23.05.2018 - 21:12 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Im Schützengau Sulzbach-Rosenberg Nichts für schwache Nerven

Ein Turnier über vier Monate mit sechs spannenden Wettkämpfen und zum Abschluss noch ein Finale der Spitzenklasse. Dazu noch eine kurzweilige Siegerehrung.

2. Bürgermeister Günter Koller (rechts) und Turnierleiter Werner Fischer (links) ehrten die Klassensieger mit Goldmedaillen und Urkunden. Bild: mdh
von Autor MDHProfil

Dies alles bot das 12. Gauranglistenturnier des Schützengaues Sulzbach-Rosenberg. "Das Dutzend ist voll", meinte Turnierleiter Werner Fischer eingangs der Siegerehrung im vollbesetzten Schützenheim von Germania Großalbershof, wo auch alle Wettkämpfe auf einer elektronischen Anlage absolviert wurden.

Voraus ging aber ein Finale, das die Zuschauer begeisterte und von den acht Schützinnen und Schützen ein starkes Nervenkostüm erforderte. Schon bei der Vorstellung der Finalteilnehmer durch Moderator Manfred Dütsch und der Informationen über die einzelnen Schützen und deren Bestleistungen und Erwartungen wurde klar, dass hier die Tagesform und Nervenstärke die Entscheidung bringen würde.

Neuland für viele

Das Finale wurde nach den Regeln der ISSF geschossen und war für viele somit Neuland. Die jeweils acht Teilnehmer mussten zuerst zwei Finalserien a fünf Schuss in 250 Sekunden absolvieren und danach folgten Einzelschüsse in jeweils 50 Sekunden und alles auf Kommando.Nach dem insgesamt 12., 14. usw. Schuss musste der Ringschlechteste den Stand verlassen, solange, bis nur noch zwei Schützen am Stand verblieben. Die vielen Zuschauer im Hintergrund und vor der Bildschirm konnten sich der Spannung nicht entziehen und mehrfacher rhythmischer Beifall erhöhte die Nervosität der Schützen. Und so schied mancher, als Mitfavorit gehandelt, frühzeitig aus.

Reichenberger vorne

Annika Ertl, die ihre Mannschaft von Gemütlichkeit Tanzfleck präsentierte, setzte sich mit ihren ersten zehn Schuss eindrucksvoll in Szene und führte das Feld mit über vier Ringen Vorsprung an. "Das bringt sie nach Hause", meinten die "Experten und Altmeister", doch alle sollten sich irren. Mit jedem der nächsten Einzelschüsse nach Kommando holte Lena Reichenberger (1912 Neukirchen auf) und ein Konkurrent nach dem Anderen musste die Segel streichen und den Stand verlassen.

Mit 236,4 Ringen setzte sich die Neukirchnerin überlegen durch und gewann damit für ihren Verein den Mannschaftscup, der zum ersten Mal ausgeschossen wurde. Zweite wurde Annika Ertl vor Xenia Gareis (FSG Sulzbach).

Ein Turnier für alle Klassen, vom Schüler- bis zum Seniorschützen zu veranstalten und gleichzeitig immer etwas Neues einbringen, sei alle Jahre wieder das Ziel gewesen, so Turnierleiter Fischer bei der Siegerehrung und mit dem Finale auf den elektronischen Ständen sei wieder ein sportliches Highlight gesetzt worden. "Nicht nur quantitativ sondern vor allem qualitativ waren die Ranglistenturniere des Schützengaues Sulzbach-Rosenberg immer ein voller Erfolg."

Wanderpokal vergeben

Freude und Leidenschaft sah er hier vor allem bei den älteren Schützen und verdeutlichte, dass neben dem Leistungsgedanken vor allem auch der Breitensportgedanke und die Gemütlichkeit nach den Wettkämpfen mit im Vordergrund stünden. Neben der Rangliste, der Ringewertung und dem Mannschaftscup wurden in diesem Turnier auch noch zwei Wanderpokale und Schinkenpreise für Luftgewehr und Luftpistole ausgeschossen.

Die Wanderpokale, die dieses Jahr ihre endgültigen Besitzer fanden, gingen bei Luftgewehr, gestiftet von Wolfgang Moll, an Klaus Tuchbreiter (1893 Rosenberg) und bei der Luftpistole, gestiftet von Joachim Jäger, an Alfred Birner (FSG Sulzbach).

Schinken für Regler

Die Schinkenscheibe im Aufgelegtschießen ging an Gisela Heinz (FSG Sulzbach) mit einem 2,2 Teiler und im freien Anschlag gewann Pauline Regler (Silberdistel Neutras) mit einem 5,3 Teiler den größten Schinken.Schützengau Sulzbach-Rosenberg

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