03.12.2020 - 16:10 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Die Weidener Thermenwelt öffnet wieder - für die Wasserballer

Sie saßen fünf Wochen auf dem Trockenen. Seit Donnerstagabend sind sie wieder in ihrem Metier, die Wasserballer des SV Weiden. Nur eine Sache ist dieses Mal beim Training etwas anders.

Wasserballtraining in der Weidener Thermenwelt ist wieder erlaubt, aber nur für bestimmte Personen.
von Josef Maier Kontakt Profil

Sie trainieren wie die Profis, auch wenn sie nicht so bezahlt werden. In Weiden ist der einzige Lohn der Bundesliga-Wasserballer des SV Weiden der Applaus der Fans. Trotzdem üben die Sportler vier, fünf Mal die Woche – normalerweise. Dadurch, dass die Thermenwelt seit 1. November wegen der erhöhten Corona-Infektionszahlen wieder geschlossen ist, saßen auch die Spieler des Bundesligisten auf dem Trockenen. Seit Donnerstagabend sind die Wasserballer aber wieder dort, wo sie hingehören. „Das ist Gold wert, dass wir jetzt in zumindest eingeschränkter Form wieder trainieren können“, freut sich Abteilungsleiter Irek Luczak. Möglich macht dies der Beschluss der bayerischen Staatsregierung, dass Profisportler – und zu denen gehören die Spieler in der Wasserball-Bundesliga – weiter ihrer Beschäftigung nachgehen können. Das gilt in Weiden auch für die Eishockeycracks der Blue Devils, die schon seit einigen Wochen im Spiel- und Trainingsbetrieb sind.

Aber wir machen nur das, was gesetzlich erlaubt ist.

Abteilungsleiter Irek Luczak

In Verhandlungen mit den Weidener Stadtwerken ist man nun übereingekommen, dass die Thermenwelt vier Mal pro Woche für zwei Stunden am Abend zum Training geöffnet wird. „Das ging alles relativ komplikationslos über die Bühne“, sagt Luczak, der die Stadtwerke „einen guten Partner“ nennt. Der SV-Abteilungsleiter weiß, dass die Trainingserlaubnis in der Öffentlichkeit von dem ein oder anderen auch kritisch gesehen werden könnte. „Aber wir machen nur das, was gesetzlich erlaubt ist.“ In Verordnungen der einzelnen Länder ist klar geregelt, wer in diese schwierigen Coronazeiten weiter trainieren darf.

In Weiden sind das auch die Bundesligamannschaft sowie 18 Jugendliche, die bayerischen Auswahlmannschaften und Landeskadern angehören. Insgesamt sind das etwa 40 Leute. „Wegen der Gruppengröße werden wir in zwei Trainingsgruppen trainieren“, sagt Luczak, der betont: „Man muss die Leute auch bei Laune halten, und natürlich sollen sie auch fit bleiben.“ Die Konkurrenz aus der Bundesliga in Berlin, Hamburg, Krefeld oder Hannover trainiert schon länger wieder. Dort haben die Klubs meist vereinseigene Sportbäder. Ein Spielbetrieb in der Wasserball-Bundesliga ist aber weiterhin nicht absehbar. Frühestens im März, so die jetzigen Planungen, könne die Liga starten.

Auch die Stadtwerke Weiden als Betreiber der Thermenwelt bestätigen die problemlosen Verhandlungen mit dem SV. „Dass wir zu diesen Zeiten aufmachen, ist auch kein großer Kostenfaktor“, sagt Johann Riedl, der Leiter der Stadtwerke. „Wir sperren auf und wir sperren zu. Mehr müssen wir nicht machen.“ Nur eine Bitte hatte er: Keine Öffnung an Wochenenden, „denn das würde Extrakosten durch Personal verursachen“. Nach der Schließung der Thermenwelt Anfang Oktober wurde auch das Wasser im Sportbecken nicht abgelassen. „Das ist jetzt nicht ganz die Normaltemperatur“, sagt Riedl. Aber auch er weiß, dass die Wasserballer hart im Nehmen sind. „Ich denke, das macht den Jungs nichts aus.“

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