16.05.2018 - 20:00 Uhr
WaidhausOberpfalz

Marktrat Waidhaus "Bäckeröd" für Betrieb bereit

Der Saisonstart in der Waidhauser Freizeitanlage "Bäckeröd" steht kurz bevor. In der Marktratssitzung informiert Bürgermeisterin Margit Kirzinger über das Ergebnis eines sogenannten Durchströmungs-Versuchs.

Pünktlich zu den Pfingstferien steht das gesamte Angebot der Freizeitanlage "Bäckeröd" wieder zur Verfügung. Bild: fjo
von Josef ForsterProfil

Am Ende des Tests habe es ein unvermutetes Entgegenkommen der beteiligten Fachstellen gegeben. In einer Sitzung des Hauptverwaltungs-Ausschusses waren ranghohe Vertreter von Gesundheits- und Landratsamt sowie eines Ingenieurbüros nach Waidhaus gekommen, sagte die Rathauschefin am Montag. Die erst jüngst wieder modernisierte Technik sollte zeigen, was sie zu leisten imstande ist. Das Augenmerk galt dabei vor allem den flacheren Uferbereichen des großen beheizbaren Naturbadesees.

Schafft es die aktuelle Technik, innerhalb von 15 Minuten im gesamten Becken eine ausreichende Chlor-Durchmischung zu erzielen? So lautete die Vorgabe für den Testbetrieb. Aufwendige Messverfahren seien eingesetzt worden. Bauamts-Leiter Christian Meier ergänzte die umfangreichen Aufzeichnungen der Ergebnisse sogar mittels Drohnen-Überflügen. Das Ergebnis habe dennoch nicht dem gesteckten Zeitrahmen entsprochen.

Muss die Kommune nun in den sauren Apfel beißen und erneut eine dreiviertel Million Euro in die Hand nehmen? Die Bürgermeisterin hatte es in den Bürger- und Ortsteilversammlungen bereits für möglich gehalten. Unter Hinweis auf das verbesserte Ergebnis im Vergleich zu den Vorjahren und mit Blick auf die hohen Investitionskosten wolle das Gesundheitsamt eine "gemeinsame, gute Lösung" mit der Kommune erreichen. Nun werden das Landes-Gesundheitsamt und ein Fachbüro hinzugezogen. "Wir sind dankbar für diesen Weg des Gesundheitsamts, um miteinander einen für beide Seiten passenden Abschluss zu finden", freute sich Kirzinger.

Vor allem die neue Aussage von allen fachlichen Seiten, wonach eine endgültige Entscheidung über den Sanierungsumfang noch deutlich zu früh sei, habe sie mit Freude vernommen. Zumal damit das Okay für den Betrieb nicht nur für diese, sondern auch für die nächste Saison einhergehe. Frühestens im Herbst 2019 müsse nun erst "das zu Machende" feststehen. "Eine Lösung zu haben, die auch wirklich funktioniert", sei das entscheidende Argument gewesen. Eine konkrete Auswertung der gemessenen Ergebnisse werde nun der nächste Schritt sein.

Beinahe zu Kleinigkeiten gerieten dadurch die weiteren Sorgen, über die Kirzinger noch berichtete. So verweigerte der TÜV der neuen Seilbahn eine Abnahme, da diese zu nahe am Boden verlaufe und deshalb eine Verletzungsgefahr befürchten ließe. Die Neuinstallation sei nun aber wieder nicht abgenommen worden.

Darüber hinaus zeigten sich an den großen Kletter-Felsen aus massivem Beton Risse. Zu der Mängel-Mitteilung an den Lieferanten bemerkte Kirzinger: "Hoffentlich muss die Firma die Felsen nicht wieder mit schwerem Gerät holen, jetzt, da alles endlich einigermaßen eingewachsen und begrünt ist." Von "großen Schwierigkeiten" sprach die Bürgermeisterin auch bei der Suche nach einer Reinigungskraft für das Areal. Ihr sei deshalb "mehr als ein Stein vom Herzen gefallen", als nach zwei Absagen nun Ivanka Deusova den Dienst übernommen habe. Und noch eine unliebsame Mitteilung musste die Bürgermeisterin machen: Eine Überdachung für die Bühne zur Wiederauflage des Seefests Mitte Juli werde durch den Bauhof "nicht machbar" sein. "Wir müssen hier der Sicherheit erste Priorität einräumen. Das wird wohl ein teures Bauwerk und deshalb heuer nicht mehr realisierbar." Die wohl günstigste Variante, eine Bühne in holzbauständerweise, koste rund 55 000 Euro.

Der Vorstand der Vereinsgemeinschaft sei bereits in Kenntnis gesetzt, und daraufhin als Ersatzlösung eine mobile, fahrbare Bühne für das Seefest geordert worden. Ein Antrag auf finanzielle Unterstützung durch die Gemeinde werde kommen. Ewald Zetzl (CSU) wollte wissen, ob nicht die Bühne vom Bürgerfest ausreiche. "Zu klein und zu niedrig", antwortete die Bürgermeisterin. Auch Georg Kleber (Pfrentscher Liste) hakte nach: "Es fehlt doch nur eine Überdachung, nicht die Bühne." Kirzinger begründete jedoch unter Hinweis auf die rechtliche Seite: "Die Ausführung muss allen Stürmen, Unwettern und auch dem Winter standhalten. Auch sollten wir erst schauen, wie das Fest wird, und was am Besten passt."

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