14.11.2019 - 12:26 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Schwere Aufgaben für Zweitligakegler

SKC GH Weiden tritt in Schweinfurt an, der SC Luhe-Wildenau reist nach Liedolsheim.

von Norbert DietlProfil

Am vorletzten Hinrundenspieltag der 2. Kegler-Bundesliga Nord/Mitte stehen für den SKC GH SpVgg Weiden und den SC Luhe-Wildenau ganz wichtige Spiele auf dem Programm. Weiden muss nach Schweinfurt und würde im Falle einer Niederlage ins Niemandsland der Tabelle durchgereicht werden. Luhe-Wildenau darf beim Mitaufsteiger in Liedolsheim, immerhin Tabellenzweiter, keinesfalls verlieren, sonst wird man vom Tabellenende wohl kaum noch wegkommen.

Durch die völlig unnötige Heimniederlage gegen Victoria Bamberg II hat der Weiden wertvollen Boden verloren und ist in der Tabelle auf Rang fünf zurückgefallen. Jetzt geht es zum Tabellenvorletzten nach Schweinfurt, eine nur auf den ersten Blick leicht lösbare Aufgabe. Die Unterfranken taten sich bislang recht schwer und fuhren erst am letzten Samstag den ersten Saisonsieg ein. Dass man als Tabellenschlusslicht dem Spitzenreiter Liedolsheim zwei Punkte abknöpfte, hat bei den Schweinfurtern aber für jede Menge Selbstvertrauen gesorgt. Jetzt noch ein Sieg über Weiden und der ESV darf wieder vom Klassenerhalt träumen.

Mit den Gästen aus der Oberpfalz kommt ein Team, das Schweinfurt zu liegen scheint. Seit vier Jahren kreuzt man in der 2. Bundesliga die Klingen und noch nie konnte Weiden in Schweinfurt etwas „reißen“. Dreimal 6:2 und einmal sogar 7:1 musste der SKC Gut Holz geschlagen die Heimreise antreten. „Wir wollen unsere Negativserie gegen Schweinfurt endlich stoppen“, so Weidens sportlicher Leiter Stefan Heitzer. In die Tat umsetzen wird man dieses Vorhaben aber nur, wenn man sich im Vergleich zum letzten Wochenende deutlich steigert. Da Markus Schanderl nach langer Verletzungspause gegen Bamberg erstmals wieder eingesetzt werden konnte und so das Team mit Dennis Greupner, Manuel Donhauser, Marco Maier, Thomas Schmidt, Stefan Heitzer und David Junek wieder komplett ist, eröffnen sich für Weiden in personeller Hinsicht neue Möglichkeiten.

Beim Mitaufsteiger KV Liedolsheim ist der SC Luhe-Wildenau zu Gast. „Wir fahren nicht 350 Kilometer quer durch Deutschland, um uns dann vorführen zu lassen“, sagt Michael Grünwald. Bei den Liedolsheimern scheint der Anfangsschwung zuletzt etwas verloren gegangen zu sein. So musste man sich daheim Großbardorf mit 2:6 beugen, wobei allerdings der TSV mit 3611 Holz auf der Plattenbahnanlage „Am Reutackerweg“ ein absolutes Spitzenergebnis ablieferte. Für den SC ist der KV Liedolsheim alles andere als ein unbeschriebenes Blatt. 2017 und 2019 traf man jeweils in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga aufeinander, wobei sich die Oberpfälzer stets klar durchsetzen konnten. In der Zweitligasaison 2017/18 gab es dann aber nichts zu erben. Nach dem gemeinsamen Wiederaufstieg läuft es bislang für den KV deutlich besser als für den Sportclub.

Von der Papierform her verfügt Liedolsheim über deutlich bessere Aktien. Neben dem Deutschen Meister des Jahres 2013 und Mitglied im „Club der 700er“, Stefan Seitz, können vier weitere Teammitglieder einen Heimschnitt jenseits der 600-er-Grenze vorweisen. Nicht nur wegen des Desasters von Großbardorf sind Manuel Kessler, Michael Grünwald, Jiri Vicha, Patrick Fickenscher, Ivan Bosko, Daniel Wutz, Gert Erben und Manuel Ottorepetz unter Zugzwang. Eine Niederlage im letzten Auswärtsspiel der Hinrunde würde die eigenen Chancen auf den Klassenerhalt deutlich schwinden lassen.

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