22.04.2021 - 15:41 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

SV Weiden: Erste Punktspiele nach über einem Jahr Pause

Endlich! Die Bundesliga-Wasserballer des SV Weiden dürfen wieder spielen. Am Wochenende stehen in Hamburg gleich drei Partien auf dem Programm.

Feuer frei: Beim 15:7-Erfolg über Bayer 05 Uerdingen im März 2020 waren die Weidener Wasserballer. Nach über einem Jahr Pause dürfen sie am Wochenende dafür gleich drei Mal ran.
von Autor PRGProfil

Das hat kein Mensch ahnen können. Die Weidener Wasserballer um Trainer Thomas Aigner haben seit über einem Jahr kein einziges Spiel bestreiten dürfen. Das letzte Punktspiel der Oberpfälzer fand am 7. März letzten Jahres statt. Die Weidener gewannen damals zu Hause gegen Bayer Uerdingen (15:7) und freuten sich auf ein bayerisches Derby, das eine Woche später in Würzburg hätte stattfinden sollen. Einen Tag vor dem angesetzten Termin, am 13, März 2020, beschlossen alle Bundesligisten, gemeinsam mit der Leitung der Deutschen Wasserball-Liga, den Spielbetrieb aufgrund der rasanten Pandemieentwicklung einzustellen. Dass in der Saison für die meisten gar nichts mehr gehen würde, das hätte sich damals keiner vorstellen können.

Jetzt ist es endlich so weit. Wenn nichts mehr dazwischen kommt, dürfen die Aigner-Schützlinge am Wochenende ihre ersten Saisonspiele in der Vorrundengruppe D der Deutschen Wasserball-Liga in Hamburg bestreiten. Am Samstag haben sich die Weidener innerhalb von drei Stunden gegen den SV Krefeld und den Gastgeber SV Poseidon Hamburg zu behaupten. Am Sonntag heißt der Gegner Duisburger SV 1898. Es geht also gleich richtig zu Sache: „Wir sind jetzt froh, überhaupt wieder spielen zu dürfen, das ist zuerst das Wichtigste. Zwei Spiele innerhalb von drei Stunden zu absolvieren, das ist wieder eine andere Geschichte. Aber wir wollen uns jetzt damit nicht die Laune verderben. Eine Herausforderung nach so einer langen Spielpause ist es auf jeden Fall. Im Normalfall hätten wir so einem Spielplan niemals zugestimmt. Die Zeit ist aber eben nicht normal, und wir müssen froh sein, überhaupt spielen zu dürfen“, sagte Teamleiter Irek Luczak vor dem Hamburg-Trip.

Wie konkurrenzfähig die Oberpfälzer aktuell überhaupt sind, lässt sich nur ganz schwierig einschätzen. Eines steht aber fest: Aufgrund der Situation in der Thermenwelt und der regionalen Inzidenzwerte haben die SVler am wenigsten von allen Mitkonkurrenten während der letzten Monate trainieren können. Dennoch sind die Weidener Verantwortlichen den Stadtwerken dankbar für die Trainingsmöglichkeiten, die durch die Sonderregelungen für Profi- und Leistungssport überhaupt erst möglich wurden.

Bei Trainer Thomas Aigner schwingen in Bezug auf die Situation seiner Mannschaft Hoffnung und Erleichterung, aber auch eine große Portion Ungewissheit mit: „Wir sind glücklich, dass wir seit einiger Zeit wieder trainieren können und freuen uns auf die anstehenden Spiele, auch wenn die Situation natürlich komisch ist. Man merkt bei allen Planungen die Unsicherheit. Wir müssen hier den guten Austausch mit den anderen Vereinen hervorheben, da die Kommunikation untereinander sehr partnerschaftlich ist. Wir freuen uns auf die Spiele und schauen wie es nach der langen Pause läuft."

Ein Kompliment zollt er seinen Spieler, die nach der langen Pause und trotz aller Widrigkeiten sehr diszipliniert trainiert hätten. Die Weidener Mannschaft ist nahezu unverändert. "Mit Sean Ryder, Andreas Jahn und Thomas Kick haben wir drei Stützen, die vorangehen und in Kombination mit den Jüngeren eine gute Mischung sind. Unsere jungen Spieler entwickeln sich gut und bringen frischen Wind. Cedric Zupfer ist wieder dabei und kann sehr wertvoll werden“, merkte Aigner an.

Unter strengen Hygieneregeln und Testkonzepten reisen die Max-Reger-Städter mit viel Vorfreude, aber mit Respekt vor der aktuellen Situation und vor den Gegnern am Freitag gen Norden. Wie es mit dem Ligabetrieb danach weitergeht, das ist noch nicht sicher. Der Spielplan soll immer der aktuellen Situation angepasst werden. "Nicht einfach zu organisieren, aber was ist denn noch einfach heutzutage?", fragte Teamleiter Luczak.

Die voraussichtliche Aufstellung für das kommende Spielwochenende: Matthias Kreiner und Christopher Klein (Tor), Nikolaj Neumann, Toni Hinz, Kyryllo Olkhovsky, Kapitän Thomas Kick, Denis Reichert, Jakob Ströll, Robert Reichert, Marek Janecek, Andreas Jahn, Sean Ryder, Andreas Widiker, Denis Underberg und Cedrik Zupfer.

So bereiteten sich die Wasserballer des SV Weiden auf den Wiederbeginn in der Bundesliga vor

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