13.03.2019 - 14:32 Uhr
Wernberg-KöblitzSport

Hellwach ins Bezirksliga-Spitzenspiel

Gut drei Monate befand sich die Fußball-Bezirksliga Nord im Winterschlaf. Nun folgt ein Weckruf, der es in sich hat. Zum Restrundenauftakt steigt am Sonntag, 15.15 Uhr, das Gipfeltreffen: FC Wernberg gegen SV Grafenwöhr, Spitzenreiter kontra ärgster Verfolger.

Jubel bei den Spielern des FC Wernberg: Der Bezirksliga-Tabellenführer gewann im August 2018 das Vorrundenspiel bei der SV Grafenwöhr mit 2:1. Zum Restrundenauftakt prallen die beiden Spitzenmannschaften der Liga erneut aufeinander.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Der Vorsprung des FC Wernberg (49 Punkte) scheint auf den ersten Blick komfortabel. Fünf Zähler liegt der Tabellenführer vor der SV Grafenwöhr (44), gar sechs und acht vor den weiteren Konkurrenten SV Hahnbach (43) und TSV Detag Wernberg (41). Was den Reiz des Bezirksliga-Wiederbeginns zusätzlich erhöht: Mit Hahnbach und dem TSV Detag treffen auch die beiden Verfolger des Top-Duos im direkten Duell aufeinander.

Top-Spiel motiviert

"Es ist schon eine besondere Sache, wenn direkt nach der Winterpause die beiden Spitzenteams aufeinanderprallen", sagt Christian Most. Die Vorfreude seiner Mannschaft auf den Schlager sei groß, berichtet der Trainer des FC Wernberg. "Meine Spieler haben in der Vorbereitung aus dieser Konstellation viel Motivation gezogen. Wir haben richtig gut gearbeitet, um auf den Punkt fit zu sein."

Die Ergebnisse in den Testpartien bestätigen diese Aussage: Vier Spiele, vier Siege lautet die makellose Bilanz, wobei der 3:2-Sieg gegen den Landesligisten SpVgg Pfreimd heraussticht. "Unser großes Ziel ist es, zum Saisonende ganz oben zu stehen", sagt Christian Most, der aber auch betont: "Wir gehen da locker ran. Druck haben wir nicht." Ein Selbstläufer, so der FC-Trainer, werde die Meisterschaft sowieso nicht: "In der Vorrunde haben wir natürlich gute Leistungen gezeigt, aber manchmal auch das nötige Quäntchen Glück gehabt." So wie im Hinspiel in Grafenwöhr. Da dominierte die Sportvereinigung die kompletten 90 Minuten, vergaß bei aller Überlegenheit aber das Toreschießen. SV-Trainer Roland Lang wurmt selbst heute noch die damalige 1:2-Heimniederlage: "Wir waren klar überlegen und hätten das Spiel gewinnen müssen."

Zu viel in der Vergangenheit will sich der Aufsteiger aber nicht aufhalten. Nach einer ordentlichen Vorbereitung (Lang: "Nicht perfekt, aber im grünen Bereich") und einer gelungenen Generalprobe gegen den Ligakollegen SV Kulmain (3:0) blasen die Grafenwöhrer zum Angriff. "Wir wollen so viel erreichen, wie es geht", kündigt Lang an und verspricht: "Die Mannschaft wird alles tun, um sich unter den ersten Zwei festzubeißen." Dass von den drei Langzeitverletzten Benjamin König, Max Dippl und Jonathan Hammermann keiner während der Winterpause zurückgekehrt ist und Max Kaufmann (Achillessehnenprobleme) zusätzlich ausfällt, will der Coach nicht zu hoch hängen: "Das müssen wir wegstecken. Wir haben einen richtig guten Kader."

Zwei Verletzte

Den hat aber auch der FC Wernberg, selbst wenn der langfristige Ausfall von zwei Leistungsträgern zu beklagen ist. Matthias Dietl zog sich im Test gegen Pfreimd einen Kreuzband-, Meniskus- und Innenbandriss zu, Sebastian Schmidt hat mit einer Schambeinentzündung zu kämpfen. "Die beiden fehlen uns natürlich", sagt Most.

Im Titelkampf vertraut der FCW vor allem seiner stark besetzten Offensive. Mit Christoph Lindner und Johannes Schwirtlich (je 12 Treffer) sind zwei Wernberger Angreifer unter den Top 5 der Bezirksliga-Torjägerliste geführt. Auf der Gegenseite weist die SV Grafenwöhr die beste Defensive (18 Gegentore in 20 Spielen) der Liga auf. "Wir haben einen Heidenrespekt vor Wernberg", sagt deshalb Roland Lang. "Aber Angst haben wir keine. Wir sind optimistisch und fahren dorthin, um zu gewinnen."

Eine Ansage, die Most kalt lässt. Für ihn zählt nicht nur der Auftakt gegen Grafenwöhr, sondern auch die unmittelbar folgenden Aufgaben. "Dann spielen wir gegen Schwarzenfeld und es folgt das Derby gegen den TSV Detag", berichtet Most. "Das sind drei richtungsweisende Spiele. Danach wissen wir mehr."

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