31.01.2020 - 23:50 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Sieg gegen den nächsten Favoriten

Nach dem Tabellenzweiten Deggendorf bezwingen die Blue Devils auch den Dritten Rosenheim. Die Weidener machen einen Platz gut, liegen aber weiter drei Punkte hinter dem letzten Play-off-Rang. Am Sonntag steht eine wichtige Partie an.

Die Blue Devils besiegten am Freitag die Starbulls Rosenheim verdient mit 5:2. Hier klärt der starke Weidener Keeper Daniel Filimonow gegen den frei vor ihm auftauchenden Joshua Mitchell.
von Rudolf Gebert Kontakt Profil

Die Blue Devils stecken am Freitag einen Fehlstart - Rückstand nach 26 Sekunden - weg und holen am Ende dank einer kämpferisch überzeugenden Leistung drei wichtige Punkte. Fünf Tage nach dem 4:3 gegen den Deggendorfer SC besiegen die Weidener mit den Starbulls Rosenheim den nächsten Favoriten. Der 5:2 (1:1, 2:1, 2:0)-Erfolg der Mannschaft von Trainer Ken Latta war verdient. Neuzugang Filip Hadamczik feierte einen guten Einstand.

"Unser Start war nicht der Beste, aber die Mannschaft hat nach dem frühen Gegentor weitergekämpft. Wir haben heute unsere Chancen genutzt und vor allem unser Unterzahlspiel war sehr gut", freute sich Ken Latta. Sein Kollege John Sicinski sprach von einem Traumstart seines Teams. "In den ersten zehn Minuten hatten wir alles im Griff, doch danach sind wir in unser altes Auswärtsmuster gefallen und haben viele billige Gegentore kassiert." Diese Aussage wollte Ken Latta so nicht stehen lassen: "Das waren keine billigen, sondern verdiente Tore."

Starkes Spiel von Bitomsky

Die Blue Devils verpennten den Start und lagen nach 26 Sekunden durch den Treffer des völlig freistehenden Fabian Zick zurück. Das Gegentor zeigte Wirkung und die Oberbayern hätten in der Folgezeit erhöhen können. Erst so nach elf, zwölf Minuten kamen die Blue Devils besser in die Partie und zu ersten Möglichkeiten. Den Ausgleich markierte Jakub Bitomsky, der sein bisher bestes Spiel ablieferte, per Direktschuss. Martin Heinisch hatte die perfekte Vorarbeit geleistet.

Im zweiten Abschnitt erwischten die Gastgeber einen Blitzstart. Nach 55 Sekunden gewann Tomas Rubes das Bully, Martin Heinisch zog ab und es stand 2:1. Rosenheim drängte danach auf den Ausgleich und profitierte in dieser Phase auch von einigen umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen. Doch in Unterzahl spielten die Blue Devils bärenstark und konnten sich zudem auf Goalie Daniel Filimonow verlassen. Die Weidener überstanden drei Situationen in numerischer Unterlegenheit, auf der Gegenseite nutzten sie ihr einziges Powerplay der gesamten Partie zum 3:1 - Torschütze war Barry Noe (31.). Rosenheim verkürzte durch Felix Linden auf 2:3 (32.), doch das war's für die Gäste an diesem Abend.

Die Blue Devils kontrollierten im Schlussabschnitt das Geschehen, ließen hinten wenig zu und nutzten vorne ihre Chancen. Herbert Geisberger (46.) und Tomas Rubes (48.) machten alles klar. "Weiden hat uns keine Chance mehr gelassen, das Spiel zu drehen", sagte Gästecoach John Sicinski. "Weiden war die bessere Mannschaft und hat verdient gewonnen."

Am Sonntag in Peiting

Die Blue Devils haben den EV Lindau (10./50) überholt und sind jetzt mit 51 Punkten Neunter. Auf dem letzten Play-off-Platz bleiben die Selber Wölfe (8./54), die in Deggendorf überraschend mit 7:3 gewannen. Am Sonntag treten die Weidener beim EC Peiting (7./57) an. "In Peiting müssen drei Punkte her, um näher an die Play-off-Plätze heranzukommen", sagte Ken Latta.

Blue Devils Weiden - Starbulls Rosenheim 5:2 (1:1, 2:1, 2:0)

Blue Devils Weiden: Filimonow – Schusser, Klein, Herbst, Noe, Schreyer, Bäumler, Hadamczik – Heinisch, Rubes, Bitomsky, Geisberger, Knotek, Pronath, Habermann, Kirchberger, Wolf, Maschke

Starbulls Rosenheim: Endres – Draxinger, Heidenreich, Vollmayer, Bergmann, Linden, Reiter – Zick, Baindl, Höller, Slezak, Daxlberger, Mitchell, Bucheli, Stanik, Litesov

Tore: 0:1 (1.) Zick (Höller, Baindl), 1:1 (17.) Bitomsky (Heinisch, Klein), 2:1 (21.) Heinisch (Rubes), 3:1 (31.) Noe (Herbst, Geisberger), 3:2 (32.) Linden (Bucheli, Stanik), 4:2 (46.) Geisberger (Knotek), 5:2 (48.) Rubes (Bitomsky) – Schiedsrichter: Flad – Zuschauer: 1007 – Strafminuten: Weiden 8, Rosenheim 2

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