Ich bin träge und müde, meine Augenlider werden von Minute zu Minute schwerer. Füße hoch. Nur eine kurze Pause. Ich sinke auf die Couch, in die kuschelige Decke und ein Meer aus weichen Kissen. Meine Augen fallen zu. Was für ein Glück! Mit letzter Kraft mache ich meine müden Äuglein noch einmal auf und werfe einen letzten Blick auf die Uhr: Es ist 13:37 Uhr. Und ich sage an einem anstrengenden Tag der Welt mittags einfach „Gute Nacht“. Es gibt nichts schöneres als einen Mittagsschlaf. Es ist der beste Teil des Tages. Mein größtes Glück zwischen Telefonaten, E-Mails, Terminen, Besorgungen und Alltagsturbulenzen. Ich brauche diese Ruhe, um wieder in Normalzustand zu kommen. Eine Schlafpause macht glücklich, kurbelt die Kreativität an, verhindert Fehler und Streit, steigert die Gehirnleistung sowie Herzgesundheit und beugt Burnout vor - sagen Experten. Wie soll ich reibungslos funktionieren, Reportagen schreiben, Freunde treffen, zum Sport gehen und am nächsten Tag die gleiche Prozedur von vorne wiederholen? Das ist auf Dauer nicht möglich, ohne dazwischen die Augen zu schließen. Dabei muss ich nicht mal einschlafen, dösen reicht schon. Länger als 20 bis 30 Minuten darf der Powernap eh nicht dauern, sonst ist der Mittagsschläfer noch erledigter als vorher. Ein Mittagsschlaf erfrischt mich so, wie kein Kaffee es jemals vermögen wird.
Wir sind junge Mitarbeiter der Oberpfalz-Medien. In unserer Kolumne „OTon“ schreiben wir einmal in der Woche über das, was uns im Alltag begegnet – was wir gut finden, aber auch, was uns ärgert. Dabei geht es weniger um fundierte Fakten, wie wir sie tagtäglich für unsere Leser aufbereiten, sondern um unsere ganz persönlichen Geschichten, Erlebnisse und Meinungen. Wir wollen zeigen, dass nicht nur in Hamburg, Berlin oder München Dinge passieren, die uns junge Menschen bewegen. Alle Teile dieser Kolumne sind zu finden unter onetz.de/oton.













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