13.03.2019 - 21:16 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Wer schafft den Sprung in die DEL2?

Am Freitag starten die Play-offs in der Oberliga. 10 der 16 Teams haben die Lizenz beantragt: 5 Vereine verzichten, Tilburg darf nicht aufsteigen.

Symbolbild
von Rudolf Gebert Kontakt Profil

In der Oberliga beginnen am Freitag die Play-offs um den Aufstieg in die DEL2. Doch nur für 10 der 16 Teilnehmer geht es wirklich um den Sprung in die zweithöchste deutsche Spielklasse. Sie haben die Anträge auf die Teilnahme am Lizenzprüfungsverfahren fristgerecht eingereicht und die nötige Bürgschaft hinterlegt. Fünf Vereine haben darauf verzichtet, die Tilburg Trappers aus den Niederlanden dürfen nicht aufsteigen.

Den Antrag haben eingereicht: EV Landshut, EV Regensburg, Starbulls Rosenheim, Selber Wölfe, Hannover Scorpions, Hannover Indians, Moskitos Essen, Saale Bulls Halle, Herner EV und EV Duisburg.

Den Antrag haben nicht eingereicht: EC Peiting, ECDC Memmingen, Blue Devils Weiden, EV Lindau und Rostock Piranhas.

Nachfolgend eine kurze Einschätzung der Duelle im Achtelfinale.

Tilburg Trappers (1. Nord) - EV Lindau (8. Süd)

Der Deutsche Oberliga-Meister von 2016, 2017 und 2018 geht als haushoher Favorit in die Serie. Bester Sturm (256 Tore), beste Abwehr (127 Gegentore) - die Niederländer dominierten im Norden und holten sich mit 16 Punkten Vorsprung den Titel. Für die Lindauer ist der erstmalige Einzug in die Play-offs der größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Das Team vom Bodensee verteidigt gut und verfügt mit David Zabolotny über einen Top-Goalie. Offensiv (nur 115 Tore) waren die Islanders die mit Abstand harmloseste Mannschaft im Süden.

Hannover Scorpions (2. Nord) - Blue Devils Weiden (7. Süd)

Vor einem Vierteljahrhundert gab es dieses Duell schon einmal in den Oberliga-Play-offs. Damals spielten die Scorpions noch als ESC Wedemark und setzten sich im Viertelfinale mit zwei Siegen (5:4, 6:2) durch. Auch diesmal liegt die Favoritenrolle bei den Niedersachsen. Die Blue Devils sehen eine Außenseiterchance. Die können sie allerdings nur nutzen, wenn sie die starke Offensive um die Top-Stürmer Björn Bombis und Patrick Schmid in Schach halten.

Hannover Indians (3. Nord) - Selber Wölfe (6. Süd)

Leichte Vorteile für die Indians: Die Stärke ist das Kollektiv, mit Brent Norris haben die Hannoveraner nur einen Topscorer. Die Wölfe sind in der Defensive anfällig und offensiv sehr stark von der Top-Sturmreihe Ian McDonald, Landon Gare und Eric Gollenbeck abhängig. McDonald ist mit 97 Punkten der Topscorer in der Süd-Staffel. Zum Verhängnis könnte den Niedersachsen die mangelnde Disziplin werden, sie kassierten in der Hauptrunde die meisten Strafzeiten (im Schnitt 16,58 Minuten). Doch Selb (13,02) hat in Sachen Härte auch einiges zu bieten.

Saale Bulls Halle (4. Nord) - ECDC Memmingen (5. Süd)

Dieses Duell scheint ziemlich offen zu sein. Der größere Druck lastet auf den Hallensern. Ein frühes Scheitern wie im Vorjahr als Zweiter gegen den Süd-Siebten EV Regensburg würde für Unruhe sorgen. Mit Spielern wie Tyler Mosienko und Nathan Burns sind die Saale Bulls in der Offensive individuell stark besetzt. Der große Trumpf der Allgäuer ist das frenetische Publikum im heimischen Stadion am "Hühnerberg". Mit Jochen Vollmer haben sie einen Torhüter, der zu den Besten im Süden gehört.

EC Peiting (1. Süd) - Füchse Duisburg (8. Nord)

Alles spricht für das Team von Sebastian Buchwieser, den "Trainer des Jahres" in der Oberliga Süd. Meister Peiting stellt mit Florian Hechenrieder und Brad Miller auch den Torhüter beziehungsweise Verteidiger des Jahres. Zudem verfügt der EC über eine starke Offensive um Ty Morris, Milan Kostourek, Simon Maier oder Anton Saal. Die Duisburger, die in den letzten Jahren nie die hohen Erwartungen erfüllen konnten, schafften heuer mit Ach und Krach den Sprung in die Play-offs. Am Dienstag gewannen sie das dritte Pre-Play-off-Match in Leipzig in der Verlängerung.

EV Landshut (2. Süd) - Rostock Piranhas (7. Nord)

Zwölf Siege am Stück zum Abschluss der Meisterrunde unterstreichen eindrucksvoll die Form der Landshuter. Das Team von Trainer Axel Kammerer hatte im Lauf der Saison immer wieder mit Verletzungssorgen zu kämpfen, doch jetzt ist der Großteil wieder fit. Prunkstück ist die beste Defensive (nur 118 Gegentore) um Top-Goalie Patrick Berger. Die Rostocker, die wie Duisburg den Umweg über die Pre-Play-offs gehen mussten, sind krasser Außenseiter.

EV Regensburg (3. Süd) - Herner EV (6. Nord)

Das Prunkstück der Regensburger ist die Offensive um Nikola Gajovsky, den "Spieler des Jahres" in der Oberliga Süd. Mit 240 Treffern erzielten die Eisbären die mit Abstand meisten Tore. Gajovsky und Richard Divis bilden das punktbeste Kontingent-Duo der Liga. Durch die sehr offensive Spielweise gibt es aber oft Lücken in der Abwehr. Außenseiter Herne ist ausgeglichen besetzt, aber es fehlt ein richtiger Topscorer.

Starbulls Rosenheim (4. Süd) - Moskitos Essen (5. Nord)

Rosenheim will so schnell wie möglich in die DEL2, doch der Saisonverlauf mit Höhen und Tiefen spricht nicht dafür, dass es heuer klappt. Die Starbulls haben die meisten höherklassig erfahrenen Spieler aller Oberligisten im Kader, die Moskitos viele junge Akteure. Interessant wird das Torwart-Duell zwischen Lukas Steinhauer (Starbulls) und Patrik Cerveny, dem "Torhüter des Jahres" in der Oberliga Nord.

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