Alois Breinbauer ist auch zehn Tage nach dem großen Wurf immer noch ein bisschen gerührt. "Der Wiederaufstieg war nicht geplant, das war so nicht zu erwarten", sagt der Trainer der Weidener Volleyballerinnen und lobt: "Das war eine starke Leistung aller Spielerinnen."
Hinter Meister TB/ASV Regenstauf III hatte der TB Weiden im Saisonverlauf Platz zwei in der Bezirksliga Oberpfalz belegt. Dabei musste man lediglich drei Niederlagen hinnehmen – zwei gegen Regenstauf III sowie eine gegen den Lokalrivalen TV Vohenstrauß. Somit hatte sich der Turnerbund für das Relegationsturnier qualifiziert. Dass der letztjährige Absteiger die unverhoffte Chance zur sofortigen Rückkehr in die Landesliga Nordost wahrnehmen wollte, darüber wurde nicht lange diskutiert. "Die Mannschaft war sich sofort einig, die Relegation spielen zu wollen", erzählt Breinbauer.
Rückstand gedreht
In Bayreuth ging es dabei gegen den BSV 98 Bayreuth II und den TV Furth im Wald. In der ersten Partie gegen Bayreuth II geriet Weiden nach einem souveränen ersten Satz (25:16) im zweiten Durchgang (19:25) kurzzeitig ins Straucheln. Im vierten Satz kam es dann zur wohl spannendsten Phase des Spieltages: Beim Stand von 9:19 aus Sicht des TB Weiden schien alles auf einen Tiebreak hinauszulaufen – doch es gelang ein sensationelles Comeback zum 28:26-Satz- und Spielgewinn (3:1).
Nachdem Furth gegen Bayreuth knapp mit 2:3 unterlag, war die Ausgangslage klar: Zwei Satzgewinne gegen Furth würden dem TB Weiden zum Aufstieg reichen. Mit einem 3:1-Erfolg (25:11, 20:25, 28:26, 25:16) machte der TB Weiden dank Teamgeist, Nervenstärke und spielerischer Klasse den Aufstieg perfekt.
Breinbauer springt in Bresche
Dass auf die Mannschaft in der kommenden Saison eine Bewährungsprobe wartet, weiß Breinbauer. "Natürlich wird es in der Landesliga schwer. Aber wenn du kämpfst und im Flow bist, ist im Volleyball vieles möglich." Nach dem Rückzug von Monia Slama als Trainerin im Januar war Breinbauer interimsmäßig in die Bresche gesprungen. Wieder einmal. Seitdem gewann der TB Weiden alle Spiele, so dass die künftige Besetzung des Trainerpostens quasi ausgemachte Sache ist: "Ich bin bereits 72 Jahre alt. Aber es bleibt wohl wieder an mir hängen."
Anders als in früheren Jahren kann Breinbauer auf einen breiten Kader bauen. Mit der Tschechin Vanda Malchakova oder auch den US-Amerikanerinnen Hannah Wayland und Sophie Fedorisin kamen zuletzt Neuzugänge mit viel Qualität hinzu. Außerdem rücken verstärkt eigene, talentierte Nachwuchsspielerinnen in den Fokus. Breinbauer ist optimistisch: "Ich bin zuversichtlich, dass wir die Landesliga halten."
Zum erfolgreichen Aufstiegsteam gehören: Sophie Breinbauer, Helena Drechsel, Sophie Fedorisin, Vanda Machalkova, Annegret Obermeier, Yekaterina Pleier, Christina Rathgeber, Tina Renner, Sarah Slama, Eva Soderer, Hannah Wayland, Magdalena Zenger.













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