheiden.

Siller fällt weiter aus

Neben Adam Poldruhak (Saison nach Operation beendet) fehlt weiterhin der verletzte Philipp Siller und nun auch der erkrankte Jakub Bitomsky. Zudem werden die Förderlizenzspieler Raul Jakob und Daniel Schröpfer dieses Wochenende in Landshut gebraucht. Adrian Klein ist nach seinen Einsätzen im U17-Nationalteam wieder dabei.

Fünf Duelle Oberpfalz kontra Oberfranken gab es bisher in dieser Saison - die Bilanz lautet 3:2 für die Wölfe. Besonders wurmt Ken Latta immer noch das 2:3 nach Verlängerung am 11. Oktober in Selb. Nach einer 2:0-Führung hatte sein Team damals vier Sekunden vor Schluss den Ausgleich kassiert. "Dafür wollen wir uns revanchieren", sagt der Weidener Trainer. Das zweite Match in Selb ging 2:6 verloren, in der Hans-Schröpf-Arena gab es zwei Siege (4:2, 5:4) und beim Start in die Meisterrunde eine Niederlage (1:5).

Neuer Coach noch ohne Sieg

Die Wölfe stehen ebenso unter Druck wie die Blue Devils. Der erhoffte Impuls durch den Trainerwechsel - Ende Januar war Henry Thom gefeuert worden - ist bisher ausgeblieben. Der neue Coach Herbert Hohenberger wartet nach drei Spielen noch auf den ersten Sieg.

Aufgebot Blue Devils: Filimonow, Neffin - Hadamczik, Schusser, Noe, Herbst, Klein, Schreyer, Bäumler - Heinisch, Rubes, Knotek, Pronath, Geisberger, Kirchberger, Habermann, Wolf, Maschke, Arlt

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