30.04.2021 - 00:46 Uhr
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Wissenswertes über die Birke

Holz, Blätter, Rinde, Saft: Die Birke ist vielseitig verwendbar. Schon vor über 50 000 Jahren stellen unsere Vorfahren Birkenpech her, um Werkzeuge zu verkleben.

Die Birke ist gut an ihren Blättern zu erkennen.
von Sandra Schmidt Kontakt Profil

Ordnung:

Buchenartige (Fagales)

Familie:

Birkengewächse (Betulaceae)

Gattung:

Birken

Wissenschaftlicher Name:

Betula

Der Name Birke kommt vom althochdeutschen Wort "bircha", es bedeutet so viel wie "glänzend" oder "schimmernd". Das Holz, Rinde und Blätter werden vielfach genutzt. Der Baum bietet Futter für Vögel und viele Schmetterlingsraupen.

Im Frühjahr kann durch Anschneiden Birkensaft gewonnen werden. Er soll bei Ausschlägen und Schuppen helfen, kann zur Reinigung von Wunden dienen. Bekannt ist Birkensaft auch in Haarwasser gegen Haarausfall.

Birkenpech gilt als erster systematisch hergestellter Kunststoff. Es konnte nachgewiesen werden, dass es bereits vor 50 000 Jahren verwendet wurde, um Holzgriffe und Keile dauerhaft zu verkleben.

Die Birke war Slawen und Germanen heilig. Geweiht war der Baum der Göttin Freya. Heutzutage säumen in katholischen Gegenden an Fronleichnam immer noch junge Birken den Weg der Prozession.

Im Volksglauben gilt die Birke als Schutzbaum. So wurden sie zum Beispiel an unbeleuchteten und stark frequentierten Straßen und Wegen gepflanzt.

Sie sollten vor Unfällen schützen. Aufgrund ihrer hellen Rinde sind sie auch in der Dunkelheit erkennbar und können bei der Orientierung helfen.

Geschützte Art: die Kuhschelle

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