12.11.2019 - 15:43 Uhr
WiesauSport

SpVgg Wiesau: Über Kondrau und Prag in die Bezirksliga?

Was der SC Freiburg oder Borussia Mönchengladbach in der Fußball-Bundesliga sind, das ist die SpVgg Wiesau in der Kreisliga Süd. Das Überraschungsteam mischt im Titelkampf mit, wofür Kapitän Benjamin Lauton einfache Erklärungen hat.

Kapitän Benjamin Lauton (weißes Trikot, Szene aus der Partie gegen die SG Mitterteich II/Steinmühle) und die SpVgg Wiesau schwimmen in der Kreisliga Süd derzeit auf einer Erfolgswelle. Die Stiftländer sind aktuell seit zehn Partien ungeschlagen.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Seit mittlerweile zehn Partien ist die SpVgg Wiesau in der Kreisliga Süd ungeschlagen, zuletzt gab es einen ungefährdeten 3:0-Heimsieg gegen den TuS Förbau. Die Truppe von Spielertrainer Christian Zettl war eigentlich mit der Vorgabe Klassenerhalt in die aktuelle Saison gestartet, rangiert einen Spieltag vor Beginn der Winterpause aber auf Platz zwei – und hat zudem noch ein Nachholspiel gegen den ASV Wunsiedel in der Hinterhand. Gelingt dort ein Dreier, ist für die SpVgg sogar der Sprung an die Spitze drin. "Beim Blick auf die Tabelle sieht man, dass wir mit Abstand die wenigsten Gegentore kassieren. Das ist definitiv ein großer Anteil unseres Trainers, da er mehr Stabilität in die Mannschaft gebracht hat. Es muss jeder Spieler mit verteidigen, und das fängt bereits in der ersten Reihe mit dem Stürmer an", lobt Kapitän Benjamin Lauton die defensive Neuausrichtung unter Zettl. Mit Erfolg: Nach 17 Saisonspielen stehen erst 19 Gegentore zu Buche. Und ganz vorne sticht der Kapitän selbst heraus, der mit elf Treffern erfolgreichster Wiesauer Schütze ist. "Was heißt treffsicher? Da gibt's bestimmt bessere als mich, aber von sieben Elfmetern habe ich alle verwandelt. Die restlichen vier Tore waren reine Willenskraft, weniger Treffsicherheit", will der 30-Jährige seinen Anteil am bisherigen Erfolg nicht allzu hochhängen.

Mit 33 Zählern sollte hinter das Saisonziel Ligaverbleib bereits zur Winterpause ein Haken gesetzt werden können. "Unser aktuelles Ziel ist, den Abstieg zu verhindern. Dieses wird in der Winterpause aber angepasst." Das Thema Bezirksliga-Aufstieg soll in Wiesau aber dennoch nicht unter dem Weihnachtsbaum liegen, zumindest wenn es nach dem Spielführer geht. "Wir haben eine charakterstarke Mannschaft, der ich alles zutraue. Natürlich müssten wir für die Bezirksliga nochmal detailliert aufrüsten, aber vom Aufstieg wollen wir jetzt noch nicht reden, sondern schauen nach wie vor von Spiel zu Spiel." Vielmehr hat Lauton den Nachbarn vom TSV Konnersreuth auf der Rechnung, was Titel und Aufstieg betrifft. Gemeinsam mit dem TSV Thiersheim bilde die Haberkorn-Truppe "die spielstärkste Mannschaft der Liga". Da die Oberfranken aber "erstaunlicherweise viele Punkte liegengelassen haben", gilt Konnersreuth für den Wiesauer Anführer weiter als Topfavorit.

Bevor sich die Akteure in die "redlich verdiente Winterpause" verabschieden, steht für die SpVgg Wiesau aber noch das Derby gegen die Sportfreunde aus Kondrau auf dem Programm. Und nach der herben 1:4-Abfuhr aus der Vorrunde haben Lauton und Co. mit dem Stiftländer Nachbarn noch ein Hühnchen zu rupfen. "Das Hinspiel gegen Kondrau war unsere schlechteste Saisonleistung. Am Samstag sind wir auf jeden Fall auf Wiedergutmachung aus und wollen unsere Serie von zehn ungeschlagenen Spielen unbedingt ausbauen." Und erst danach dürfen sich die Wiesauer auf den Höhepunkt in der Winterpause freuen: das Trainingslager in Prag. "Dort können wir als Team noch enger zusammenwachsen und danach mit Vollgas in die Restrunde starten." Und wenn die Teamkollegen sich am Ehrgeiz ihres Spielführers orientieren, könnte die Wiesauer Route wie folgt aussehen: über Kondrau und Prag zurück in die Bezirksliga.

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