17.09.2020 - 18:20 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

"Die Zeit wird knapp": Start der Blue Devils erneut verschoben

Corona und Verschiebungen ohne Ende: Jetzt hat es wieder einmal die Eishockey-Oberligen erwischt. Und damit auch die Blue Devils Weiden. Auch die Spieler leiden.

Die Weidener Eishockeycracks werden erst drei Wochen später in der Oberliga losgelassen.
von Josef Maier Kontakt Profil

"Die Zeit wird knapp", sagt Franz Vodermeier, der Geschäftsführer der Blue Devils. Die Zeit, um mögliche Hygienevorschriften in den Stadien umzusetzen: Die 26 Eishockey-Oberligisten haben am Donnerstag in einer Videokonferenz beschlossen, den Saisonstart erneut nach hinten zu verschieben. Eigentlich sollte die Spielzeit am 16./17. Oktober beginnen, jetzt wird am 6. November erstmals auf dem Eis um Punkte gespielt. In einer zuvor durchgeführten Online-Umfrage hatten sich 75 Prozent der Oberligisten für den 6. November ausgesprochen. "Wir auch", ergänzte Vodermeier. In den kommenden Tagen wird ein neuer Spielplan konzipiert, der dann aller Voraussicht nach in der ersten vollen Oktober-Woche veröffentlicht werden kann.

Die Unsicherheit ist weiter groß, auch beim Nordoberpfälzer Aushängeschild im Eishockey. "Wir haben noch keine Verordnungen und Richtlinien", erklärt Vodermeier. Der Beschluss der Staatskanzlei vom Dienstag, zumindest einen gewissen Prozentsatz an Zuschauern in den Stadien der Profiligen zuzulassen, liegt noch nicht offiziell vor. 20 Prozent des Fassungsvermögens eines Stadions oder mindestens 1000 Zuschauer, war die politische Vorgabe. Das ist aber alles nur Theorie. Entscheidend sind die Gesundheitsämter vor Ort, die sich auch die Hygienekonzepte ganz genau anschauen werden. "Das ist alles unsicher", sagt Vodermeier weiter. Bei den Blue Devils plant man mit einer Spanne von 300 bis 1000 Fans im Stadion. Das offizielle Fassungsvermögen der Hans-Schröpf-Arena liegt bei 2460 Zuschauern. Die Weidener haben schon einige Szenarien und Konzepte ausgearbeitet. Welche zum Einsatz kommen - das steht völlig in den Sternen.

Der große Unsicherheitsfaktor seien auch weiterhin die Infektionszahlen, erklärt der Geschäftsführer. Und deswegen sei es auch möglich, dass vielleicht einmal überhaupt keine Fans im Stadion zugelassen sind. Die Verschiebung des Saisonstarts hat natürlich auch Folgen für die Spieler. In diesen Tagen hätte das Training auf dem Eis beginnen sollen. "Die Spieler machen weiter ihr individuelles Sommertraining", beschreibt Vodermeier die derzeitige Vorbereitung. "Auch für sie ist das alles äußerst unangenehm. "Jetzt ist der Trainingsstart auf Eis für den 5. Oktober geplant. Die Betonung liegt auf geplant - wer weiß das schon in diesen Corona-Zeiten.

Corona-bedingte Folgen im Eishockey

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