21.10.2019 - 16:22 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

SpVgg SV Weiden II: Das Trainerduo bleibt an Bord

Der Bezirksligaaufsteiger SpVgg SV Weiden II stolpert von einer Pleite in die nächste. Nun spricht der Vorsitzende den Trainern Michael Riester und Marco Lorenz das Vertrauen aus.

Michael Riester (links) und Marco Lorenz (Zweiter von rechts) geben nicht auf und wollen ihre Mannschaft wieder aus der Krise führen.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Dem erneuten Debakel folgt ein klarer Vertrauensbeweis: Nur einen Tag nach der 1:7-Katastrophe der SpVgg SV Weiden II gegen den FC Amberg stärkte der Vorsitzende seinem Bezirksliga-Trainerduo den Rücken. "Was zwei Jahre lang und bis vor wenigen Wochen gut war, kann nicht urplötzlich schlecht sein. An Michael Riester und Marco Lorenz liegt es definitiv nicht, dass es aktuell nicht läuft", sagte Michael Kurz am Montag. Eine Trennung sei kein Thema, betonte der SpVgg-SV-Boss: "Wir wollen die Saison definitiv mit beiden durchziehen. Sie haben unser hundertprozentiges Vertrauen, das wissen sie."

Eine Ansage, die längst nicht selbstverständlich ist. Denn die Bilanz der SpVgg SV Weiden II der letzten Wochen ist mit sieben Niederlagen und lediglich einem Remis gruselig. Dabei hatten die Schwarz-Blauen nach einem Traumstart zwischenzeitlich sogar die Tabellenführung inne. Dem steilen Aufstieg folgte aber der jähe Absturz mit sage und schreibe 25 Gegentoren in den letzten vier Partien. "Du kannst im Fußball nicht nur Höhen haben", weiß Riester aus langjähriger Erfahrung. "Man muss auch lernen, mit Tiefen umzugehen." In einer solchen Krisensituation die Flinte ins Korn zu werfen, komme aber nicht infrage. Weder für ihn, noch für Marco Lorenz: "Die Reise kann so nicht enden. Marco und ich machen natürlich weiter. Wir waren schon immer Teamplayer und Kämpfer." Klar ist allerdings: Auch die Mannschaft muss kämpfen, sonst werden sich Horrorergebnisse wie jüngst das 2:6 gegen den SC Luhe-Wildenau oder das 2:8 beim SV Schwarzhofen womöglich wiederholen.

Beim 1:7-Fiasko gegen den FC Amberg war der Vorsitzende selbst Augenzeuge. "Wir haben gar nicht schlecht begonnen und 1:0 geführt", schildert Kurz seine Eindrücke. Nach einem Doppelschlag der Gäste zum 1:2 sei die Mannschaft aber völlig auseinander gebrochen. "Da haben alle die Köpfe hängengelassen. Es war wie eine Blockade." Ein Eindruck, den Riester bestätigt: "Wir haben uns zuletzt dreimal abschlachten lassen. Nach Gegentoren sind wir in Einzelteile zerfallen. Das hatte natürlich mit der Psyche zu tun."

Die Schockstarre des Gegners nutzte am Sonntag auch der FC Amberg. Nach dem Wechsel watschten die Vilsstädter die Wasserwerkelf regelrecht ab, am Ende hätten die Weidener auch zweistellig untergehen können. "Die Spieler müssen schon wissen, was sie dem Verein mit solchen Ergebnissen antun", tadelte Kurz. "Man kann verlieren, aber nicht so." Die Qualität der Spieler, so der Vorsitzende, sei aber nicht das Problem. "Wenn ich mir den Kader ansehe, müssten wir unter den ersten Vier oder Fünf stehen."

Zu einer solchen Platzierung wird es zu Saisonende jedoch kaum reichen. "Es geht für uns um den Klassenerhalt. Um nichts anderes", stellte Riester klar. Auch wenn derzeit wichtige Spieler ("unsere jungen Wilden") verletzungsbedingt fehlen, glaubt der 37-Jährige an das Potenzial und den Charakter der Mannschaft. "Wir werden zusammen aus der Krise rauskommen", verspricht er. Ob Michael Heisig dabei mithilft, ist offen. Der zu Saisonbeginn vom SV Etzenricht gekommene Torwart hat intern seinen Weggang angekündigt. "Ich werde nochmal mit ihm telefonieren", sagte Kurz.

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