20.06.2019 - 10:13 Uhr
OTon

Raus aus der Komfortzone

Risiko oder Altbekanntes? Immer öfter hat sich Lena Schulze entschieden, ihrer Komfortzone treu zu bleiben. Die will sie jetzt erweitern und hat schon eine Idee, wie.

Öfter mal was Neues: Um aus der Komfortzone rauszukommen, empfiehlt Lena Schulze, öfter Dinge auszuprobieren, die man vorher noch nicht gemacht hat. Hier war sie zum ersten Mal richtig Bergwandern.
von Lena Schulze Kontakt Profil

Mit der Komfortzone ist es so eine Sache. Ich glaube ich habe mich in meiner in letzter Zeit zu wohl gefühlt - und darüber nachgedacht. Es gibt Menschen, die sind risikobereiter und welche, die bleiben lieber beim Altbekannten. Einerseits braucht jeder Mensch seinen kleinen sicheren Hafen. Andererseits ist schon was dran, wenn Experten sagen: Wer seinen Wohlfühlbereich nie verlässt, nie etwas riskiert, wird auch nie etwas erreichen. Neue Situationen bringen uns dazu, alte Wege zu verlassen, neue Lösungen zu finden. Zu viel davon - ständige Überforderung - führt aber zu Panik und Erstarren. Dabei lernt man nichts. Auch nicht optimal. Wer Risiken eingeht, vergrößert seine Wohlfühlbereich. Wie komme ich also aus meiner Komfortzone raus?

Ich überlege, wann ich zuletzt etwas zum ersten Mal gemacht habe. Ich überlege lange. Das erste Mal Auto fahren. Der erste Filmriss nach einer Party. Das erste Mal das Handy verloren. Und dann den Perso. Der erste Kuss. DAS erste Mal. Die erste Reise ganz alleine. Sich zum ersten Mal in einer fremden Stadt verlaufen. Das erste eigene Auto kaufen. Der erste Autounfall. Wenn zum ersten Mal ein Familienmitglied stirbt. Wenn das erste Mal aus einen „Ich“ ein „Wir“ wird. Der erste Streit. Das erste Mal nachts nackt im Weiher baden. Der erste Arbeitstag. Der Umzug in die erste eigene Wohnung. Sich das erste Mal aussperren. Wenn einem das erste Mal bewusst wird, wie schlecht man ohne Brille sieht. Zum erste Mal ein neues Kuchenrezept ausprobieren. Es gibt so viele erste Male. Und so viel, dass ich noch nicht gemacht oder ausprobiert habe. Ein Festival besuchen. Ein Möbelstück bauen. Paragliding. Aufstehen, nur um den Sonnenaufgang zu sehen. Ein Ausgangspunkt, um meine Komfortzone zu erweitern.

OTon:

Wir sind junge Mitarbeiter der Oberpfalz-Medien. In unserer Kolumne „OTon“ schreiben wir einmal in der Woche über das, was uns im Alltag begegnet – was wir gut finden, aber auch, was uns ärgert. Dabei geht es weniger um fundierte Fakten, wie wir sie tagtäglich für unsere Leser aufbereiten, sondern um unsere ganz persönlichen Geschichten, Erlebnisse und Meinungen. Wir wollen zeigen, dass nicht nur in Hamburg, Berlin oder München Dinge passieren, die uns junge Menschen bewegen.

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