24.01.2021 - 22:41 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Schwache Defensivarbeit der Blue Devils

Die Weidener laden die Deggendorfer Routiniers um den überragenden Thomas Greilinger zum Toreschießen ein. Die cleveren Niederbayern nehmen die Geschenke an und entführen die drei Punkte. Die Latta-Truppe stürzt auf Rang neun ab.

Die Blue Devils verloren am Sonntag das Heimspiel gegen den Deggendorfer SC mit 4:6. Hier kämpfen Mirko Schreyer (rechts) und der Deggendorfer David Kuchejda um die Scheibe.
von Rudolf Gebert Kontakt Profil

(gb) Acht Gegentore in Peiting, sechs gegen Deggendorf - in Sachen Defensivarbeit offenbarten die Blue Devils am Wochenende eklatante Schwächen. War es am Freitag beim 9:8-Sieg nach Verlängerung mit dem Gewinn von zwei Punkten noch halbwegs gutgegangen, reichte es am Sonntag nicht zu einem Erfolgserlebnis. Die Blue Devils unterlagen dem Deggendorfer SC mit 4:6 (0:2, 2:2, 2:2).

"Unsere Defensivarbeit war am Freitag und heute nicht die beste. 14 Gegentore, das geht gar nicht", sagte Trainer Ken Latta, der nicht nur grobe Fehler monierte, sondern die Stürmer ausdrücklich in seine Kritik einschloss. "Defensivarbeit betrifft die gesamte Mannschaft. Wenn die Stürmer viel zu tief im gegnerischen Drittel stehen, laden wir den Gegner zu Kontern ein."

Der Deggendorfer Coach Henry Thom freute sich über den Sieg: "Ich war schon oft in Weiden, habe aber hier noch nicht viele Siege gefeiert." Der langjährige Trainer der Selber Wölfe lobte seinen Torwart Niklas Deske und die Chancenverwertung seines Teams. "Deske hat in der Weidener Druckphase in den ersten zehn Minuten sehr stark gehalten. Auf der Gegenseite haben wir dann aus vier Chancen die 2:0-Führung gemacht."

Ken Latta setzte auf vier Sturmreihen, um mit hohem Tempo Druck zu machen. Nach dem 0:4 stellte er auf drei Reihen um und beorderte Alec Zawatsky anstelle von Marco Pronath vom vierten in den zweiten Block an die Seite von Edgars Homjakovs und Dennis Palka. Nach zwei Powerplay-Toren durch Tomas Rubes und Barry Noe keimte Hoffnung auf, das Blatt noch wenden zu können. Doch die Deggendorfer Routiniers Thomas Greilinger (39 Jahre), René Röthke (38) und Andrew Schembri (38) sowie der starke Kanadier Chase Schaber drückten dem Match durch ihre individuelle Klasse weiter den Stempel auf. Zu mehr als dem 3:5 durch Dennis Thielsch und dem 4:6 durch Edgars Homjakovs reichte es für die Blue Devils nicht mehr.

Die Niederlage hat den Absturz auf Rang neun zur Folge, wobei drei der vier Konkurrenten auf den Plätzen sechs bis zehn weniger Spiele ausgetragen haben. Um nicht noch weiter abzurutschen, sind am kommenden Wochenende sechs Punkte Pflicht. Am Freitag gastiert der Tabellenelfte EV Füssen in der Hans-Schröpf-Arena, am Sonntag geht's zu Schlusslicht HC Landsberg.

Blue Devils Weiden - Deggendorfer SC 4:6 (0:2, 2:2, 2:2)

Blue Devils Weiden: Endres – Müller, Herbst, Schusser, Jakob, Noe, Schreyer, Enk – Thielsch, Rubes, Heinisch, Pronath, Homjakovs, Palka, Schmidt, Kirchberger, Habermann, Siller, Arlt, Zawatsky

Deggendorfer SC: Deske – Grossrubatscher, Pfänder, Gawlik, Ostwald, Wolfgramm, Wiederer, Maul, Nijenhuis – Röthke, Gollenbeck, Schembri, Greilinger, Schaber, Seidl, Kuchejda, Kumeliauskas, Schroepfer, Janzen, Brunner, Limböck

Tore: 0:1 (12.) Schaber (Greilinger, Seidl), 0:2 (15.) Schembri (Röthke, Gollenbeck), 0:3 (22.) Seidl (Greilinger), 0:4 (25.) Greilinger (Schaber, Ostwald), 1:4 (33.) Rubes (Thielsch), 2:4 (37.) Noe (Homjakovs, Zawatsky), 2:5 (48.) Greilinger (Schaber, Seidl), 3:5 (50.) Thielsch (Herbst, Rubes), 3:6 (52.) Röthke (Schaber, Gawlik), 4:6 (58.) Homjakovs (Rubes, Herbst)

Schiedsrichter: Sicorschi – Strafminuten: Weiden 6, Deggendorf 14

Blue Devils gewinnen in Peiting nach Verlängerung

Weiden in der Oberpfalz

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.