Gegen Fred Böckl ist kein Kraut gewachsen: Bei den Senioren-Europameisterschaften in Umag (Kroatien), dem wichtigsten Turnier nach den Weltmeisterschaften, gewann der Bechtsriether im Endspiel gegen den Niederländer Frank van Lerven mit einem deutlichen 6:2 und 6:1 seinen insgesamt 10. Europameistertitel.
In dem coronabedingt ungewohnt kleinen 16er Feld der Altersklasse 70 war Böckl als Weltranglistenzehnter an Nummer zwei gesetzt. Im Viertelfinale setzte er sich gegen den Defensivkünstler Istvan Vas aus Ungarn souverän mit 6:1und 6:1 durch. Im Halbfinale traf Fred Böckl auf den Deutschen Herbert Köhler, der eine Woche zuvor bei den offenen Österreichischen Meisterschaften sensationell das Finale erreicht hatte. Obwohl der Oberpfälzer in vorangegangenen Begegnungen seinen Konkurrenten immer klar beherrscht hatte, entwickelte sich diesmal bei Temperaturen um die 30 Grad ein wesentlich ausgeglicheneres Match. Am Ende setzte sich aber Böckl verdient mit 6:4 und 6:4 durch.
Im Finale wartete überraschend der in der Weltrangliste an Nummer 12 geführte Niederländer Frank van Lerven. Bei wiederum brütender Hitze ging Böckl hochkonzentriert und konsequent auf Angriff eingestellt in das Match. Mit langen und druckvollen Grundschlägen nahm Deutschlands Nummer eins von Anfang an das Zepter in die Hand, drängte seinen Gegner in die Defensive und schloss viele seiner Attacken mit sicher gesetzten Volleys ab. Mit seinem klaren Zweisatzsieg blieb Böckl auch im neunten Weltranglistenturnier hintereinander seit 2019 unbesiegt und kletterte in der Weltrangliste auf Platz fünf.















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