18.06.2020 - 16:55 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Nur etwa 50 Prozent treten an

Das Training läuft schon länger, nun startet am Samstag, 20. Juni, der Tennisbezirk in die Übergangssaison. Allerdings haben im Vorfeld schon viele Teams zurückgezogen. "Im Schnitt sind es in Bayern 45 Prozent der Mannschaften, die nicht antreten", sagt Achim Fessler, zuständig für die Medien- und Öffentlichkeitsarbeit beim Bayerischen Tennisverband. Von ursprünglich 12410 gemeldeten Teams sind nur rund 6800 übrig geblieben.
Die meisten Abmeldungen gab es in den Bezirken Niederbayern mit 60 Prozent und Schwaben mit 59 Prozent, gefolgt von der Oberpfalz (49), Oberbayern-München und Unterfranken (je 39) sowie Oberfranken (38). Die wenigsten Rückzüge von Mannschaften verzeichnet Mittelfranken mit 31 Prozent.
In der Oberpfalz sind es von den ursprünglich 118 Gruppen nur noch 66, bestätigte Thomas Haider, Bezirkssportwart der Oberpfalz, vor einigen Tagen. In Mannschaftszahlen ausgedrückt: Von Bezirksliga bis Kreisklasse hatten in der Oberpfalz vor Corona 787 Teams gemeldet, davon haben nun 388 zurückgezogen. Das sind knapp 50 Prozent. In den BTV-Ligen - Landesliga, Bayernliga - ist die Quote noch höher: "Von 665 haben 367 Mannschaften abgemeldet, das sind 55 Prozent", so Haider.
Die strengen Hygienevorschriften waren bei den Vereinen unter anderem ausschlaggebend für das Nichtantreten. "Wir haben einen ganzen Katalog, was alles zu beachten ist", sagt Fessler. So müssen die Duschen und Umkleideräume zum Beispiel noch geschlossen bleiben. Trotz der vielschichtigen Regelungen sei auf den Anlagen alles umsetzbar.
Auch der Sprecher des Bayerischen Tennisverbandes ist von der Ausnahmesituation betroffen. "Ich spiele bei den Senioren in der Bayernliga Süd und da treten sechs von acht Teams nicht an. Da fällt der Spielbetrieb komplett aus", sagt Fessler. Aber in etlichen anderen Ligen fand eine Zusammenlegung und eine Neueinteilung der Gruppen statt. Vieles sei in dieser "Übergangssaison eben anders", sagt Fessler. So gebe es keine Absteiger.
Lange war zudem offen, ob die Doppel gespielt werden können. Das Bayerische Innenministerium kam zu dem Schluss, dass das Doppel kontaktlos im Rahmen der geltenden Abstandsregeln erfolgen kann.
"Mit der Übergangssaison haben wir alle gegensätzlichen Interessenslagen berücksichtigt und die Mitgliedsvereine in den Entscheidungsprozess eingebunden. Sie konnten einerseits den Bedenken ihrer Mitglieder Rechnung tragen und andererseits den wettkampfwilligen Athleten den geliebten Mannschaftswettspielbetrieb ermöglichen", so BTV-Präsident Helmut Schmidbauer. Dass nun knapp die Hälfte der Teams nicht an den Start geht, sei zwar bedauerlich, so Schmidbauer, aber kein Beinbruch: "Wir respektieren diese Entscheidung und hoffen, dass wir im nächsten Jahr wieder einen Wettspielbetrieb unter normalen Bedingungen durchführen können."

Wenn am Samstag im Tennisbezirk die Medenrunde startet, sind auch Doppel erlaubt.
von Armin Eger Kontakt Profil
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