11.11.2018 - 20:02 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Stefan Graf sorgt für die Entscheidung

Die SpVgg SV Weiden festigt ihre Vormachtstellung im Weidener Umland und entscheidet auch das zweite Derby dieser Saison für sich. Der SV Etzenricht ist aber nicht chancenlos.

Der Etzenrichter Torwart Michael Heisig klärt in dieser Szene vor dem Weidener Fabian Helleder (Mitte/weißes Trikot). Die SpVgg SV gewann das Nordoberpfalzderby mit 2:0.
von Sebastian SchellProfil

Wie im Hinspiel besiegt die SpVgg SV Weiden den SV Etzenricht im Nordderby der Landesliga Mitte mit 2:0. Der SVE schnupperte aber vor allem in der zweiten Hälfte immer wieder am Ausgleich.

"Wir haben erst in der zweiten Hälfte unsere Nervosität abgelegt, die unseren jungen Akteuren klar anzusehen war. Deswegen war der Rückstand verdient. Später war es ein toller Fight von den Jungs. Zum Ausgleich hat uns dann auch das nötige Glück gefehlt," resümierte Etzenrichts Sportlicher Leiter Markus Hofbauer. Er vertrat auf der Pressekonferenz den grippegeschwächten Trainer Rüdiger Fuhrmann, der zuvor trotzdem seine Mannschaft in gewohnter Manier emotional nach vorne peitschte. Auf der anderen Seite war SpVgg-SV- Trainer Andreas Scheler erleichtert über den Heimsieg: "Es war das erwartet schwere Spiel für uns, dass wir uns aber etwas vereinfachen hätten können. Im ersten Durchgang müssen wir höher führen und nach dem Wechsel haben wir nicht clever gespielt, zu passiv agiert und dem Gegner zu viele Großchancen zugelassen."

Beide Trainer änderten ihre Startformation nach den Siegen in der Vorwoche auf einer Position. Martin Kovac ersetzte den an der Schulter verletzten Thomas Wildenauer auf der Rechtsverteidiger-Position, während bei den Gästen Christian Ermer für seinen Bruder Sebastian ins Team rückte. Die SpVgg SV hatte zunächst einige Chancen, Florian Rupprecht einen Ball für Michael Busch verlängerte, der allein vor dem Etzenrichter Michael Heisig eiskalt zum 1:0 (26.) einschoss. "Es läuft momentan ganz gut und die Dinger gehen rein. Das freut mich natürlich, aber wichtiger ist der Derbysieg heute," sagte Busch, der zuletzt auffälligste SpVgg SV-Akteur zu seinem fünften Tor in den letzten drei Spielen. Etzenricht traute sich jetzt mehr zu und die Spielanteile wurden ausgeglichener. Jetzt dominierten Zweikämpfe und hektische Fehlpässe das Geschehen auf dem Rasen.

Torchancen gab es aber erst nach dem Pausenpfiff wieder. Fleißig in der Produktion dieser Chancen war aber nur der SVE. Martin Pasieka scheiterte gleich zweimal. Nur wenig später hatte Felix Diermeier das wohl "dickste Brett" auf dem Fuß, als er nach einem Querschläger von Moritz Zeitler allein vor Götz an den Ball kam, aber am Keeper scheiterte. Weiden konnte jetzt kaum für Entlastung sorgen, weil auch die beiden Sturmspitzen Josef Rodler und Benjamin Werner keine Bälle mehr in der Spitze halten konnten. Weitere SV-Chancen durch Michael Wells nach einem Freistoß per Kopf (75.) und einem beherzten Solo von Stephan Herrmann, das Kovac auf der Linie klären musste (78.), hätten den Ausgleich herbeiführen müssen.

Es traf aber nur noch der Gastgeber. Nach einer Ecke kam der Ball über Umwege zu Stefan Graf, der am schnellsten schaltete und zum 2:0 einschob (86.). Für Graf war es der zweite Treffer im zweiten Spiel nach seiner knapp einjährigen Verletzungspause. "Ich bin überglücklich wieder dabei sein zu dürfen und der Mannschaft für ein paar Minuten helfen zu können. Die zwei Tore sind überragend. Das es so gut läuft ist natürlich klasse," sagte Graf zu seinem starken Comeback.

SpVgg SV Weiden - SV Etzenricht 2:0 (1:0):

SpVgg SV Weiden: Götz – Paulus, Rupprecht, Lang (52. Heinl), Rodler, Busch, Zeitler (68. Graf), Werner, Geber, Helleder, Kovac

SV Etzenricht: Heisig – Diermeier (71. Chousein), Wexlberger, Mark (80. Neumeier), Graßl, Pasieka, Herrmann, Ermer Chr. (46. Jurek), Pötzl, Wells, Nürnberger

Tore: 1:0 (26.) Michael Busch, 2:0 (86.) Stefan Graf – SR: Maximilian Ziegler (Lindach) – Zuschauer: 641

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