22.08.2019 - 18:17 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Das neue Fußball-Format: 9 gegen 9 noch die Ausnahme

Es war so etwas wie die allerheiligste Regel im Fußball: Beim Anpfiff stehen bei einer Fußballmannschaft elf Mann auf dem Platz. In der Oberpfalz muss das seit Saisonbeginn ja nicht mehr so sein ...

Christian Wolfram ist als Bezirksspielleiter verantwortlich für das neue Fußball-Format 9 gegen 9, das in den B-Klassen angewendet werden kann.
von Josef Maier Kontakt Profil

Es hat dann auch nichts genützt: Der Gegner war auch nur zu neunt und trotzdem gab es eine große Klatsche. Vor knapp zwei Wochen besiegte die SG Tremmersdorf/Trabitz den FC Vorbach II mit 10:0. Diese Partie der B-Klasse 1 war bisher das einzige Spiel in dieser Liga, die nach dem neuen Format im Fußball-Teilkreis Weiden ausgetragen wurde. In der B-Klasse 3 gab es zudem noch die Partie des SV Altenstadt/WN II gegen den TSV Eslarn II, die ebenfalls mit den "Mini"-Teams durchgeführt wurde.

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Seit Saisonbeginn gibt es die Möglichkeit in der Oberpfalz, mit reduzierter Mannschaftsstärke anzutreten. Es soll den vielen Spielabsagen und Mannschaftsauflösungen entgegengewirkt werden. "Dabei gibt es in den einzelnen Kreisen durchaus Unterschiede", sagt der verantwortliche Bezirksspielleiter Christian Wolfram aus Weiden. Im Kreis Regensburg waren es bisher 30 B-Klassenspiele, die mit 9 gegen 9 angepfiffen wurden, im Kreis Amberg/Weiden 9 und im Kreis Schwandorf/Cham 8. Signifikante Gründe für den Unterschied in den Kreisen gibt es keine. "Es ist gut möglich, dass die Hälfte der Spiele ausgefallen wäre, wenn es diese Möglichkeit nicht gegeben hätte", freut sich Wolfram über den Nutzen der neuen Regelung. Freilich gebe es auch weiterhin Spielausfälle, doch die Absagen würden schon weniger.

Nur noch 80 Minuten

Auch die Handhabung des neuen Instruments bereite keinerlei Probleme: "Das läuft alles reibungslos", hat sich Wolfram bei Schiedsrichtern und Vereinsvertretern umgehört. Der Verein, der nur zu neunt antreten kann, muss bis 24 Stunden vor Anpfiff den Gegner und den jeweiligen Spielgruppenleiter informieren. Die Spiele dauern dann auch nur zwei mal 40 Minuten.

Im Amberger Teilkreis sind es schon ein paar Spiele mehr gewesen. Unter anderem wurde auch die Partie des TuS Kastl II gegen den SV Etzelwang II mit reduziertem Personal durchgeführt. "Das Spiel 9 gegen 9 ist klar laufintensiver als 11 gegen 11, und vor allem die Außenbahnspieler müssen mehr laufen", erlebte Martin Kunz, der beim SV Etzelwang II als Spielertrainer in der Verantwortung steht, das Spiel und schildert seine Eindrücke.

"Taktisch ist es nicht so einfach, das Feld zu verdichten und die weiteren Wege funktionieren, wenn der Spieler regelmäßig trainiert: Der Fitte hält es durch, der nicht so Fitte schnauft."

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