16.05.2018 - 15:26 Uhr
VohenstraußOberpfalz

MMC-Sodalen treffen sich zum Bezirkskonvent Dieser Pfingstmontag wird anders

Monsignore Thomas Schmid ist schon jetzt neugierig, wie viele Menschen am zweiten Pfingstfeiertag verdutzt sein werden. "Ich hoffe, es sind viele." Denn Papst Franziskus hat dem Pfingstmontag eine neue Bedeutung gegeben.

Die MMC-Sodalen treffen sich mit den Marienbannern vor der Kirche, um mit Zentralpräses Monsignore Thomas Schmid (Mitte, links) und Pfarrpräses Kaplan Ulrich Eigendorf (Mitte, rechts) Gottesdienst zu feiern. Bild: dob
von Elisabeth DobmayerProfil

Diese Meldung freute die Marianische Männercongregation (MMC) und Zentralpräses Schmid. Der Geistliche war anlässlich des Bezirkskonvents nach Vohenstrauß gekommen.Mit einem beschwingten Gruß an die Gottesmutter mit dem Lied "Gegrüßet seist du Königin" begann nach dem Einzug der Sodalen mit ihren blau-weißen Bannern der Gottesdienst. In die Kirche waren die Mitglieder aus den Ortsgruppen aus den Bezirken XI Fahrenberg (Oberpfälzer Wald) und XII Armesberg (Nördliche Oberpfalz) gekommen.

In der Eucharistiefeier wollen sich die Gläubigen bestärken für all das, was sie dann hinaustragen, um zu zeigen, "dass unsere Kirche lebt, dass unser Glaube lebendig ist", hob Schmid hervor. Er sei schon gespannt, wie viele heuer am zweiten Pfingsttag etwas überrascht schauen werden und feststellen, dass an diesem Tag Maria als Urbild der Kirche gefeiert werde. Vor ein paar Wochen habe das Papst Franziskus verfügt, aber wie es im deutschsprachigen Katholizismus so ist, hätten gleich wieder einige aufgebracht reagiert und waren auf Angriff gestimmt und elektrisiert. Man setze so der Bedeutung des Heiligen Geists Schranken und, so typisch katholisch, hebe Maria gar noch an die Stelle Gottes, berichtete der Zentralpräses. Wieder andere hätten dem Papst unterstellt, der habe das nur gemacht, damit der Pfingstmontag nicht als Feiertag abgeschafft werden kann. "Letzteres lässt erkennen, wie bei manchen die Fantasie sprießt", meinte Schmid.

"Wer nicht so aus dem Bauch heraus mit scharfen Worten schießt, wer die Glaubens- und Erlösungsgeschichte genau anschaut, wer sie im Herzen trägt und erwogen hat, der kann so etwas gar nicht sagen", fand er. Was würde denn enger zusammenpassen als der Heilige Geist und die Muttergottes? Durch wen wurde sie denn Mutter Gottes? Das Einfügen eines Fests in einem kirchlichen Kalender sei immer ein Fingerzeig in die jeweilige Zeit. Es fehlten Berufungen und es gebe Schwierigkeiten mit der Besetzung der Pfarreien. "Die Verantwortlichen kümmern sich um Strukturen und wälzen Probleme hin und her." Umso mehr sie dies tun, unterliegen sie dem Trugschluss, dass man Kirche machen könnte. Grundstrukturen braucht man, aber "wir Menschen machen Kirche nicht". Der "Macher" in unserer Kirche ist Gottes Geist. "Damit ich aber genau so handeln kann, muss ich ruhiger werden und nicht wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen überall Probleme wälzen."

Dafür sei jene Frau vor allen anderen Vorbild, die den Geist gehört habe, die ihn befragt und empfänglich machte und durch ihn Leben in sich spürte - Maria. "Sie gehört als Mutter des Lebens schon immer in unsere Mitte und in die Mitte unserer Kirche. Und sie tut genau das was wir alle tun, Mensch zu Mensch sein."

Nach dem Gottesdienst trafen sich die Mitglieder im Gasthof "Drei Lilien" zum Konvent. Ortsobmann Konrad Uschold gab den Sodalen den Termin der Maiandacht in der Obertresenfelder Marienkapelle am Sonntag, 27. Mai, um 19.30 Uhr bekannt. Auch die Teilnahme am Kapellenfest in Obertresenfeld am Sonntag, 2. September, ist schon fest eingeplant. Als weitere Termine kommen die Männerwallfahrt zum Fahrenberg am Sonntag, 9. September, und das MMC-Hauptfest in Kirchenpingarten am Sonntag, 23. September, dazu.

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