In der neuen Folge des Icehockey-Podcasts „Powerplay“ sprechen Thomas Webel und Max Schlötter über eine Weihnachts- und Neujahrsphase, die sportlich nicht ganz nach Plan verlaufen ist. Seit der letzten Ausgabe haben die Blue Devils Weiden in der DEL2 eine Reihe von Niederlagen hinnehmen müssen – häufig knapp, gelegentlich wenigstens mit einem Punkt nach Overtime oder Penaltyschießen. Das 0:1 nach Penaltys gegen Tabellenführer Krefeld war exemplarisch: wenig Ertrag, aber durchaus ordentliche Leistung.
Am vergangenen Sonntag gab es dann zumindest einen kleinen Befreiungsschlag. Gegen den ESV Kaufbeuren gelang mit dem 4:1-Heimsieg ein Ergebnis, das in dieser Phase dringend nötig war. Die Partie bot ausreichend Gesprächsstoff für die aktuelle Podcastfolge – in sportlicher wie in atmosphärischer Hinsicht.
Ein Thema ist der anhaltend starke Einstand von Alex-Olivier Voyer, der nach sieben Spielen bereits bei zehn Punkten steht und sich offensichtlich schnell an den Standort gewöhnt hat. Für die Devils war er zuletzt einer der zentralen Faktoren in der Offensive.
Ebenso diskutiert wird die Szene, die am Sonntag im zweiten Drittel für die emotionalste Reaktion des Abends sorgte: der Faustkampf von Neal Samanski, der seinen jüngeren Bruder Noah verteidigte. Die Frage, die sich daraus ergibt und im Podcast ausführlich besprochen wird: Fehlt den Blue Devils in der DEL2 ein spielerischer „Polizist“ – ein Enforcer, wie man früher gesagt hätte? Das Modell wirkt im modernen Eishockey zwar aus der Zeit gefallen, aber die jüngsten Wochen haben gezeigt, dass die Weidener immer wieder harte Aktionen gegen sich hinnehmen müssen.
Ein weiteres Thema, das für Gesprächsbedarf sorgt, ist die Personalplanung. Nach dem Kaufbeuren-Spiel deutete Sebastian Buchwieser ungewöhnlich klar an, dass die sportliche Führung an einigen Stellen gerne anders in die Saison gegangen wäre – dies aber nicht in der eigenen Entscheidungsgewalt lag. Der Bezug zur Birch Group liegt da nicht fern. Im Podcast wird ausführlich eingeordnet, was diese Aussagen tatsächlich bedeuten könnten und welche Fragen sich daraus für die kommenden Monate ergeben.
Abgerundet wird die Folge durch den Ausblick auf das bevorstehende Wochenende: Am Freitag geht es nach Bad Nauheim – und damit zu Jerry Kuhn, einem Torhüter, der in Weiden inzwischen eine ganz eigene, nicht unbedingt liebevolle Art von Kultstatus besitzt. Am Sonntag dann das Wiedersehen mit David Elsner und Finn Serikow, deren EV Landshut derzeit eine leichte Ergebniskrise durchläuft, aber keinesfalls an Qualität verloren hat.























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