03.05.2022 - 21:37 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

SpVgg SV Weiden wieder in der "Pole Position"

Mit einem Rumpfkader und Bezirksliga-Spielern macht die SpVgg SV Weiden einen großen Schritt Richtung Titel in der Landesliga Mitte und Aufstieg in die Bayernliga. Beim Tabellenvierten entscheidet ein Offensivduo die Partie.

Nikola Vasilic (rechts) war gemeinsam mit seinem Offensivpartner Erol Özbay beim 2:0-Sieg der SpVgg SV Weiden beim SV Seebach kaum zu stoppen.
von Sebastian SchellProfil

Mit dem dritten Auswärtssieg binnen einer Woche stellt die SpVgg SV Weiden die Weichen Richtung Landesliga-Meisterschaft. Mit einem 2:0-Sieg beim TSV Seebach überholt die SpVgg SV (79) den SV Fortuna Regensburg (77) in der nun begradigten Tabelle. Mit sieben Punkten aus den letzten drei Spielen kann der Titel endgültig eingetütet werden. „Wir sind heute alle zusammengerückt und haben uns das erkämpft. Es war ein verdienter Auswärtssieg, der angesichts der personellen Situation alles andere als selbstverständlich war“, zeigte sich SpVgg-SV-Trainer Andreas Scheler nach Abpfiff stolz auf sein Team.

Scheler musste kurzfristig neben den Langzeitverletzten und dem gesperrten Konstatin Keilholz auch auf die angeschlagenen Chousein Chousein, Nico Argauer, Felix Behnke, Sven Kopp und Benjamin Werner verzichten. Mit Tobias Bernkopf, Florian Reich und Paul Weidhas waren zusätzlich drei Akteure aus der Bezirksliga-Mannschaft mitgereist, um überhaupt ein 15-Mann starkes Aufgebot zu stellen.

Der 23-jährige Weidhas gab sogar sein Debüt in der Startelf und machte im defensiven Mittelfeld eine abgeklärte Partie. „Er hat das gut gemacht. Überhaupt ist unser Unterbau mit NLZ und der enge Kontakt mit der zweiten Mannschaft einfach top, weswegen wir solche Jungs immer ohne Probleme reinwerfen können“, freute sich Scheler.

Generell starteten die Gäste besser und wacher und hatten bereits nach knapp fünf Minuten durch Stefan Graf (2.) und Moritz Zeitler die ersten Gelegenheiten durch Weitschüsse. Beide Teams waren nicht lange mit dem Spielaufbau beschäftigt und wollten das Mittelfeld schnell überbrücken. Auch deswegen war es eine schnelle, intensive, aber auch zerfahrene erste Hälfte. Etwas zu intensiv wurde dann im Strafraum Erol Özbay angegangen – Elfmeter. Diesen verwandelte Nikola Vasilic souverän zum 1:0 (15.).

Es blieb bei rassigen Zweikämpfen und schnellen Umschaltsituationen, spielerische Höhepunkte und klare Torchancen waren eher selten. In der ersten Phase nach dem Seitenwechsel zog die SpVgg SV entscheidend die Zügel in Richtung Auswärtssieg an. Özbay nutzte viel Raum auf seiner linken Seite, und Stefan Trifterer konnte den pfeilschnellen Weidener nur mehr regelwidrig stoppen. Eine klare Gelb-Rote Karte für den schon verwarnten Seebacher Innenverteidiger (52.).

Nur wenig später war erneut Özbay im Mittelpunkt. Nach einem schönen Pass in die Tiefe von Vasilic vollstreckte er im zweiten Versuch alleine vor Torwart Becherer zum 2:0 (61.) Eine Vorentscheidung, weil sich die Wasserwerkelf auf ihre sattelfeste Defensive verlassen konnte, und Seebach außer der ein oder anderen Ecke nichts Gefährliches zu bieten hatte. Im Gegenteil hatten Vasilic (77.) und Özbay (84.), die heute bei fast jeder gefährlichen Situation am Ball waren, bei Kontern das dritte Tor auf dem Fuß.

Jetzt gilt es für die Max-Reger Städter, auch im eigenen Stadion wieder ihren so hart eroberten ersten Platz zu verteidigen. „Egal was und wer jetzt noch kommt, wir müssen einfach alles was noch im Tank ist raushauen“, blickte Scheler bereits auf den Freitag voraus, wenn der TSV Bogen im Sparda-Bank-Stadion gastiert.

Statistik:

TSV Seebach – SpVgg SV Weiden 0:2 (0:1)

  • TSV Seebach: Becherer – Mar. Müller (86. Kesten), Beck, Schuster, Hauner, Nickl, Wagner, Richert (90. Zug), Hinz, Trifterer, Sibler (75. Mat. Müller)
  • SpVgg SV Weiden: Heisig – Panafidin (88. Bernkopf), Abdihodzic, Helleder, Zeitler, Lang, Graf, Weidhas, Rodler (77. Reich), Özbay, Vasilic
  • Tore: 0:1 (15./Foulelfmeter) Nikola Vasilic, 0:2 (61.) Erol Özbay - SR: Tobias Wittmann (Wendelskirchen) - Zuschauer: 200 - Gelb-Rot: (52.) Stefan Trifterer (Seebach)
 
 

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