16.06.2021 - 06:00 Uhr
Sport

Auf nach Wembley: Haarakiri bei der Schweiz

Zwei Schweizer Nationalspieler lassen sich die Haare blondieren und wollen damit "ein Zeichen setzen". Ernsthaft? Gegen die coolen Italiener wird selbst das nichts helfen, meint Florian Bindl.

Die Schweizer Granit Xhaka (links) und Manuel Akanji mit blondem Schopf während einer Trainingseinheit vor der Partie gegen Italien.
von Florian Bindl Kontakt Profil

Dieser Teil meiner Kolumne ist an den Haaren herbeigezogen. Nämlich an denen von zwei Schweizern. Granit Xhaka und Manuel Akanji. Die beiden haben sich vor der zweiten EM-Partie der Schweiz gegen Italien die Haare färben lassen. Leuchtend weiß-blond.

Was das mit Fußball zu tun hat? Eigentlich gar nichts, wäre es nicht vor dem Spiel im Medienzelt der Schweizer "Nati" nur um diesen Friseurbesuch gegangen. Ob alles Corona-konform abgelaufen sei, war die Frage. Ob noch weitere Blondierungen anstünden. Das Magazin "Watson" veröffentlichte gleich ein Pro und Contra zu den Frisuren.

Und: Allen Ernstes behauptete der Schweizer Pressesprecher, die beiden wollten mit ihrer neuen Haarpracht "ein Zeichen setzen". Fragt sich nur, welches. Und für wen eigentlich. Dass sich die Italiener von den beiden Weißschöpfen ernstlich irritieren lassen? Blenden wird die Farbe wohl kaum. Legen Chiellini und Co. einen ähnlich souveränen Auftritt hin wie gegen die Türkei, dann wären auch elf blondierte Schweizer nicht genug. Darüber dann zu berichten, wäre aber wenigstens vertretbar.

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