Am Samstag beginnt für die U20 des 1. EV Weiden mit dem Heimspiel gegen den Schwenninger ERC die Saison in der DNL 3 Division Süd. Ein wichtiger Spieler wird dabei fehlen: Adrian Klein. Der talentierte Verteidiger leistete sich im letzten Testspiel einen Fauxpas und handelte sich eine Matchstrafe ein. Über das Strafmaß entscheidet in den nächsten Tagen die Disziplinarkommission des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB). Fakt ist: Bis zum Ablauf der Sperre muss der 15-Jährige in drei Teams aussetzen - U17, U20 und erste Mannschaft. Was war passiert? Im Vorbereitungsspiel gegen den ESC Chemnitz (DNL 3 Nord) lief beim Stand von 4:4 die Verlängerung. In der mit drei gegen drei Mann gespielten "Overtime" spielte Adrian Klein mit allen Katz und Maus und erzielte den Siegtreffer. "Leider ließ er sich zu einem etwas unflätigen Jubel hinreißen, in Richtung der Chemnitzer Bank", wird auf der Facebookseite der Young Blue Devils die Aktion beschrieben, die Schiedsrichter Wittmann mit einer Matchstrafe ahndete. "Das war eine Kurzschlussreaktion, aus der Emotion heraus, für diesen Spieler eigentlich völlig untypisch", erklärten Trainer Sascha Grögor und Nachwuchsleiter Jens Maschke übereinstimmend.
Klein selbst ist sein Aussetzer schnell bewusst geworden. Der U16-Nationalspieler entschuldigte sich nach dem Match bei den Gegnern und beim Schiedsrichter, was aber an der "erzieherischen Maßnahme" in Form einer Sperre nichts ändern wird. Bei einer "obszönen Geste" gebe es keinen Spielraum, betonte Grögor und auch Maschke stellte klar: "Die Regel ist so und der Schiedsrichter hat dementsprechend richtig entschieden." Beide dulden das Fehlverhalten nicht und stehen hinter der Entscheidung des Referees. "Wir stehen aber auch hinter dem Spieler und sind überzeugt, dass es ein einmaliger Ausrutscher war. Er bereut es zutiefst. Er muss die Strafe akzeptieren und daraus lernen." Als Zuschauer war auch Franz Vodermeier, Geschäftsführer der Blue-Devils-Spielbetriebs-GmbH, im Stadion. "Das war kein lockeres Vorbereitungsspiel, sondern eine sehr temporeiche und körperbetonte Partie. Da kommen schon Emotionen auf. Adrian Klein sind die Sicherungen durchgebrannt, die Aktion war aber natürlich völlig überflüssig." "Wenn es so war, ist es nicht in Ordnung. Aber ich kann es nicht beurteilen, weil ich es nicht gesehen habe", sagte Ken Latta. Der Chefcoach der Blue Devils wollte beim Training am Dienstagabend mit Adrian Klein über den Vorfall sprechen.













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