12.07.2018 - 16:34 Uhr
OTon

Parkverbot

Mir reicht’s! Liebe Leute, ist es denn so schwer, Autos oder Motorräder nur dort abzustellen, wo es erlaubt ist?

Symbolbild.
von Eva Hinterberger Kontakt Profil

Erst kürzlich hat ein Kollege in einem Artikel geschrieben, dass es in Weiden 4256 öffentliche Parkplätze gibt. Liebe Autofahrer, warum nutzt ihr nicht die? Warum parkt ihr lieber mein Auto ein?

Aber von vorne: Ich wohne in der Innenstadt. Für mein Auto habe ich einen Parkplatz gemietet. Der ist dank eines absperrbaren Pfostens gut als Privatparkplatz zu erkennen. So hab ich keinen Stress, nach Arbeit, Sport oder Einkaufen einen Parkplatz zu finden. Meinte ich zumindest. Denkste.

Anscheinend ist die halbe Stadt der Meinung, dass es eine gute Idee ist, sich vor diesen Pfosten zu stellen. Egal, ob mein Auto nun da steht, oder nicht. An Ausreden hab ich schon fast alles gehört: Das klassische „Ich wollte nur kurz was abholen“. Wobei „kurz“ gerne mal 20 Minuten dauert. Oder aber: „Das Auto gehört meinem Sohn.“ Ja und? Mir egal, wem es gehört. Fahr es weg! Eine interessante Ausrede war auch: „Ich dachte, Sie sind unterwegs.“ Richtig gedacht, war ich auch. Aber wer unterwegs ist, kommt auch wieder zurück. Fehler erkannt?

Besonders kreativ: „Neben dem Parkplatz stand ein Fahrrad, deswegen konnte ich mein Motorrad da nicht parken.“ Achso. Weil ein anderer Parkplatz, an dem übrigens auch „Bitte Einfahrt freihalten“ steht, besetzt ist, fährst du das Motorrad am Pfosten vorbei und blockierst einen Parkplatz. Absolut logisch.

Anfangs war ich noch nett. Kann ja mal passieren. Mittlerweile bin ich einfach nur genervt. Ja, vielleicht wollt ihr da nur „schnell fünf Minuten“ parken oder „was abholen“. Ich renne aber vielleicht schon den dritten Tag in Folge nach einem langen Arbeitstag von Laden zu Laden und suche den Übeltäter.

Den Höhepunkt des Falschparkens habe ich letztens vor meiner Haustür erlebt. Es stand ein Handwerkerfahrzeug so nah an der Tür, dass ich nicht durchgepasst habe. Und nein, ich bin nicht übermäßig breit. Wie kann man sich bitte so bescheuert hinstellen? Der Gedanke, dass in ein Wohnhaus auch mal Menschen reingehen wollen, ist nun wirklich nicht so abwegig. Und nein, natürlich war nicht sofort klar, wo der Fahrer des Wagens sich gerade rumtreibt.

Also liebe Mitmenschen, wenn ihr euer Auto das nächste Mal irgendwo „mal kurz“ abstellt, denkt doch bitte an die Leute, die ihr da gerade zuparkt oder aussperrt. Und wenn es gar nicht anders geht, hinterlasst doch eine Nummer an der Windschutzscheibe oder lasst schnell jemanden im Auto warten. Und nein, damit meine ich jetzt nicht Hund oder Kind! Oder nehmt gleich das Fahrrad. Das mach ich jetzt auch. Das kann man nämlich fast überall stressfrei und umsonst abstellen.

Info:

OTon

Wir sind junge Mitarbeiter der Oberpfalz-Medien. In unserer Kolumne „OTon“ schreiben wir einmal in der Woche über das, was uns im Alltag begegnet – was wir gut finden, aber auch, was uns ärgert. Dabei geht es weniger um fundierte Fakten, wie wir sie tagtäglich für unsere Leser aufbereiten, sondern um unsere ganz persönlichen Geschichten, Erlebnisse und Meinungen. Wir wollen zeigen, dass nicht nur in Hamburg, Berlin oder München Dinge passieren, die uns junge Menschen bewegen. Alle Teile dieser Kolumne sind zu finden unter onetz.de/oton.

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