14.05.2018 - 20:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Gala-Matinée der Sing- und Musikschule Acht Auserwählte

Unter dem Dach "Studienvorbereitende Ausbildung" hütet die Städtische Sing- und Musikschule (SMS) ihre Besten und Begabtesten. Woran dort während des Schuljahres gefeilt wird, präsentierten acht Auserwählte bei einer Gala-Matinée in der Berufsfachschule für Musik. Im Mittelpunkt des vormittäglichen Sonntags-Konzerts stand aber nicht nur die Freude an der Musik, sondern auch der zumindest indirekt heilende Effekt von Debussy, Haydn, Bach und Co. - die Eintrittsspenden gingen komplett an die Sammelaktion für den herzkranken Basti.

Cellistin Anna Rösch lässt Bach und Fauré erklingen. Bilder: aks (2)
von Anke SchäferProfil

Zur Balance zwischen Fördern und Fordern in der studienvorbereitenden Ausbildung gehören regelmäßige Auftritte vor Publikum, und so war das Galakonzert eigentlich nichts Ungewöhnliches für die Schüler, die neben praktischem Unterricht auch jede Menge Theorie zu bewältigen haben. Neu war jedoch die Herausforderung im Nebenfach, die Querflötistin Susanne Hiltl als feinfühlige "Clair de lune"-Interpretin am Flügel und Pianist Maximilian Hauer am melodiefreien Drum-Set absolvierten - und genauso meisterten wie ihre Fauré- beziehungsweise Brahms-Soli am angestammten Instrument.

Maximilian Hauer war gar noch ein drittes Mal an der Reihe, um zusammen mit Violinistin Klara Vogel ihren idyllischen "Jugend musiziert"-Beitrag aus der Feder von Alfred Schnittke zu präsentieren. Schon aufgrund der Erfordernis zweier Flügel selten, gehört dagegen der Ausschnitt aus Haydns D-Dur-Klavierkonzert mit Jakob Krusche und Klavierpädagogin Lisa Milyukova auf künstlerischer Augenhöhe.

Was alles an verschiedenen Rhythmen, Lautstärken und Intensitäten in einer einzigen Snare-Drum steckt, exerzierte Ben Hartmann gekonnt und souverän vor. Mit dem Variationsreichtum seines Tenorhorns beeindruckte Benedikt Trummer: Samt-seidige Tonkaskaden statt gewöhnlichem Humptata machten den Unterschied.

Als harmonisches Paar erwiesen sich Anna Rösch und ihr Violoncello, dem sie diesmal kniffligen Bach und das romantische "Après un rêve" von Gabriel Fauré entlockte. Den modernen Schlusspunkt setzte Querflötist Sebastian Schürfeld mit einer virtuosen Ballade von Frank Martin. Die pianistische Partnerschaft übernahm hier Lisa Milyukova, die auch viele andere Solisten des Vormittags mit Können und Einfühlungsvermögen am Flügel zur Seite stand.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.