07.09.2020 - 15:06 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Tolles WM-Debüt der Weidenerin Gomez Islinger: Ein Tiramisu zur Belohnung

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Es war ihre Premiere im deutschen Trikot. Die Weidener Triathletin Marlene Gomez Islinger machte dabei eine gute Figur. In einer Teildisziplin stieß sie gar in die Weltspitze vor.

Schuhe aus nach getaner Arbeit: Marlene Gomez Islinger (hier beim Triathlon in Weiden) belegte bei der WM Platz 22.
von Josef Maier Kontakt Profil

"Ein bisschen Zucker, ein bisschen Fett, das geht schon." Marlene Gomez Islinger lacht. Das was Ausdauersportler normalerweise strikt meiden, ist nach einem harten Wettbewerb, bei dem die Kalorien nur so verbrannt werden, erlaubt. "Ich habe mir ein Tiramisu gegönnt", sagt die Triathletin. Die Weidenerin war am Samstag bei der Sprint-WM in Hamburg am Start und hat sich die italienische Köstlichkeit beim Essen danach mehr als verdient. Als 22. kam sie ins Ziel. "Ich bin mit meinem Rennen sehr zufrieden", zog die Oberpfälzerin Bilanz. Die 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen absolvierte sie in 56:15 Minuten und lag damit knapp zwei Minuten hinter der neuen Weltmeisterin Georgia Taylor-Brown (Großbritannien). Innerhalb des sechsköpfigen deutschen Damen-Teams war sie damit Drittbeste. Mit Laura Lindemann holte eine aus dem schwarz-rot-goldenen Sextett Bronze.

Gomez Islinger erstmals für Deutschland

Weiden in der Oberpfalz

Gomez-Islinger freute sich über ihre gute Premiere für Deutschland auch deswegen, "weil in Hamburg ein superstarkes Feld am Start war. Das war eine hochwertige WM". Mit ein bisschen Respekt sei sie deswegen auch am Start gestanden: "Ich hatte auch Angst, überrollt zu werden." Die Bedenken waren unbegründet.

Die 27-Jährige über ihre einzelnen Disziplinen:

Schwimmen (750 Meter in 9:30 Minuten): "Das ist ja meine schwächste Disziplin. Ich lag beim Wechsel nicht mal 30 Sekunden hinter der Spitze. Damit bin ich superzufrieden. Auch im Vergleich zu meinen deutschen Teamkolleginnen bin ich gut geschwommen."

Radfahren (20 Kilometer in 28:00 Minuten): "Das Radfahren lief eigentlich auch ganz gut. Allerdings haben wir in unserer Gruppe, der zweiten im Feld, nicht so gut zusammengearbeitet. Das hat die erste Gruppe vorne besser gemacht, die waren sich einig. Ich bin auch immer gut um die Wendepunkte gekommen."

Laufen (5 Kilometer in 16:49 Minuten): "Das war absolut super. Ich hatte die siebtbeste Laufzeit im gesamten Feld. Es ist gut zu wissen, dass man da zur Weltspitze gehört. Und die Zeit war auch nur 15 Sekunden langsamer als meine Bestzeit auf der Bahn."

In den nächsten Tagen steht für die für den SSV Ulm startende Ausdauerathletin nur leichtes Training auf dem Programm. Am Donnerstag fährt Gomez Islinger heim nach Weiden. Denn am Wochenende geht es weiter nach Karlsbad. Dort startet die Oberpfälzerin beim Weltcup im tschechischen Kurort. Gut möglich, dass es dann zur Belohnung wieder Tiramisu gibt.

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