08.08.2018 - 12:06 Uhr
WinklarnSport

Bastian Steger zockt Youngster ab

Europa gegen Asien ist der Dauerbrenner im Tischtennis. Für den jüngsten "Kampf der Kontinente" wird auch der Oberpfälzer Routinier Bastian Steger nominiert - für ihn völlig überraschend.

Höchste Konzentration und voller Fokus auf der Zelluloid-Ball: Mit all seiner Routine setzte sich Bastian Steger (37) gegen den 15 Jahre jüngeren Japaner Koki Niwa durch.
von Externer BeitragProfil

Bei der neuesten Auflage der Euro-Asia All-Stars-Challenge im Tischtennis, die diesmal im chinesischen Nantong ausgetragen wurde, war auch der Oberpfälzer Routinier Bastian Steger am Start. Nach einem Jahr Pause lebte der Kampf der Kontinente wieder auf: Fünf asiatische Spieler duellierten sich mit fünf Europäern. Seit 2009 gibt es dieses Turnier, zu dem stets namhafte Spieler eingeladen werden, die an zwei Turniertagen versuchen, für "ihren" Kontinent zu punkten.

Oldie Samsonov

Während auf asiatischer Seite unter anderem Olympiasieger und Weltmeister Zhang Jike (China), der Spitzenmann Lee Sangsu aus Korea und Chun Ting (Hongkong) aufliefen, waren für Europa der ehemalige Weltranglisten-Erste Vladimir Samsonov aus Weißrussland und der ehemalige Europe-Top-12-Sieger Marcos Freitas aus Portugal am Start.

Eine ehrenvolle Nominierung wurde auch dem Winklarner Bastian Steger zuteil. Der vielfache Deutsche Meister und Nationalspieler, fünffache Europa- und zweifache Vizeweltmeister sowie zweifache Bronzemedaillen-Gewinner bei Olympischen Spielen stand mit seinem europäischen Team einer starken asiatischen Macht gegenüber. Steger, Weltranglisten-32., nahm bereits zweimal, 2014 und 2015, an der Challenge teil und wirkte beim ersten und einzigen europäischen Sieg 2015 mit.

Diesmal bescherte ihm das Los ein Duell gegen Zhang Jike, das chinesische Pop-Idol schlechthin. Der Olympiasieger und Weltmeister von 2012 hatte wenig Mühe mit Steger, der nach der Sommerpause von der Nominierung doch überrascht worden war. Erst im dritten Satz gestaltete der Oberpfälzer die Partie ausgeglichen, zeigte seine Qualitäten, musste sich dem großen Favoriten und Grand-Slam-Sieger aber dennoch knapp mit 12:14 geschlagen geben. Am ersten Wettkampftag gelang lediglich dem Portugiesen Freitas ein Sieg für Europa, der immerhin zum 1:4-Gesamtstand verkürzte.

Routiniert und abgezockt

Am zweiten Tag stand Steger dem hochtalentierten Koki Niwa aus Japan gegenüber. Nicht allein die Weltranglisten-Position als Top-Ten-Spieler, sondern auch der Altersunterschied von 15 Jahren schienen auf ein einseitiges Match zugunsten des Asiaten hinzudeuten. Doch Steger zeigte sich unbeeindruckt, spielte aggressiv und setzte den Japaner ständig mit Vor- und Rückhandgeschossen unter Druck. Zudem spielte der 37-Jährige all seine Erfahrung aus und überraschte mit einem 3:1-Sieg auch die Fachwelt.

Den letztlich ungefährdeten 7:3-Erfolg der Asiaten konnte auch Oldie Vladimir Samsonov, der an sieben von acht Ausgaben der Challenge teilgenommen hatte, mit seinem Sieg gegen Taiwans Spitzenspieler Chuang Chih-Yuan nicht verhindern.

"Es ist natürlich toll, für die All-Stars-Challenge nominiert gewesen zu sein. Das waren sehr schöne Eindrücke. Umso mehr freut es mich, dass ich außerdem gegen Niwa sehr gut gespielt habe und auch einen Punkt für Europa beisteuern konnte", sagte Steger nach dem Match. Mit diesem Sieg setzte Steger zudem ein Zeichen im Hinblick auf die Europameisterschaft im September in Alicante (Spanien).

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