29.07.2020 - 11:40 Uhr
WeiherhammerSport

Statt den Basketball ein Paddel in der Hand

Wackelig geht's zu, und natürlich auch feucht: Stand-up-Paddling heißt eine immer beliebter werdende Wassersportart. Nun hat ein Verein in der Region erste Erfahrungen damit gemacht.

Statt einen Basketball nahmen die U14-Mädchen der DJK Neustadt ein Paddel in die Hand: Die immer beliebter werdende Wassersportart Stand-up-Paddling ist ein Angebot des DJK -Diözesanverbands Regensburg.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Rund ein Dutzend aufblasbare Stand-up-Paddle-Boards hat der DJK-Diözesanverband Regensburg, zusammen mit kirchlichen Jugendverbänden, angeschafft. Die Idee dazu entstand in der Coronakrise. "Sport auszuüben, ist während der Pandemie nicht immer leicht. Besonders für Mannschaften ist es schwierig, die Auflagen und Kontaktbeschränkungen einzuhalten", weiß DJK-Geschäftsführer Dirk Lill. Mit Stand-up-Paddling wolle man denVereinen im DJK-Verbund nun die Möglichkeit eröffnen, das Trainingsangebot zu erweitern und etwas Neues auszuprobieren.

Man sei gerade erst dabei, die Aktion aufzubauen. Doch schon jetzt zeige sich, dass "die Sache super angenommen wird", berichtet Lill. "Vor allem junge Sportler sind begeistert."

Wie zum Beispiel die Basketballerinnen der DJK Neustadt. Nachdem die Neustädter Damenmannschaft vergangene Woche bereits erste Gehversuche auf den SuP-Boards unternommen hatte, war nun das U14-Team am Montagabend im Badeweiher in Weiherhammer an der Reihe. Zwar war das Aufpumpen der Bretter etwas mühselig, die Einweisung durch DJK-Jugendreferent Simon Stachewski dafür aber um so kurzweiliger. Nach einigen Minuten auf dem Wasser beherrschten fast alle die nötige Technik zum Paddeln.

"Gemeinschaft erleben, auch mit Abstand", beschreibt Lill das Motto der Aktion. "Das ist keine Bespaßung für Einzelne, sondern für Gruppen gedacht." Die Schulung von Kraft und Ausdauer sei dabei nur ein Effekt von Stand-up-Paddling. "Den Gemeinschaftssinn, das Teambuilding fördern", nennt Lill als weitere Ziele. Wer sich als DJK-Verein für einen SuP-Kurs interessiert, kann sich an Dirk Lill (Telefon 0941/597-2240) wenden.

Selbstversuch: Stand-Up-Paddling am Rußweiher

Info:

Was ist Stand-up-Paddling?

Stand-up-Paddling, kurz SuP, kann ins Deutsche mit Stehpaddeln übersetzt werden. Es ist eine Wassersportart, bei der ein Athlet aufrecht auf einem schwimmfähigen Board steht und sich mit einem Stechpaddel fortbewegt. Zurückzuführen ist das Stehpaddeln auf polynesische Fischer vor Tahiti. Im 20. Jahrhundert nutzten Surflehrer auf Hawaii die Fortbewegungsart, um schneller vom Ufer zu den wellenbrechenden Riffen und zurück zu kommen. Seit rund 20 Jahren hat sich Stehpaddeln als eigenständige, von Wind und Wellen unabhängige Sportart entwickelt. In Deutschland ist der Sport in mehreren Sportverbänden organisiert. Ziel fast aller Wettkämpfe ist es, schnellstmöglich eine bestimmte Strecke zurückzulegen.

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