14.05.2018 - 13:08 Uhr

Amberger FOS/BOS sichert sich neue Fachrichtung Gesundheit: Chance beim Schopf gepackt

Das Berufliche Schulzentrum (BSZ) an der Raigeringer Straße wird in der Oberpfalz die zweite weiterführende Bildungseinrichtung, die ab nächsten Unterrichtsjahr an der Fachoberschule (FOS) den Ausbildungszweig Gesundheit bietet. Die Genehmigung seitens des Kultusministeriums liegt vor. Und die Schulleitung spricht von einem "freudigen Ereignis".

Da ist Musik drin: Enorme Entwicklungschancen sehen Landtagsabgeordneter Harald Schwartz, BSZ-Leiter Martin Wurdack und Oberbürgermeister Michael Cerny (von links) in dem neuen FOS-Zweig Gesundheitswesen.  	Bild: Hartl
Da ist Musik drin: Enorme Entwicklungschancen sehen Landtagsabgeordneter Harald Schwartz, BSZ-Leiter Martin Wurdack und Oberbürgermeister Michael Cerny (von links) in dem neuen FOS-Zweig Gesundheitswesen. Bild: Hartl

Details erläuterte in einer Pressekonferenz BSZ-Leiter Martin Wurdack zusammen mit CSU-Landtagsabgeordnetem Harald Schwartz und Oberbürgermeister Michael Cerny (CSU). Sie hatten sich auf politischer Ebene für diese von ihm angestoßene Erweiterung des Bildungsangebots an seiner Schule stark gemacht.

Wurdack zeigte sich überzeugt, dass im übernächsten Schuljahr die Fachrichtung Gesundheitswesen noch einmal deutlich wachsen dürfte. Das kultusministerielle Plazet beziehe nämlich auch die Berufsoberschule (BOS) mit ein. "Aber dafür waren wir mit der Werbung etwas zu spät dran", verwies Wurdack darauf, dass die potenziellen Interessenten aus diesem Umfeld in der Regel in ihrer Ausbildung oder beruflich gebunden seien. Mit den erreichten 55 Probe-Einschreibungen für die FOS zwischen 26. Februar und 9. März hat Amberg jedenfalls ein Potenzial erreicht, "das die geforderte Zweizügigkeit zuverlässig erreicht", heiß es in dem Brief aus München.

Große und teure Wünsche hatte der BSZ-Leiter nach diesem Erfolg jedenfalls nicht im Ärmel, um sie an Schwartz oder den OB heranzutragen. Über nötige Fach- und Laborräume samt Ausstattung verfüge sein Haus bereits wegen des bestehenden Ausbildungsangebots für Medizinische Fachangestellte. Und einen der raren Lehrer der Fachrichtung Gesundheits-Pädagogik habe er auch schon ganz konkret im Blick, freute sich Wurdack. Mit einem FOS-Abitur Gesundheitswesen, so die Runde, stünden den Absolventen grundsätzlich alle Berufe und damit auch Studiengänge im Spektrum Medizin, Pharmazie sowie Gesundheitsverwaltung- und -management offen. Also auch ein Medizinstudium.

Da die überwiegende Mehrheit der bisher Eingeschriebenen aus der Region Amberg-Sulzbach sowie den Nachbarlandkreisen stammt, rückten Cerny und Schwartz die Erweiterung des FOS-Angebots auch in ein strukturpolitisches Licht. Dringend benötigtes Fachpersonal müsse zu seiner Ausbildung nicht abwandern und könne so an die Region gebunden werden. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund des zugesagten Landesamtes für Pflege würden sich hier interessante berufliche Aspekte ergeben.

Wurdack hat darüber hinaus schon bei der OTH angeklopft und nachgefragt, ob dort neben dem bestehenden Medizintechnik-Studium Chancen auf weitere Studiengänge im Bereich Gesundheitswesen gesehen würden. Als Fantasterei sei das jedenfalls nicht abgetan worden, konstatierte der BSZ-Leiter aufs Erste.

 
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