Nächstes Schützenfest für die Blue Devils

Weiden in der Oberpfalz
Update 06.01.2023 - 23:15 Uhr

Die Blue Devils Weiden sorgten im Heimspiel am Dreikönigstag dafür, dass der HC Landsberg in der Hans-Schröpf-Arena kein Land sah. Satte sieben Mal klingelte es im Kasten der Gäste.

Kurt Davis bejubelt seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 für die Blue Devils.

Die Rollen waren vor dem Dreikönigsduell der Blue Devils Weiden in der Eishockey-Oberliga Süd gegen die Landsberg Riverkings klar verteilt: Hier der souveräne und formstarke Tabellenführer aus der Oberpfalz, dort der Tabellenvorletzte vom Ammersee. Und genauso gestaltete sich auch die Partie. Nimmersatte Devils speisten die Riverkings in höchst souveräner Manier ab und feierten das nächste Schützenfest. 7:2 (2:0, 3:0, 2:2) hieß es nach 60 einseitigen Minuten zugunsten der Weidener. Mit dem siebten Sieg in Serie im Rücken und mittlerweile 16 Zählern Vorsprung vor den Starbulls Rosenheim reisen die Devils am Sonntag (17 Uhr) zum Abschluss der Mammut-Serie rund um den Jahreswechsel nach Bad Tölz.

"Ich kann meiner Mannschaft heute keinen großen Vorwurf machen, aber Weiden spielt einfach das beste Eishockey in dieser Liga. Ein tolles System, gut gecoacht und alle Spieler halten sich dran", schwärmte Landsbergs Trainer Sven Curmann bei der Pressekonferenz vom Auftritt der Blue Devils. Sein Gegenüber Sebastian Buchwieser war erleichtert, dass es ein Team "heute besser gemacht hat als gegen Füssen. Zu Beginn hatte Landsberg einige Gegenstöße, aber die hatten wir dieses Mal besser unter Kontrolle".

Schmerzlich vermissen werden die Blue Devils für längere Zeit den zuletzt enorm verbesserten Youngster Alessandro Schmidbauer. Der 20-Jährige wurde im vergangenen Heimspiel gegen den EV Füssen unglücklich vom Puck im Gesicht getroffen, erlitt dabei mehrere Gesichtsbrüche und wurde am Donnerstag bereits operiert. "Es geht ihm den Umständen entsprechend gut, er hat mir heute schon wieder geschrieben. Wir wünschen ihm alle eine schnelle Genesung", sagte Buchwieser. Schmidbauer fehlte den Devils am Freitagabend gegen Landsberg ebenso wie Ralf Herbst und Nardo Nagtzaam. Dafür standen die längere Zeit verletzt fehlenden Moritz Schug und Philipp Siller wieder im Aufgebot.

Wenn der unangefochtene Spitzenreiter auf den Tabellenvorletzten trifft, dann sieht ein Spiel eben so aus, wie es sich auch in den ersten 20 Minuten in der Hans-Schröpf-Arena dargestellt hat. In allen Belangen überlegene Weidener dominierten das Geschehen nach Belieben, ohne, zumindest gefühlt, an die Leistungsgrenze gehen zu müssen. Die beiden Treffer von Tomas Rubes (4.) und Kurt Davis (11.) drückten die Überlegenheit der Hausherren auch auf der Anzeigetafel aus. Der US-Amerikaner hatte erst in der neuen Folge des Devils-Podcasts "Powerplay" erwähnt, dass er seine Torausbeute im Weidener Trikot schon noch verbessern möchte. Gesagt, getan: Das 2:0 gegen Landsberg war nun das neunte Saisontor des Verteidigers.

Während die Gäste zu Beginn des Spiels zumindest noch die ein oder andere zaghafte Annäherung an das von Jaroslav Hübl gehütete Weidener Tor wagten, war davon im zweiten Abschnitt rein gar nichts mehr zu sehen. Die drei Devils-Tore von Adam Schusser (28.), Robert Hechtl (31.) und Martin Heinisch (38.) waren aber auch nur die Minimal-Ausbeute der Dominanz, mit der die Gastgeber dieses Drittel absolvierten. Statt spielerischer Gegenwehr setzte Landsberg auf Nickligkeiten und harte Checks. Dabei übertrieb es Jason Lavallee, der an der Bande völlig unnötig und überhart gegen Dominik Müller nachsetzte und dafür eine Fünf-Minuten-Strafe kassierte. Der Devils-Verteidiger kehrte nach kurzer Behandlungspause im Schlussabschnitt zurück aufs Eis.

Dort wurde es auf dem Eis teilweise wild, allerdings wieder in rein sportlicher Hinsicht. Im Gefühl des sicheren Sieges ließ bei den Weidenern etwas die Konsequenz in der Defensive nach, was Landsbergs Top-Scorer Jason Lavallee prompt mit zwei Treffern bestrafte. Doch das Gute aus Devils-Sicht: Vorne lief es weiter wie aus einem Guss. Luca Gläser und Neal Samanski sorgten dafür, dass das Torekonto weiter anwuchs. Was sich mittlerweile zu einem Alleinstellungsmerkmal der Blue Devils herauskristallisiert: Wieder einmal zeichneten sieben verschiedene Torschützen für die sieben Weidener Treffer verantwortlich.

Hier geht's zur Podcast-Folge mit Kurt Davis

Weiden in der Oberpfalz05.01.2023
Statistik:

Blue Devils Weiden - Landsberg Riverkings 7:2 (2:0, 3:0, 2:2)

  • Weiden: Hübl - Ostwald, Müller, Schreyer, Schusser, Schug, Davis - Heinisch, Rubes, Gläser, Samanski, Homjakovs, Thielsch, Ribarik, Bassen, Siller, Schmidt, Voit, Hechtl
  • Landsberg: Güßbacher - Malzer, Neal, Erdt, Wedl, Popela, Reicheneder - Sommer, Wagner, Lavallee, Stauder, Strodel, Carciola, Rypar, Hanke, Reuter, Amort, Gäbelein, Mitchell
  • Tore: 1:0 (4.) Rubes (Heinisch, Müller), 2:0 (11.) Davis (Siller, Schug), 3:0 (29.) Schusser (Homjakovs, Thielsch), 4:0 (31.) Hechtl (Voit, Schmidt), 5:0 (38.) Heinisch (Rubes, Voit), 5:1 (44.) Lavallee (Sommer, Erdt), 6:1 (47.) Gläser (Voit, Heinisch), 7:1 (49.) Samanski (Ostwald, Thielsch), 7:2 (50.) Lavallee (Wagner, Malzer) - SR: Kapzan, Harrer - Zuschauer: 1175 - Strafen: Weiden 8, Landsberg 13
 
 

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