28.03.2019 - 16:15 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

SpVgg SV will Druck aufbauen

Drei 2:1-Siege im Jahr 2019 und noch ungeschlagen in der Rückrunde. Am Wasserwerk gibt es Hoffnung, das eigentlich enteilte Führungsduo doch noch einzuholen. Dabei zählen aber nur Siege.

Gegen die SpVgg Pfreimd – hier eine Szene mit Florian Rupprecht (Weiden, links) gegen Dennis Lobinger (Pfreimd, rechts) – erzielte die SpVgg SV Weiden erst in der 85. Minute durch Ismail Morina den 2:1-Siegtreffer. In der Partie gegen den TSV Kareth-Lappersdorf am Freitag fordert Trainer Andreas Scheler, das Spiel schon früher zu entscheiden.
von Sebastian SchellProfil

Geht da wirklich noch was für Weiden? Zumindest zeigt die SpVgg SV, dass sie durchaus gewillt ist, nochmals oben anzugreifen. Drei Siege aus den ersten drei Partien des Jahres 2019 und ein offensichtlich schwächelndes Führungsduo SV Donaustauf und ASV Cham lassen Hoffnung am Wasserwerk aufkeimen, doch noch ein Wörtchen, um den Wiederaufstieg in die Bayernliga mitzureden. Sollten die beiden Nachholspiele beim SV Neukirchen (17. April) und gegen den 1. FC Passau (22. April) gewonnen werden, könnte der Abstand auf den Relegationsrang bis auf sieben Punkte schmelzen.

Konzentration gefordert

Zunächst aber blickt Trainer Andreas Scheler auf den heutigen Freitag. Denn auch nach dem Spiel soll der Nimbus der einzig ungeschlagenen Mannschaft in der Rückrunde der Landesliga Mitte weiter Bestand haben. Um 19 Uhr gastiert der TSV Kareth-Lappersdorf im Sparda-Bank-Stadion. "Wir müssen wieder konzentriert an die Sache rangehen. Wir dürfen nicht meinen, dass es jetzt von selbst geht. Mit einem Sieg können wir nachlegen, Druck aufbauen und ungeschlagen bleiben. Das muss unser Ziel sein", fordert Scheler von seiner Mannschaft ein. Zwar ist sein Team mit sechs Siegen in Serie gerade auf einer Euphoriewelle, trat aber nicht immer im Stile einer Spitzenmannschaft auf: "Zuerst sind die Punkte wichtig, und die haben wir geholt. Dennoch wäre es natürlich einfacher, wenn wir die Spiele vorher entscheiden und nicht immer bis zur letzten Minute zittern müssen. Da fehlt uns noch ein wenig die Kaltschnäuzigkeit", blickt Scheler auf die beiden "Last-Minute-Siege" gegen den FC Tegernheim und die SpVgg Pfreimd zurück.

Ein Trumpf der Schwarz-Blauen ist momentan der fast komplette Kader. Außer dem einen oder anderen angeschlagenen Akteur, wie Matthias Heinl (Sprunggelenksprobleme), kann Scheler fast aus dem Vollen schöpfen und es sich leisten, Stammspieler der letzten Jahre, wie beispielsweise Benjamin Werner als Joker zu bringen. "Das ist aktuell von Vorteil, dass wir nur schwer ausrechenbar sind und viel variieren können. Jeder im Kader ist wichtig und will spielen."

Kader fast komplett

Und so darf man gespannt sein, welche Startelf am Freitag gegen den TSV Kareth-Lappersdorf auflaufen wird, um ein besseres Resultat als das 3:3 im Hinspiel zu erzielen. Spieler des Tages war dort Kareth-Stürmer Aaron Bice, dem ein Dreierpack gelang. Überhaupt befindet sich Bice in dieser Spielzeit in Topform und belegt mit 18 Treffern Rang zwei der Torjägerliste der Landesliga Mitte. Trotzdem stehen Trainer Jürgen Poschenrieder und sein Team mit 30 Zählern nur auf Rang 13 und damit knapp vor den Relegationsrängen, weswegen das Saisonziel Klassenerhalt noch in Gefahr ist.

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