27.12.2018 - 14:32 Uhr
OTon

Nie ohne mein Team

Sport macht Spaß. Zumindest meistens und vor allem dann, wenn wir uns nicht alleine plagen müssen. Das findet zumindest unsere Autorin und erklärt, warum sie nicht auf ihre Mannschaft verzichten möchte.

Mit Freunden: Unsere Autorin macht viel lieber gemeinsam mit anderen Sport als alleine.
von Miriam Wittich Kontakt Profil

2019. Das nächste Jahr naht und für viele Menschen bedeutet das: Gute Vorsätze fassen. An Silvester nehmen wir uns immer wieder aufs Neue vor, das Rauchen aufzugeben, mehr zu reisen oder gesünder zu leben. Wir wollen uns mehr Zeit für Freunde und Familie nehmen, weniger für das Handy – oder mehr Sport treiben. Die Anmeldungen in den Fitnessstudios gehen im Januar durch die Decke. Das Jahr über durchhalten können das dann jedoch nur Wenige.

Nach der Arbeit noch zum Sport, da fällt es schon mal schwer, den eigenen Schweinehund zu überwinden. Deswegen sportel ich am liebsten mit anderen gemeinsam. Ab und zu alleine laufen und den eigenen Gedanken nachhängen: auch schön. Aber die Entscheidung gegen die Couch fällt doch viel leichter, wenn ein, zwei, fünf oder fünfzehn Freunde auf einen warten.

Teamsport heißt zwar auch, dass man Kompromisse eingehen, vielleicht mit Menschen auskommen muss, mit denen man sonst eher nicht befreundet wäre. Immer den eigenen Willen durchsetzen geht da nicht. Und mit festen Trainingszeiten und Spieltagen ist man zeitlich ganz schön unflexibel. Dafür bleibt aber auch weniger Spielraum für Ausreden.

Egal wie blöd ein Tag gelaufen ist, egal wie gestresst ich bin, komm ich vom Fußballtraining heim, bin ich fast ausnahmslos gut gelaunt. Mit meiner Mannschaft kann ich lachen, Schmarrn reden, mich ablenken. Wir gehen eher an unsere Grenzen oder darüber hinaus, wenn da noch jemand ist, der sich auf einen verlässt. Wir motivieren uns gegenseitig und feiern miteinander. Und das Beste: Verlieren ist zusammen viel weniger schlimm als alleine und über einen Sieg freuen wir uns gemeinsam umso mehr.

OTon:

Wir sind junge Mitarbeiter der Oberpfalz-Medien. In unserer Kolumne „OTon“ schreiben wir einmal in der Woche über das, was uns im Alltag begegnet – was wir gut finden, aber auch, was uns ärgert. Dabei geht es weniger um fundierte Fakten, wie wir sie tagtäglich für unsere Leser aufbereiten, sondern um unsere ganz persönlichen Geschichten, Erlebnisse und Meinungen. Wir wollen zeigen, dass nicht nur in Hamburg, Berlin oder München Dinge passieren, die uns junge Menschen bewegen. Alle Teile dieser Kolumne sind zu finden unter onetz.de/oton.

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