SpVgg SV Weiden holt drei neue Spieler

Weiden in der Oberpfalz
25.07.2022 - 20:30 Uhr

Bayernliga-Aufsteiger SpVgg SV Weiden muss im Kader nachjustieren: Es kommen ein Mann mit Erstliga-Erfahrung in Tschechien, ein Talent aus der Regionalliga sowie ein Spieler, dessen Vater sich in der Region schon einen Namen gemacht hat.

Fußball-Bayernligist SpVgg SV Weiden stellte am Montagabend drei weitere Neuzugänge vor: Martin Ruda, David Bezdicka und Samuel Höng verstärken künftig den Aufsteiger.

Die SpVgg SV Weiden hat auf die Verletzungsprobleme, den kurzfristigen Abgang von Fabian Helleder zur DJK Ammerthal sowie den verkorksten Saisonstart mit drei Niederlagen aus den ersten drei Spielen reagiert und ist noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv geworden. Sportlicher Leiter Rüdiger Hügel und Trainer Rüdiger Fuhrmann präsentierten am Montagabend gleich ein Trio an neuen Spielern.

  • Martin Ruda

Der 21-jährige Tscheche kommt vom SK Rakovnik aus der dritten Liga im Nachbarland. "Martin ist defensiv flexibel einsetzbar, kann sowohl in der Abwehr und im Mittelfeld alle Positionen im Zentrum bekleiden", beschrieb Hügel den jungen Spieler, der aus Tachov stammt und bei Viktoria Pilsen sowie in St. Pölten (Österreich) ausgebildet wurde. In der Region kein Unbekannter ist Rudas Vater, der ebenfalls Martin heißt, und bereits für die SpVgg Vohenstrauß, den FC Dießfurt und den SC Eschenbach die Fußballschuhe schnürte.

  • David Bezdicka

Der 26-jährige Offensiv-Allrounder kommt ebenfalls aus Tschechien zur SpVgg SV Weiden. Zuletzt war er für Viktoria Zizkov (ein Verein aus Prag) in der zweiten tschechischen Liga aktiv. Ausgebildet wurde Bezdicka bei Slavia und Dukla Prag, während einer Leihe zum FK Teplice sammelte der Linksfuß bereits 13 Einsätze in der ersten Liga im Nachbarland. "Gerade in Sachen Torgefahr erhoffen wir uns von David einen richtigen Schub für unsere Truppe", charakterisierte Hügel den Neuzugang.

  • Samuel Höng

Der 19-Jährige stand zuletzt im Kader des Regionalligisten SV Wacker Burghausen. Seine Ausbildung genoss der Niederbayer in Deggendorf, bei der SpVgg Greuther Fürth sowie beim SSV Jahn Regensburg. "Samuel ist ein Perspektivspieler, der auf der linken Seite sowohl defensiv als auch offensiv eingesetzt werden kann", sagte Hügel.

Bereits am Freitag hatte der Tabellenletzte der Bayernliga Nord Ole Meißner aus der Oberliga Sachsen verpflichtet. Und wie der 19-Jährige wird auch das neue Trio künftig auf Vermittlung des Vereins in der Region arbeiten.

Jonczy und Graf fehlen länger

Diese Nachjustierungen sind zum einen dem Verletzungspech geschuldet, das den Weidenern gerade widerfährt. Kapitän Stefan Graf fällt wegen eines Trümmerbruchs im Finger für vier bis sechs Wochen aus, ebenso lang wird Stürmer Michael Jonczy wegen eines Muskelfaserrisses pausieren müssen. Johannes Rodler hat sich eine Schulterverletzung zugezogen, und Moritz Zeitler plagen immer wieder muskuläre Probleme.

Zu allem Überfluss verabschiedet sich der bislang überzeugende Paul Weidhas im August für vier Wochen in den Kanada-Urlaub. "Da mussten wir einfach reagieren, auch wenn es zum jetzigen Zeitpunkt, wenn fast alle Teams ihre Kaderplanungen bereits abgeschlossen haben, um einiges schwieriger ist", gewährte Hügel einen Einblick in das Transfergeschehen.

Zwei ganz junge Hoffnungsträger

Zum anderen räumte der neue Sportliche Leiter ein, dass es derzeit so viel an Aufgaben sind, da die Planungen zum Zeitpunkt der Übernahme "alles andere als bayernligatauglich" gewesen sind. Große Stücke halten Fuhrmann und Hügel auch auf die beiden Nachwuchskräfte aus dem eigenen NLZ, Stefan Pühler (16) und Tobias Gerber (17), die ab 1. August mit einer Sondergenehmigung spielberechtigt sein werden.

Dies soll allerdings nicht heißen, dass sich auf der Zugangsseite bis zum Transferschluss am 31. August nichts mehr tun wird. "Wir werden natürlich weiterhin Augen und Ohren offen halten", sagte Fuhrmann. Ob das neue Quartett bereits am Freitagabend im Heimspiel gegen den Regionalliga-Absteiger SC Eltersdorf mitwirken kann, hängt davon ab, wie schnell die Passformalitäten abgewickelt werden können.

Somit bleibt es für die neue Sportliche Leitung am Wasserwerk bei der "Operation am offenen Herzen": Die Positionen im Kader dem Niveau der neuen Liga anpassen, aber gleichzeitig auch langsam Punkte sammeln, damit der Rückstand nicht zu früh zu groß wird. "Das ist jetzt unsere Aufgabe, doch ich warne davor, von den neuen Spielern auf Anhieb Wunderdinge zu erwarten", hob Fuhrmann mahnend den Zeigefinger.

 
 

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