07.03.2018 - 11:20 Uhr

Blick ins Fotoarchiv der Amberger Zeitung Das Ende des militärischen Ambergs

Noch nicht einmal 30 Jahre ist es her, da war Amberg eine stolze Garnisonsstadt. In der Kaiser-Wilhelm- und Leopoldkaserne war die Bundeswehr stationiert, in der Möhlkaserne die US-Army.

Im Jahr 1979 (Bild oben) verschwendete niemand einen Gedanken daran, die Amberger Militärgeschichte könnte einmal zu Ende sein. Am 14. Oktober 1994 (Bild unten) gab es mit dem letzten Gruppenbild vor dem Stabsgebäude der Panzerkompanie 12 "Oberpfalz" einen Vorgeschmack darauf. Bild: Heider/Steinbacher
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Dazu kamen ergänzend das Bundeswehrkrankenhaus und die Standortverwaltung sowie der Übungsplatz in Fuchsstein. Damals ahnte noch keiner, was das Ende des Kalten Krieges und die Neustrukturierung der Bundeswehr für den Standort Amberg bedeuten könnte.

Heute ist die ehemalige Möhlkaserne ein Wohngebiet, die KWK eine florierende Technische Universität und der Übungsplatz in Fuchsstein ein beliebtes Naherholungsgebiet. Nicht ganz so gut lief es mit dem Bundeswehrkrankenhaus. Dessen zivile Nutzung kommt erst so allmählich in Gang. Was aus der Leopoldkaserne wird, wenn Ende 2018 die letzten Soldaten ausziehen, steht noch in den Sternen geschrieben. Einzig die Standortverwaltung hat bisher den Stürmen der Veränderung widerstanden.

Als unser oberes Foto entstand, 1979, stand die Kaiser-Wilhelm-Kaserne in voller Blüte, am 15. Oktober 1994 entstand dann das letzte Foto in der KWK. Schon wenige Monate später zogen hier die ersten Studenten ein. Ein Schicksal, dass die Amberger ihrer Leopoldkaserne auch wünschen würden.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp