10.01.2019 - 17:06 Uhr
OTon

Chili in der Suppe, Curry im Kaffee

Ich koche gerne. Aber es muss irgendwie besonders sein. Eine kreative Herausforderung. Zum Beispiel zwei Zutaten, die kaum etwas miteinander zu tun haben, in einem Gericht zu kombinieren. Oder mit möglichst wenigen Zutaten zu kochen.

Kochen braucht die kreative Herausforderung, finde ich.
von Dominik Konrad Kontakt Profil

Als der Fernsehkoch Steffen Henssler in einem Buch zum Thema "Schnelle Rezepte mit maximal sechs Zutaten" zwei verschiedene Varianten beschrieben hat, wie ich Frühlingszwiebeln verwenden kann, hat es mich gepackt: Kochen kann eine kreative Herausforderung sein. Möglichst schnell, möglichst einfach, möglichst lecker, möglichst besonders. Die Frühlingszwiebeln für eine asiatische Nudelsuppe werden bei mir inzwischen zur einen Hälfte zum Kochgemüse und zur anderen Hälfte zu einer Art Schnittlauchersatz zum Drüberstreuen. Das spart eine Zutat und ein bisschen Arbeit.

Beim Orange-Fenchel-Salat wird der ausfallende Orangensaft wegen der Säure gleich Teil des Dressings. Öl, dazu ein bisschen Weinessig und Rosmarin. Letzterer steht bei mir als Strauch auf dem Fensterbrett über der Heizung. Und als eine der wenigen Pflanzen findet er das warme, trockene Heizungsklima im Winter super, schlägt voll aus und blüht sogar. Gartenbau für Arme, aber immerhin Kräuter aus eigenem Anbau.

Und dann gab es noch den Tag, an dem ich „Maronen“ und „Chili“ bei Chefkoch.de eingegeben habe. Die Suche präsentierte als Vorschlag eine Suppe mit Kokosmilch, Limette, Gemüsebrühe, gehackten Maronen und kleingeschnittenen Chilischoten. Ich habe noch Frühlingszwiebeln dazugegeben. Als Gemüsebeilage und zum Drüberstreuen. War echt gut.

Wenn wir schon bei Flüssigem sind: Irgendwie gehören Getränke für mich auch zum Thema „Kochen“. Schon als Kind habe ich mit Zitronensaft und Zucker Limonade angerührt. Das kam sogar ganz gut an. Heute kommt ins Kaffeepulver gerne mal ein Hauch Curry oder Kurkuma, in den Tee gebe ich regelmäßig ein paar Scheiben Ingwer. Sehr besonders. Auch gut: Yogi-Tee. Eine Kanne davon und ich werden demnächst mal wieder einen dunklen Wintertag vor dem Fernseher verbringen. Trancehaft! Aber jetzt ist Feierabend. Und heute Abend mache ich mir ein Rumpsteak. Mit Zwiebel-Mais-Gemüse. Das Steak scharf anbraten und im Ofen fertig backen. Zum Fleisch kommt natürlich wieder Rosmarin. Das Gericht ist einfach und benötigt nur wenige Zutaten. Guten Appetit.

OTON:

Wir sind junge Mitarbeiter der Oberpfalz-Medien. In unserer Kolumne „OTon“ schreiben wir einmal in der Woche über das, was uns im Alltag begegnet – was wir gut finden, aber auch, was uns ärgert. Dabei geht es weniger um fundierte Fakten, wie wir sie tagtäglich für unsere Leser aufbereiten, sondern um unsere ganz persönlichen Geschichten, Erlebnisse und Meinungen. Wir wollen zeigen, dass nicht nur in Hamburg, Berlin oder München Dinge passieren, die uns junge Menschen bewegen. Alle Teile dieser Kolumne sind zu finden unter onetz.de/oton.

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