19.09.2019 - 12:26 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Schwere Aufgaben für Weiden und Luhe-Wildenau

Für die Kegler des SC Luhe-Wildenau steht die Zweitligaheimpremiere an. Der SKC Weiden muss auswärts ran. Es sind zwar keine leichten Begegnungen, aber chancenlos sind die Oberpfälzer trotzdem nicht.

Auch der SC Luhe-Wildenau geht optimistisch in sein erstes Zweitligaheimspiel.
von Norbert DietlProfil

Der SKC Weiden in Erlangen, der SC Luhe-Wildenau daheim gegen Bamberg II, so lauten aus lokaler Sicht die Begegnungen des zweiten Spieltages der 2. Keglerbundesliga Nord/Mitte. Gespielt wird überall am Samstag ab 13 Uhr.

Schon beim Saisonstart am vergangenen Samstag hat sich gezeigt, wie rau der Wind in der 2. Keglerbundesliga heuer bläst. Der SC Luhe-Wildenau war ohnehin nur mit krassen Außenseiterchancen zum Vorjahresdritten und diesjährigem Meisterschaftsanwärter Nummer eins TSG Kaiserslautern gefahren. So bitter die 2:6-Niederlage bei einer Differenz von 196 Kegelpunkten auch aussehen mag, der Aufsteiger aus Oberwildenau sollte sich davon nicht aus der Bahn werfen lassen. Was die SC’ler auf gegnerischen Bahnen geboten haben, kann sich nämlich durchaus sehen lassen. Da spielte ein Manuel Kessler mit 662 Holz eine persönliche Bestleistung und war damit auch noch bester Auswärtskegler des ersten Zweitligaspieltages. Dass Jiri Vicha 629 Holz und Patrick Fickenscher 603 Holz nachlegten, rundet den Auftritt der Oberwildenauer in Kaiserslautern ab. Da bei Daniel Wutz (539), Claus Rösch (537) und vor allem Ivan Bosko (516) zweifelsohne noch reichlich Luft nach oben vorhanden ist, muss man dem Heimspiel gegen Victoria Bamberg II keineswegs pessimistisch entgegensehen.

Die im letzten Vorbereitungsspiel gegen den Bezirksoberligisten Bindlach gespielten 3553 Holz deuten zudem an, dass die Bahnen im „Michael-Höhbauer-Stadion“ auch in der 2. Bundesliga eine nur schwer einzunehmende Festung werden sollten. Der aktuell bestehende Bahnrekord (3538 im März 2018 gegen Lorsch) soll in dieser Saison auf jeden Fall geknackt werden. Bamberg wäre da auch der passende Gegner, denn die Erstligareserve aus der Domstadt scheint dem SC zu liegen. Beim einjährigen Zweitligagastspiel des SC in der Saison 2017/2018 kassierte man in Bamberg mit 3:5 eine knappe Niederlage und gewann das Rückspiel auf eigener Bahn mit 6:2 bei 3425:3196 Holz. Die Gäste aus Oberfranken setzten den Saisonstart auf eigener Bahn gegen Großbardorf mit 3:5 und 3596:3608 Holz in den Sand.

Im Aufeinandertreffen der zwei Verlierer des ersten Spieltages geht es also schon darum, nicht gleich den Anschluss zu verlieren. Personell ändert sich beim SC nichts. Jiri Vicha, Ivan Bosko, Patrick Fickenscher, Daniel Wutz, Manuel Kessler, Gert Erben, Michael Grünwald und Manuel Ottorepetz sind aufgeboten.

Der SKC Gut Holz SpVgg Weiden hat zum Auftakt sein Heimspiel gegen den Aufsteiger Old School Kaiserslautern mit nur einem Holz Vorsprung gewonnen. Wichtig waren die zwei Punkte, die man durch den Sieg verbucht hat, denn das gespielte Heimergebnis war nicht nur für Weidener Verhältnisse alles andere als berauschend. Mit 3462 Holz schloss man nahtlos an die eher dürftigen Ergebnisse zum Ende der vergangenen Zweitligasaison an. Dass man es besser kann, das hat man im Januar beim Sieg über Bamberg II mit deutlich über 3600 Holz bewiesen.

Heitzer & Co. sind jetzt in Erlangen gefordert. Der Vorjahresfünfte war mit einem 6:2-Auswärtssieg beim ESV Schweinfurt gestartet und ist sicher ein ernsthafter Mitbewerber um einen Platz unter den ersten Vier in der Tabelle, denn ab Rang fünf wird man wohl der Neugliederung der Ligen zum Opfer fallen und absteigen müssen. Beim Auswärtssieg des FSV Erlangen-Bruck hat mit Michael Bucko ein Akteur die 600er Schallmauer durchbrochen und mit Lukas Biemüller, Robin Straßberger und Radek Dvorak drei weitere Spieler dicht an die 600er Grenze herangespielt. Nachdem es bei früheren Vergleichen aus Weidener Sicht nicht allzu gut ausgesehen hat, wurde im vorigen Jahr der Schalter umgelegt. In beiden Zweitligaspielen gegen den FSV Erlangen-Bruck gingen die Punkte an die Oberpfälzer.

Auch wenn die Universitätsstädter mit dem Schwung des Auftaktsieges in Schweinfurt an die Aufgabe gegen Weiden herangehen werden, chancenlos sind die Gäste von der Naab auf keinen Fall. Neuzugang Marco Maier hat sich mit 619 Holz gegen Kaiserslautern nahtlos in das Team integriert. Und dass sich Manuel Donhauser, der im Vorjahr in Erlangen 645 Holz gespielt, auf den Bahnen an der Tennenloher Straße ausgesprochen wohl fühlt, versteht sich von selbst. Neben der Stammformation mit David Junek, Manuel Donhauser, Thomas Schmidt, Marco Maier, Dennis Greupner und Stefan Heitzer stehen diesmal Helmut Böllath und Tobias Lobinger als Ersatzspieler Gewehr bei Fuß.

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