03.11.2021 - 11:09 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

SpVgg-SV-Kapitän Stefan Graf: Hart arbeiten und demütig sein

Ausgleich in letzter Minute, Erfolgsserie verteidigt: Für Landesligist SpVgg SV Weiden fühlte sich das Remis bei Fortuna Regensburg wie ein Sieg an. Wieso die Meisterschaft noch nicht das große Thema ist, erklärt Kapitän Stefan Graf.

Kapitän Stefan Graf (Mitte) schlägt im Schlagerspiel bei Fortuna Regensburg einen weiten Ball in die Spitze: Trotz des Punktgewinns beim hartnäckigsten Verfolger und eines Vorsprungs von acht Punkten ist die Meisterschaft noch nicht das ganz große Thema bei der SpVgg SV Weiden.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

ONETZ: Herr Graf, Ihr Trainer Andreas Scheler hat nach dem Unentschieden im Spitzenspiel bei Verfolger Fortuna Regensburg zum wiederholten Mal die Mentalität der Mannschaft gelobt. War das Aufbäumen nach 0:2-Rückstand ein schlagender Beweis für die Willenskraft der Spieler?

Stefan Graf: Ja, ich denke schon. Wir haben in der laufenden Saison schon öfters bewiesen, dass wir auch in einer späten Spielphase dem Gegner den entscheidenden Schlag versetzen können. Das hat am Sonntag in Regensburg wieder so geklappt. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Einstellung in der Mannschaft stimmt. Jeder von uns ist bis zum Schlusspfiff voll bei der Sache und glaubt an den Erfolg.

ONETZ: Hat die Mannschaft für dieses Zuschlagen in den finalen Minuten und die beeindruckende Serie von 18 Spielen ohne Niederlage ein Erfolgsgeheimnis? Irgendeinen Kniff muss es doch da geben ...

Stefan Graf: Wenn es im Fußball dafür ein Erfolgsrezept geben würde, wäre das schön. Natürlich verfügen wir über jede Menge individuelle Klasse. Mal macht wie am Sonntag Joe (Anm. d. Red: Josef Rodler) das entscheidende Tor, dann wieder sind es Buschi (Anm. d. Red.: Michael Busch) oder ich, die in der Schlussphase treffen. Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir über viele Spieler verfügen, die ein Spiel noch drehen können. Letztlich ist es aber die Gesamtleistung der Mannschaft, die uns in die Lage versetzt, auch in der Nachspielzeit eine Aktion erfolgreich abzuschließen.

ONETZ: Torjäger Nico Argauer fehlte in Regensburg krankheitsbedingt, auch Sturmkollege Nikola Vasilic musste berufsbedingt passen. Die Konkurrenz staunt, dass die SpVgg SV solche herben Ausfälle in der Offensive klaglos wegsteckt ...

Stefan Graf: Es zeichnet unseren Kader aus, dass wir viele torgefährliche Spieler haben. Dadurch können wir es auch mal kompensieren, wenn so wichtige Leute wie Nico und Nikola ausfallen. Unterm Strich ist es aber so, dass auf die gesamte Saison betrachtet jeder Spieler dringend benötigt wird.

ONETZ: Ein Wort zu Josef Rodler: Zwei Tore im Spitzenspiel – kaltschnäuziger geht es nicht, oder?

Stefan Graf: Gerade wegen solcher Tore ist Joe seit Jahren für uns sehr wichtig. Es ist immer gut, wenn man so einen Stürmer in seinen Reihen hat. Joe hat nicht nur Qualitäten als Torjäger, er motiviert und feuert seine Mitspieler an. An ihm können sich auch die jüngeren Spieler orientieren.

ONETZ: Am Freitag gastiert mit der SpVgg Lam eine Mannschaft im Sparda-Bank-Stadion, die einen Relegationsplatz im Tabellenkeller belegt. Wie schwierig ist es, von einem Spitzenspiel auf so eine Partie umzuschalten?

Stefan Graf: Das haben wir, glaube ich, gut im Griff. Wir wissen, wie unangenehm die SpVgg Lam zu bespielen ist. Im Hinspiel haben wir uns echt schwer getan. Ich glaube nicht, dass wir Schwierigkeiten haben uns zu motivieren. Die Mannschaft hat viel Positives aus Regensburg mitgenommen und möchte nun drei Punkte nachlegen.

ONETZ: Der Vorsprung auf Fortuna Regensburg beträgt weiterhin satte acht Punkte. Wann wird am Wasserwerk der Sekt für die Meisterschaftsfeier zumindest kaltgestellt?

Stefan Graf: Daran denken wir nicht, das wäre viel zu früh. Es kann sehr schnell gehen, dass ein Acht-Punkte-Vorsprung verspielt ist. Da müssen wir aufpassen und demütig sein. Wir wollen weiter hart arbeiten und bestmöglich unsere Leistung abrufen. Wenn das weiterhin gelingt, können wir positiv in in die Zukunft schauen, um auch am Ende ganz oben in der Tabelle zu stehen.

SpVgg SV Weiden wendet die erste Saisonniederlage ab

Weiden in der Oberpfalz
Info:

Zwischenbilanz der SpVgg SV Weiden

  • 18 Spiele: 1. Platz mit 16 Siegen und 2 Unentschieden/50 Punkte
  • 47:12 Tore: Bester Angriff und beste Abwehr im 18er-Feld der Landesliga Mitte
  • Spiele bis zur Winterpause: Freitag, 5.11., 19 Uhr: SpVgg Lam (H); Freitag, 12.11., 19 Uhr: TSV Bad Abbach (H); Samstag, 20.11., 14 Uhr: FC Tegernheim (A); Samstag, 27.11., 17 Uhr: SpVgg Osterhofen (H)

 

 

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