25.05.2021 - 00:54 Uhr
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Wissenswertes über den Maikäfer

Was sich heutzutage niemand mehr vorstellen kann: Früher gilt der Maikäfer als Delikatesse. Geröstet kommt er in die Suppe, kandiert als Dessert auf den Tisch.

Das Leben als Maikäfer dauert zirka vier bis sieben Wochen.
von Sandra Schmidt Kontakt Profil

Klasse: Insekten (Insecta)

Ordnung: Käfer (Coleoptera)

Unterordnung: Polyphaga

Familie: Blatthornkäfer (Scarabaeidae)

Unterfamilie: Melolonthinae

Gattung: Maikäfer

Wissenschaftlicher Name: Melolontha

Ob Maikäfer bekämpft werden müssen, darüber herrschen unterschiedliche Meinungen vor. Treten sie in Massen auf, fressen sie ganze Laubwälder kahl. Davon können sich die Bäume allerdings erholen. Problematischer sind die Engerlinge, die Larven der Käfer. Sie ernähren sich von den Wurzeln. Der Baum kann daran sterben.

Früher wurden mit Maikäfern die Hühner gefüttert, die Kinder sammelten sie auf. In manchen Regionen Deutschlands und Frankreichs kamen Maikäfer bis Mitte des 20. Jahrhunderts noch auf den Tisch: als Maikäfersuppe (aus gerösteten Insekten) oder kandiert als Dessert.

Der Maikäfer gräbt sich im April und Mai aus dem Boden, fliegt überwiegend in Mai und Juni. Sie gehören zu den Blatthornkäfern, für die die fächerartigen Fühler typisch sind. Sie sind bei den Weibchen schwächer ausgeprägt als bei den Männchen.

Das Leben als Käfer dauert zirka vier bis sieben Wochen. Nach der Begattung stirbt das Männchen, das Weibchen nach der Eiablage in feuchten Humus-Böden. Nach etwas mehr als einem Monat schlüpfen die Engerlinge. Sie brauchen rund vier Jahre, bis sie sich zum geschlechtsreifen Käfer entwickelt haben.

Das Tagpfauenauge

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