04.01.2018 - 15:38 Uhr
UrsensollenOberpfalz

Ursensollens Bürgermeister Franz Mädler feiert am Sonntag Geburtstag Der große Einer wird 65

Er ist ein Mann des Ausgleichs und der Versöhnung. Das hat Franz Mädler zu einem der erfolgreichsten Bürgermeister in der Region werden lassen. Und seine Gemeinde Ursensollen zu einer Vorzeigekommune. Am Sonntag wird Franz Mädler 65 Jahre alt.

Franz Mädler, der Bürgermeister von Ursensollen, wird am Sonntag 65. Jahre alt. Bild: Hartl
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Amberg-Sulzbach. Franz Mädler hat es geschafft, seine Gemeinde zu einen. Mit diesem einen Satz wäre seine politische Leistung wohl auf den kürzest möglichen Nenner gebracht. Doch dahinter steckt viel mehr. Denn seither boomt Ursensollen. Sheepworld und Fischer Automobile sind nur zwei der bekannten Aushängeschilder, die in seiner nun fast 16 Jahre währenden Amtszeit in die Gemeinde gekommen sind. Demnächst fügt sich auch noch der Grammer-Firmensitz in die lange Reihe der Erfolge.

Worauf Franz Mädler besonders stolz ist? "Dass die Ursensollener stolz auf ihre Gemeinde blicken", sagt er und denkt dabei nicht nur an die wirtschaftlichen Erfolge. Der Dorfplatz, der Kubus - auch damit kann sich Ursensollen inzwischen sehen lassen. Das Geheimnis hinter dem Erfolg heißt "Einigkeit". Das betont Mädler immer wieder. Wichtige Entscheidungen bespricht er vorab immer mit seinen beiden Bürgermeistern und den drei Fraktionsvorsitzenden, um einen ersten Konsens zu erreichen, bevor es in den Gemeinderat geht.

Von der Post zur Telekom

So hat er es beispielsweise auch mit dem Planetarium gehalten. Baubeginn der nun etwas vergrößerten Variante wird im Frühjahr sein, der ehrgeizige Zeitplan sieht eine Eröffnung zum Jahresende 2018 vor. "Wenn es dann nicht ganz klappt mit dem Termin, ist das aber auch nicht schlimm", zeigt Franz Mädler große Gelassenheit. Aber Ursensollen baut mit dem Planetarium etwas, das sogar in der weiteren Region nicht annähernd existiert.

Bürgermeister hat Franz Mädler, der am 7. Januar 1953 in Ursensollen geboren wurde, natürlich nicht gelernt. Aufgewachsen ist er auf dem elterlichen Bauernhof, den der Vater, der bei der Bundesbahn beschäftigt war, gemeinsam mit der Mutter betrieb. Zwei ältere Brüder hat Franz Mädler, der das Erasmus-Gymnasium nach der 10. Klasse schmiss und auf die neu eröffnete Fachoberschule wechselte. "Ich liebe Griechenland - aber mich hat letztendlich Altgriechisch vertrieben", erzählt er. "Und ich bin durch und durch Techniker."

Nach dem Studium der Elektrotechnik in Regensburg fing Franz Mädler bei der Deutschen Post als Fernmelde-Netzplaner an. Bis 2002 blieb er dem Unternehmen treu, das im Lauf der Zeit zur Telekom wurde. Zuletzt betreute er als Leiter des Geschäftskundenvertriebs die Unternehmen der Region. "Grammer war auch dabei." Gemeinsam mit der Telekom startet demnächst auch die Glasfaserverkabelung der Gemeinde, die Franz Mädler für eine wichtige Basis des wirtschaftlichen Vorankommens hält.

Seit 2002 Bürgermeister

Am 1. Mai 2002 übernahm Franz Mädler das Amt des Bürgermeisters, in das er eigener Aussage nach zwar nicht gedrängt, sich aber gegen die damit verbundene Verantwortung auch nicht gesperrt hat. Bereut hat er es aber auf keinen Fall, seinen gut dotierten Job bei der Telekom für seine Heimatgemeinde aufgegeben zu haben. "Natürlich kannst Du es nicht allen recht machen", sagt Franz Mädler und erinnert sich an manche schlaflose Nacht. Doch am Ende überwiegt die Gewissheit, sehr viel richtig gemacht zu haben.

Seit 40 Jahren ist Mädler nun mit seiner Frau Bernadette verheiratet, zwei Töchter und ein Sohn gingen aus der Ehe hervor. "Die Familie wurde in den Jahren schon oft hintenan gestellt", sagt er und verspricht Besserung, wenn er nach 2020 ein freier Mann sein wird. Langweilig wird es im aber nicht werden. Die Fotografie, die Heimatkunde, das Bergwandern oder die Waldarbeit - die Zukunft verspricht viele ausgefüllte Stunden. Beispielsweise im neuen Planetarium von Ursensollen, in dem Franz Mädler mit Sicherheit auch nach seiner Zeit als Bürgermeister sehr oft zu finden sein wird.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.