05.12.2019 - 11:48 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Eine Triathletin träumt von Olympia

Geht da was in Sachen Olympia? Für Marlene Gomez-Islinger aus Weiden könnte ein Traum wahr werden. Allerdings muss die Triathletin zu einem bestimmten Zeitpunkt in Bestform sein.

Marlene Gomez-Islinger gibt Gas: Für die Triathletin aus Weiden eröffnet sich eine Chance auf die Olympia-Teilnahme. Allerdings muss sie dazu ein verbandsinternes Ausscheidungsrennen im Mai 2020 erfolgreich bestreiten.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

28. Mai 2020 – dieses Datum ist im Wettkampfkalender von Marlene Gomez-Islinger dick unterstrichen. Dann soll nämlich die Entscheidung fallen, wer im Triathlon den zweiten deutschen Frauen-Quotenplatz für die Olympischen Sommerspiele in Tokio erhält. Die Deutsche Triathlon Union (DTU) wird jene Athletinnen zu einem Ausscheidungswettkampf ins Leistungszentrum Kienbaum nach Brandenburg einladen, die in der Qualifikations-Rangliste der Internationalen Triathlon Union (ITU) unter den Top 140 gelistet sind.

„Das werden sechs oder sieben Sportlerinnen sein“, sagt Gomez-Islinger, die aktuell Platz 118 im Ranking belegt. Die Regularien sind knackig: Nur die Siegerin des Supersprints (300 Meter Schwimmen, 7 Kilometer Radfahren, 1,5 Kilometer Laufen) darf – Stand heute – neben der bereits qualifizierten Laura Lindemann (Potsdam) in Tokio an den Start gehen. „Vielleicht nimmt man auch noch die Zweitplatzierte als Ersatz mit“, erzählt die Weidenerin. „Aber das ist noch völlig offen.“

Eines weiß Gomez-Islinger bereits jetzt: „Die nationale Konkurrenz ist extrem stark, das wird alles andere als einfach.“ Dennoch glaubt sie fest an ihre Chance: „Wenn ich gut durch den Winter komme und eine dementsprechende Form aufbauen kann, dann werde ich auf jeden Fall wettbewerbsfähig sein.“

So wie es die 26-Jährige auch in den vergangenen Monaten war. Nach einer studienbedingten Triathlonpause von mehr als zwei Jahren hatte sich Gomez-Islinger zuletzt fulminant zurückgemeldet. Ein zweiter Platz beim Europacup in Dnipro (Ukraine) bedeutete zunächst den Türöffner für Weltcup-Rennen in Asien. In Tongyeong (Südkorea) und Myazaki (Japan) sprangen dann mit Rang neun und zehn jeweils Top-Ten-Platzierungen heraus, die aufhorchen ließen. Etwas Pech hatte die Oberpfälzerin bei ihrem abschließenden Wettkampf in Santo Domingo (Dominikanische Republik). „Da hatte ich kurz nach dem Wechsel auf das Rad einen Platten und musste aufgeben“, berichtet Gomez-Islinger. „Schade, aber so etwas passiert halt mal.“

Mit solchen technischen Pannen will sich die in Ulm lebende Profisportlerin jedoch nicht aufhalten. Ihr Leben hat sie ganz nach dem Triathlonsport ausgerichtet, als Trainer fungiert ihr Lebensgefährte Fabian Göggel. Der 29-Jährige ist hauptberuflich Geschäftsführer des SSV Ulm und war früher selbst als Leicht- und Triathlet unterwegs. „Meine Trainingsstrecken habe ich vor allem in Ulm. Das ist aktuell auch mein Lebensmittelpunkt“, sagt Gomez-Islinger. „Aber ich komme immer wieder gerne nach Hause und trainiere hier in Weiden.“

Die 26-Jährige wird es in Sachen Saisonvorbereitung in den nächsten Wochen noch relativ ruhig angehen lassen. „Ich werde bei einigen Läufen teilnehmen. Auch beim Silvesterlauf in Amberg gehe ich an den Start“, erzählt sie. Eine wichtige Etappe ist dann das Trainingslager im Januar auf Fuerteventura, ehe Ende Februar der erste Weltcup in Kapstadt (Südafrika) auf dem Terminplan steht. Und dann sind es nur noch drei Monate bis zum besagten „Tag X“.

Wenn ich gut durch den Winter komme und eine dementsprechende Form aufbauen kann, dann werde ich auf jeden Fall wettbewerbsfähig sein.

Marlene Gomez-Islinger

Marlene Gomez-Islinger

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.