18.11.2020 - 17:22 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

NLZ Weiden: Die Lust am Fußball ungebrochen

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Gerade einmal ein paar Wochen lief die neue Fußballsaison, da war sie bereits wieder unterbrochen. Wie die Juniorenteams der SpVgg SV Weiden mit der Situation umgehen, erzählt Klaus Rodler, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ).

Die C-Junioren der SpVgg SV Weiden (rechts Jamario Carswell) verfügen in der Bayernliga über eine ausgeglichene Bilanz von je 2 Siegen und Niederlagen.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

ONETZ: Herr Rodler, ein Ende der coronabedingten Zwangspause im Sport ist nicht absehbar. Wie sehr belastet die Situation die jungen Kicker?

Klaus Rodler: Die Stimmung geht schon in Richtung Niedergeschlagenheit. Es kann ja niemand etwas für die Pandemie, aber die Jungs wollen unbedingt Fußball spielen, sich im Training und Wettkampf messen. Das fehlt gänzlich. Im Moment bleibt uns nichts anderes übrig, als damit zurechtzukommen.

ONETZ: Wie halten Sie die Spieler bei Laune?

Klaus Rodler: Unsere Nachwuchstrainer sind sehr aktiv und mit Online-Training unterwegs. Da kann man einiges im Koordinations- und Kräftigungsbereich machen. Den Spaß eines Fußballspiels vermittelt das aber nicht.

ONETZ: Viele Sportverbände warnen: Je länger der Lockdown dauert, desto größer ist die Gefahr, dass Kinder und Jugendliche die Lust an ihrer Sportart verlieren. Ist das auch Ihre Einschätzung?

Klaus Rodler: Das kann ich so nicht bestätigen. Im Gegenteil. Ich glaube eher, dass die Lust, endlich wieder gegen das Leder zu treten, bei unseren Spielern wächst, je länger die Abstinenz vom Fußball andauert. Vielleicht hat dies aber auch damit zu tun, dass wir am NLZ zwangsläufig ambitionierte Jugendliche haben, die wollen weiterkommen und setzen sich schon Ziele

"Die Stimmung geht schon in Richtung Niedergeschlagenheit."

Klaus Rodler, Leiter des NLZ der SpVgg SV Weiden, über den Frust bei den Nachwuchsspielern

Klaus Rodler, Leiter des NLZ der SpVgg SV Weiden, über den Frust bei den Nachwuchsspielern

ONETZ: Die Herbstrunde konnte nicht annähernd zu Ende gespielt werden. Wie geht es nach der Winterpause weiter?

Klaus Rodler: Zu Beginn war ich optimistisch. Aber ich fürchte, dass es mit den Infektionszahlen im Winter nicht besser wird. Wann wir wieder in den Regelspielbetrieb kommen, ist für mich nicht absehbar. Der Verband hat vorgegeben, dass wir nach der Winterpause zunächst die Herbstrunde zu Ende spielen. Dann muss man sehen, ob noch zeitlicher Spielraum für die eigentlich angedachte Frühjahrsrunde vorhanden ist.

ONETZ: Die SpVgg SV Weiden hat drei Juniorenteams, die auf Verbandsebene spielen. Wie lautet Ihr Zwischenfazit für die A-Jugend, die in der Landesliga Ost spielt?

Klaus Rodler: Die Mannschaft ist zurzeit unser Aushängeschild. Wir haben einen richtig guten Kader und sind Zweiter. Gegen Spitzenreiter Deggendorf haben wir die bislang einzige Niederlage kassiert, wobei man sagen muss, dass der Gegner ein Stück weit besser war. Insgesamt erfüllt die Mannschaft voll und ganz die Erwartungen. Man merkt, dass einige dabei sind, die bei der 1. Mannschaft mittrainieren.

ONETZ: Die B-Junioren sind aktuell Schlusslicht in der Landesliga Nordost mit nur einem Punkt. Allerdings haben sie erst drei von acht Spielen absolviert ...

Klaus Rodler: Die U17 ist unser Sorgenkind. Es wird nicht einfach, die Klasse zu halten. Der Kader ist qualitativ und quantitativ nicht ganz auf dem Niveau, wie wir uns das vorstellen. Der eine oder andere Spieler stößt in dieser Liga schon an seine Grenzen. Ich hoffe dennoch, dass wir den Ligaverbleib packen.

ONETZ: Die C-Junioren der SpVgg SV Weiden haben sich nach Aufstiegen selten für längere Zeit in der Bayernliga etablieren können. Schaffen sie es diesmal?

Klaus Rodler: Die U15 hat uns von den Ergebnissen her positiv überrascht. Mit je zwei Siegen und Niederlagen ist sie im Soll. Dabei hat es vor Saisonbeginn gar nicht rosig ausgesehen. Wir konnten leider keine Verstärkungen holen, zudem sind zwei Leistungsträger zum SSV Jahn Regensburg gewechselt. Es wäre wichtig, in den Jahrgang Stabilität reinzubringen und die Klasse zu halten. Die C-Junioren sind für uns eine absolute Schlüsselmannschaft am NLZ.

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