06.08.2020 - 10:30 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Rückkehrer Sven Kopp hat bei der SpVgg SV Weiden viel vor

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Zurück zum Wasserwerk, zurück in die Heimat: Mit der Verpflichtung von Sven Kopp ist der SpVgg SV Weiden ein Coup gelungen. Den Schwarz-Blauen wird gefallen, wie der Neuzugang seine sportliche Zukunft plant.

Sven Kopp (links) beobachtet zusammen mit SpVgg-SV-Vorsitzenden Michael Kurz das Training. Mit dem Profifußball hat der 25-jährige Defensivspezialist abgeschlossen. Nun will er für seinen alten und neuen Verein SpVgg SV Weiden Gas geben.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Sechs Jahre war Sven Kopp weg von der SpVgg SV Weiden. Eine Zeit, in der sich viel verändert hat beim aktuellen Tabellenzweiten der Landesliga Mitte. Neuer Vorstand, neuer Trainer, neue Spieler. "Einige kenne ich noch", sagt Kopp und meint damit jene Zeit, als er am Weidener Wasserwerk fast alle Nachwuchsteams durchlief. Groß gewachsen und mit einem feinen Gefühl für den Ball ausgestattet, trumpfte der Schlaks unter anderem in der C-Junioren-Bayernliga auf. „Florian Rupprecht zum Beispiel. Oder auch Stefan Graf“, zählt Kopp zwei Kumpels aus früheren Tagen auf. „Mit denen spiele ich jetzt wieder zusammen.“

Vor zehn Tagen absolvierte Kopp sein erstes Training beim Tabellenzweiten der Landesliga Mitte. Abklatschen, nette Worte, das Hallo in der Kabine fiel überaus herzlich aus. "Es ist ein schönes Gefühl, wieder das schwarz-blaue Trikot zu tragen", sagt der 1,98 Meter große Defensivspezialist. "Wieder in Weiden zu spielen, das fühlt sich wie zu Hause an."

So sehr sich der 25-Jährige über die Rückkehr zu seinen Wurzeln auch freut, bereut hat er seinen Abschied im Juli 2014 nicht. Der SSV Jahn Regensburg bot ihm zu jener Zeit sportliche Perspektiven, die es bei der SpVgg SV so nicht gab. "Ich habe beim Jahn viel erlebt. Höhen, aber auch Tiefen", berichtet er über seine Gehversuche als Fußballprofi. Insgesamt 20 Einsätze in der 3. Liga stehen für den aus Waldeck (Kreis Tirschenreuth) stammenden jungen Mann zu Buche. Auf diese Zahl ist er ein klein bisschen stolz: "Diese Spiele kann mir keiner mehr nehmen."

Nach viereinhalb Jahren brach Kopp seine Zelte in der Domstadt ab und wechselte im Januar 2019 zur SpVgg Bayreuth. Beim Regionalligisten wurde er mit offenen Armen begrüßt und avancierte sofort zum Stammspieler. Nach einem halben Jahr erhielt Kopp aber immer weniger Einsatzzeit. Die Gründe für die Nichtberücksichtigung sind ihm heute noch schleierhaft. "Ich weiß nicht, woran es lag. Auf jeden Fall ist der Spaß verlorengegangen. Den Aufwand, nach Bayreuth zu pendeln, war es letztlich nicht mehr wert."

Vertrag ausgelaufen? Auf dem Transfermarkt verfügbar? Diese Chance, den verlorenen Sohn zurück in die SpVgg-SV-Familie zu holen, ließen sich die Weidener Verantwortlichen nicht nehmen. Der Landesligist nahm Kontakt auf, dann ging es schnell. Der Wechsel war im Handumdrehen in trockenen Tüchern. Vielleicht auch, weil Hannes Beer, Sportlicher Leiter der SpVgg SV, dem Umworbenen ein kleines Schmankerl präsentierte. "Ich habe früher in Weiden immer mit der 13 gespielt, danach in Regensburg und Bayreuth auch", erzählt Kopp. "Und jetzt ist die 13 wieder frei."

Sven Kopp kickt auch an der Konsole

Waldeck bei Kemnath

Die gewohnte Rückennummer soll aber nicht der entscheidende Faktor sein, wenn es um sportliche Ziele geht. Der bei Siemens in Kemnath beschäftigte Mechatroniker möchte am Wasserwerk "nicht nur ein halbes Jahr spielen", sondern mithelfen, "den Aufstieg in die Bayernliga zu schaffen, sich dort zu etablieren und etwas aufzubauen. Wenn die beiden Kunstrasenplätze kommen, hat Weiden ein Top-Gelände. So eine Infrastruktur haben nicht viele in Bayern."

Der Mannschaft traut Kopp die Rückkehr in die zweithöchste bayerische Liga in jedem Fall zu. Dass aktuell Spitzenreiter ASV Neumarkt einen Punkt besser steht, will er nicht zu hoch hängen: "Ich kenne die anderen Mannschaften der Landesliga Mitte nicht. Ich weiß aber, dass unser Niveau passt." Er habe in den ersten Trainingstagen einen "sehr guten Eindruck" gewonnen: "Das sind hier alles gute Spieler." Auf welcher Position ihn Coach Andreas Scheler einsetze, sei ihm egal: "Ich kann Innenverteidiger oder im defensiven Mittelfeld spielen. Das muss der Trainer entscheiden."

Zur Person:

Sven Kopp

Sven Kopp ist ein ehemaliger Profifußballer, der nach Stationen beim SSV Jahn Regensburg und bei der SpVgg Bayreuth jetzt wieder bei der SpVgg SV Weiden spielt.

  • Geburtsdatum: 17. Februar 1995
  • Körpergröße: 1,98 Meter
  • Position: Innenverteidiger/defensives Mittelfeld
  • Vereinswechsel

Juli 2014: Von der SpVgg SV Weiden zu Jahn Regensburg. Januar 2019: Von Jahn Regensburg zur SpVgg Bayreuth. Juli 2020: Von der SpVgg Bayreuth zur SpVgg SV Weiden.

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