In der neuen Folge „Powerplay“ sprechen Thomas Webel und Max Schlötter über das erste Wochenende der Blue Devils unter dem neuen Chefcoach Alan Letang. Spielerisch hätte sein Einstand in Regensburg durchaus schlechter verlaufen können: Beim Oberpfalz-Derby bestimmten die Letang-Devils das Spiel über weite Strecken nach Belieben, ließen aber – einmal mehr – zu viele hochkarätige Chancen ungenutzt, um am Ende tatsächlich drei Punkte aus der Donau-Arena mitzunehmen. Trotzdem: Der Auftritt der gebeutelten Weidener war überzeugend, ein kleiner Trainereffekt durchaus spürbar. Dass die verhältnismäßig kurze Heimreise am Ende nur mit einem Punkt angetreten wurde, lag vor allem an der Chancenverwertung.
Beim Heimspiel gegen Bietigheim am Sonntag war von der Derby-Leistung allerdings nicht mehr allzu viel zu sehen. Nicht mehr ganz so zielstrebig, dafür fehleranfälliger präsentierten sich die Devils gegen die Top-Kontingentspieler der formstarken Steelers um Jack Dugan und Marek Račuk – und hatten am Ende das Nachsehen, auch wenn sich die Weidener zweimal nach Rückstand wieder in die Partie kämpften.
Wie fällt also das Podcast-Fazit zum Einstandswochenende von Alan Letang aus? Der Kanadier macht trotz der beiden Niederlagen einen guten Eindruck, wirkt taktisch versiert und bringt neue Impulse mit. Entscheidend wird sein, ob es ihm gelingt, die Mannschaft rechtzeitig zu stabilisieren, um den schmerzhaften Gang in die Oberliga zu verhindern. In der Runde ist man sich schnell einig: Letang ist ein guter Trainer – vielleicht sogar genau der Richtige für Weiden –, aber eben auch kein Magier.
Vier Spiele vor Ende der DEL2-Hauptrunde rangieren die Devils auf dem vorletzten Tabellenplatz und haben, wenn man ehrlich ist, nur noch eine theoretische Chance auf den direkten Klassenerhalt über Platz zehn. Sieben Punkte trennen die Weidener von den Eispiraten Crimmitschau. Realistisch betrachtet kann es nun vor allem darum gehen, sich für die nervenaufreibenden Playdown-Spiele möglichst günstige Voraussetzungen zu erarbeiten und mit ein oder zwei Erfolgserlebnissen noch einmal Selbstvertrauen zu tanken.
Währenddessen reagiert die Konkurrenz im Tabellenkeller auf die drohende Abstiegsgefahr in einer Weise, auf die man bei den Blue Devils bislang vergeblich wartet: mit Neuzugängen, die den Kader sofort verstärken. Beispiele gibt es genug: Travis Turnbull sammelt an seinem ersten Wochenende in Kaufbeuren direkt sechs Punkte, und auch Ryan Olsen weiß – wenig überraschend – im Trikot des EC Bad Nauheim weiterhin genau, wo das Tor steht. Spieler dieser Güteklasse können im Überlebenskampf einer Playdown-Serie am Ende den Unterschied machen.
In Weiden muss Alan Letang vorerst mit dem arbeiten, was ihm zur Verfügung steht – dass mit diesem Aufgebot trotzdem etwas möglich ist, hat die Mannschaft am Freitag in Regensburg gezeigt. Bleibt die Frage, was der hoffentlich doch ein bisschen zaubernde Alan Letang nach einer kompletten Trainingswoche noch aus dem Team herausholen kann.























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